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"Mercenaries 2: World In Flames": An den eigenen Ambitionen gescheitert

Riesige Spielewelt, eine nahezu komplett zerstörbare Umgebung und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit - "Mercenaries 2: World in Flames" bietet alle Elemente, die Action-Fans anmachen. Doch leider lässt die Ausführung zu wünschen übrig.

Das nicht für Jugendliche geeignete Action-Game "Mercenaries 2: World in Flames" verspricht viel: eine riesige Welt, die der Spieler völlig frei erforschen kann. Eine komplett zerstörbare Umgebung, die sich mit Waffengewalt umpflügen, einebnen, abreißen lässt. Ein umfangreiches Arsenal an Schießprügeln und Fahrzeugen. Gewaltige Explosionen. Fraktionen, die sich gegeneinander ausspielen lassen. Und natürlich Action satt. Falsch sind diese Aussagen nicht. Allerdings ist das Ergebnis alles andere als berauschend. Schuld daran sind vor allem die stupide agierenden Gegner, das abwechslungsarme Gameplay und eine Reihe nerviger Bugs. Doch der Reihe nach.

Wie im ersten Teil des Games, der für PS2 und Xbox zu haben war, heuert der Spieler nach kurzer und schmerzhafter Vorgeschichte in Venezuela als Söldner an, um Rache zu üben und Kohle zu scheffeln. Drei Charaktere stehen zur Auswahl, jeder mit unterschiedlichen Vorteilen: Jacobs kann etwa mehr Munition schleppen, der Schweden-Punk Nilsson heilt sich schneller, und Frau Mui ist eine äußerst flinke Scharfschützin. Ganz nett: Ein halbes Dutzend Fraktionen buhlen um die Gunst der "Mercenaries", darunter ein Ölkonzern, eine Guerrila-Truppe oder auch Piraten. Die Folge: Jeder bewaffnete Non-Player-Charakter, der die virtuelle Nachbildung von Venezuela bevölkert, wird zum potenziellen Kontrahenten. Zivilisten, denen kein Schaden zugefügt werden darf, gibt es natürlich auch.

Die Spanne der Aufträge umfasst unter anderem die Eroberung von Stützpunkten, den Schutz wichtiger Personen und die Gefangennahme unliebsamer Zeitgenossen. Zum Dank gibt es palettenweise Geld, das in eine bessere Ausrüstung gesteckt wird. Mit genügend Kohle auf dem Konto, Sprit im Tank und einem befreiten Piloten lassen sich später ganze Luftschläge anfordern und neues Gerät bestellen, das dann - wie im Vorgänger - per Luft-Express angeliefert wird. Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge wie Panzer, Boote und Hubschrauber konfisziert der Spieler einfach. Trotz der extrem vielen Waffen und Vehikel artet das Gameplay schon bald in reine Routine aus. Auftrag annehmen, wüten, Kohle einsacken. Es fehlt ebenso an Abwechslung wie an technischem Feinschliff.

Denn die Liste der großen und kleinen Bugs ist länger als die Lizenzvereinbarung, die vor der Installation bestätigt werden muss. Eigentlich befreundete Fraktionen eröffnen urplötzlich das Feuer, Zivilisten springen gerne vor das Auto des Spielers, und die Söldner kraulen selbst in knöcheltiefem Wasser wie ein Weltmeister. Wäre es nicht so peinlich, könnte man glatt darüber lachen, dass der Helipilot seine Ladung manchmal an unerreichbaren Stellen abwirft - sofern er sich nicht weigert, überhaupt den Spieler anzufliegen, da er angeblich unter Beschuss steht.

Mercenaries 2: World In Flames

Hersteller/Vertrieb

Pandemic Studios/EA

Genre

Action

Plattform

PlayStation2, PC, PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Auf dem PC kann die 3-D-Grafik - abgesehen von den bombastisch in Szene gesetzten Explosionen - nicht immer überzeugen. Aber auch die Next-Gen-Konsolenversionen haben mit Popups, stellenweise hässlicher Optik und anderen Macken zu kämpfen. Einzig im Coop-Modus, der sich online mit einem Freund bestreiten lässt, macht die Zerstörungsorgie etwas länger Spaß. Doch sobald sich die ersten "Doppelt sprengt besser"-Rauschschwaden gelichtet haben, setzt sich auch hier die Monotonie durch.

Artur Hoffmann/Teleschau / TELESCHAU
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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.