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Von BMW bis VW: So planen die Autobauer ihre Elektro-Zukunft

Die E-Autos kommen! Was die Kunden freut, stellt die Autoindustrie erstmals auf den Kopf. Kaum etwas wird bleiben, wie es war. So gehen die europäischen Autobauer in die neue Ära. 

Volkswagen  Angriff ist die beste Verteidigung: Nach dem Diesel-Gate prescht Volkswagen beim E-Antrieb von allen Herstellern wohl am konsequentesten nach vorn. Während andere Marken noch mehrgleisig fahren wollen, haben sich die Wolfsburger vollständig der E-Mobilität verschrieben. Fahrzeuge mit traditionellem Antrieb werden nicht mehr vom Band rollen. Stattdessen sollen in den kommenden zehn Jahren um die 70 reine E-Modelle auf den Markt kommen. Die technische Grundlage dieser neuen Autogeneration wird der MEB sein, der "Modulare Elektrobaukasten". Was sich ein wenig nach "Fischertechnik" anhört, ist es im Kern auch: Ein auf Elektrofahrzeuge spezialisierter Konstruktionskasten, aus dessen Bausteinen künftig alle E-Modelle des Hauses und die seiner Töchter Seat und Skoda entwickelt werden – vom E-Kleinstwagen bis zum E-SUV. Los geht es im kommenden Jahr mit dem ID.3, dem ersten Modell der ID.-Familie.  Von den VW-Töchtern Seat gibt es den "Mii Electric" von Skoda den "Citigo e iV"- alles Modelle für den Stadtverkehr mit einer Reichweite von rund 260 Kilometern. Wie Mercedes denkt auch Volkswagen bei der Elektromobilität über die Autos hinaus und wird in Deutschland ein eigenes Netz aus Ladesäulen und Ladepunkte für Privathaushalte aufbauen. Versorgt werden die Stationen von der neugegründeten Tochtergesellschaft "Elli" mit Ökostrom aus erneuerbaren Quellen.

Volkswagen

Angriff ist die beste Verteidigung: Nach dem Diesel-Gate prescht Volkswagen beim E-Antrieb von allen Herstellern wohl am konsequentesten nach vorn. Während andere Marken noch mehrgleisig fahren wollen, haben sich die Wolfsburger vollständig der E-Mobilität verschrieben. Fahrzeuge mit traditionellem Antrieb werden nicht mehr vom Band rollen. Stattdessen sollen in den kommenden zehn Jahren um die 70 reine E-Modelle auf den Markt kommen. Die technische Grundlage dieser neuen Autogeneration wird der MEB sein, der "Modulare Elektrobaukasten". Was sich ein wenig nach "Fischertechnik" anhört, ist es im Kern auch: Ein auf Elektrofahrzeuge spezialisierter Konstruktionskasten, aus dessen Bausteinen künftig alle E-Modelle des Hauses und die seiner Töchter Seat und Skoda entwickelt werden – vom E-Kleinstwagen bis zum E-SUV. Los geht es im kommenden Jahr mit dem ID.3, dem ersten Modell der ID.-Familie.

Von den VW-Töchtern Seat gibt es den "Mii Electric" von Skoda den "Citigo e iV"- alles Modelle für den Stadtverkehr mit einer Reichweite von rund 260 Kilometern. Wie Mercedes denkt auch Volkswagen bei der Elektromobilität über die Autos hinaus und wird in Deutschland ein eigenes Netz aus Ladesäulen und Ladepunkte für Privathaushalte aufbauen. Versorgt werden die Stationen von der neugegründeten Tochtergesellschaft "Elli" mit Ökostrom aus erneuerbaren Quellen.

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Die Umstellung auf die Elektromobilität ist der größte Wandel, den die Autoindustrie jemals machen musste. Es reicht nicht, den Benzinmotor einfach durch einen Elektromotor zu ersetzen und anstelle des Tanks einen Akku einzubauen. Während ein Verbrennungsmotor grob gerechnet aus rund 1000 beweglichen Teilen besteht sind für ein Elektrofahrzeug nur noch 200 Teile nötig. Einspritzpumpen, Ketten, Kühler, Luft und- Ölfilter, Katalysator, die gesamte Abgasanlage – alles unnötig beim E-Auto.

Die in vielen Jahrzehnten perfektionierten, hocheffizienten Produktionsprozesse müssen weitgehend neu entwickelt und erprobt werden. Das kostet Milliarden. Nicht nur bei den Autokonzernen, auch die Zulieferindustrie muss sich neu erfinden. Die Branche ist im Umbruch und wird zudem von chinesischen Unternehmen stark unter Druck gesetzt. Nahezu die gesamte Produktion von Akkus findet in Fernost statt. Die chinesische Regierung schiebt die heimische Autoindustrie mit Macht Richtung Elektromobilität. Ohne enge Kooperationen mit China geht in Europa fast nichts mehr. Volvo und Smart gehören zu Geely, einem erst 1986 gegründeten chinesischen Autohersteller mit starker Ausrichtung au Elektrofahrzeugen. Die europäischen Hersteller sind spät dran mit dem Umbau.

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