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Fire-Tablets im Test: So gut sind Amazons Anti-iPads ab 99 Euro

Amazon macht Apple Feuer: Mit neuen Tablets ab 99 Euro bietet der Shopping-Riese zu Weihnachten gleich drei Alternativen zum iPad an. Wir haben die Geräte getestet und sagen, ob sich ein Kauf lohnt.

Von Christoph Fröhlich

Tablets sind auch in diesem Jahr eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke. Kein Wunder, brauchbare Android-Geräte gibt es bereits für weniger als 100 Euro - und die sind damit deutlich günstiger als etwa Apples neue iPads. Amazon hat nun gleich drei neue Tablets im Angebot: das Fire HD 6, HD 7 und das brandneue HDX 8.9.

Vor allem die Preise der Tablets sind eine Ansage: Das Einsteigermodell Fire HD 6 gibt es bereits ab 99 Euro. Mit dem jüngsten Geräte-Update haben Amazons Tablets allesamt den Namenszusatz Kindle verloren, der bleibt nur noch den Ebook-Readern vorbehalten. Damit sind die beiden Produktfamilien jetzt klar voneinander getrennt. Was die neuen Fire-Geräte können und wie sie sich anfühlen, verrät unser Test.

Fire HD 6: Kleiner Klotz

Das kleinste Gerät der Fire-Familie ist der HD 6, den es seit Anfang Oktober zu kaufen gibt. Das Acht-Gigabyte-Modell kostet 99 Euro, dafür muss man aber Werbebanner auf dem Lockscreen ertragen. Für die werbefreie Variante sind 114 Euro fällig. Das 16-Gigabyte-Modell kostet 119 beziehungsweise 134 Euro. Beim Acht-Gigabyte-Modell stehen nach der Inbetriebnahme nur noch knapp fünf Gigabyte zur Verfügung.

Wie es zu dem niedrigen Preis kommt, sieht man direkt nach dem Auspacken: Das Fire HD 6 ist keine Schönheit. Während andere Hersteller versuchen, ihre Geräte immer schlanker und dünner zu machen, wirkt das Amazon-Tablet mit seinem dicken Plastikrahmen (10,7 Millimeter) sehr klobig. Mit 290 Gramm ist es auch ziemlich schwer. Zum Vergleich: Das Smartphone Ascend Mate 7 von Huawei hat ebenfalls einen Sechs-Zoll-Bildschirm, das Gerät bringt aber nur 185 Gramm auf die Waage - knapp ein Drittel weniger. Das Design könnte man am ehesten als zweckmäßig beschreiben. Durch das robuste Gehäuse eignet sich das Fire HD 6 als Kinder-Tablet.

Guter Bildschirm, miese Kameras

Der Sechs-Zoll-Screen hat eine HD-Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten und macht einen guten Eindruck, sofern man frontal auf das Display schaut. Dann sind die Farben gut und das Bild scharf, die Kontraste könnten aber etwas knackiger sein. Blickt man jedoch seitlich auf das Tablet, werden Farben deutlich verfälscht. Der Grund dafür ist unter anderem die Luftschicht zwischen der Glasscheibe und dem Display, die für zusätzliche Spiegelungen und damit eine schlechtere Lesbarkeit sorgt. Bei teureren Geräten sind beide Schichten miteinander verschmolzen.

Auch in Bezug auf die Kameras wurde gespart: Die Rückkamera löst mit zwei Megapixeln auf, die Frontkamera knipst mit mickrigen 0,3 Megapixeln - die Bilder sind dementsprechend nicht der Rede wert.

Beschnittenes Android

Erwähnenswert ist die Software: Amazon setzt auf sein selbst entwickeltes Fire OS 4, das auf Android basiert, allerdings keine Google-Dienste wie Maps und Gmail unterstützt. Auch den Play Store gibt es nicht. Apps lädt man nur über den Amazon-Store, derzeit gibt es rund 250.000 Anwendungen. Das ist etwa ein Fünftel des Google-Angebots. Die bekanntesten Apps wie Skype oder Angry Birds gibt es, einige beliebte Spiele wie "Clash of Clans" sucht man vergebens.

Dafür bietet Amazon spezielle Funktionen wie Free Time. Damit können Eltern festlegen, wann und wie lange Kinder das Tablet benutzen dürfen. So kann man etwa einstellen, dass das Gerät nach 20 Uhr ausgeschaltet bleibt.

Fire HD 7: Aufgeblasenes Mini-Tablet

Das Fire HD 7 ist im Prinzip nur ein aufgeblähtes Fire HD 6. Das Display misst sieben Zoll (17 Zentimeter Bilddiagonale), hat aber die gleiche Auflösung wie das Sechser, weshalb die Pixeldichte etwas geringer ist. Auch die technische Ausstattung ist identisch: Der Vierkernprozessor mit je 1,5 Gigahertz Taktrate reicht aus, um Filme und Apps ruckelfrei abzuspielen. Mit 337 Gramm ist es ebenfalls ein ziemlicher Brocken, das Gehäuse ist mit 10,6 Millimeter alles andere als dezent.

Die Acht-Gigabyte-Variante kostet 119 beziehungsweise 134 Euro, das Modell mit doppelt so viel Speicher kostet 149 (Werbung) und 164 Euro (werbefrei).

Fire HDX 8.9: Schärfer als das schärfste iPad

Das Fire HDX 8.9 ist Amazons Herausforderer für das neue iPad Air 2 und Googles Nexus 9. Mit seiner Ausstattung gehört das HDX 8.9 zweifellos der Tablet-Oberklasse an: Der pfeilschnelle Prozessor (Typ Snapdragon 805) schafft jedes 3D-Spiel ohne mit der Wimper zu zucken. Der Bildschirm hat ein knackscharfes Display mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln. Die Pixeldichte beträgt somit 339 PPI (Pixel Per Inch), das ist mehr als der Retina-Bildschirm des iPads (264 PPI). Die hohe Auflösung führt zu einer absolut pixelfreien Darstellung der Inhalte, an der Blickwinkelstabilität gibt es nichts zu meckern. Allerdings spiegelt das Display stark. Schade: Der Rahmen um den Bildschirm ist ziemlich breit.

Das Tablet ist mit 375 Gramm und einer Dicke von 7,6 Millimetern ein echtes Leichtgewicht und liegt gut in der Hand. Im Vergleich zum iPad Air 2 ist es aber deutlich dicker. Die Rückseite besteht zum großen Teil aus Magnesium, die mit einem Plastikstreifen garniert wird. Der Streifen sieht nicht nur ungewöhnlich aus, sondern erweist sich als sehr anfällig für Fingerabdrücke - ein mattes Design hätten wir deshalb besser gefunden. Auch die Lautstärke-Tasten sowie der An/Aus-Schalter auf der Rückseite verlangen etwas Eingewöhnungszeit.

Der interne Speicher beträgt je nach Modell 16 (ab 379 Euro), 32 (ab 429 Euro) oder 64 Gigabyte (ab 479 Euro). Die Rückkamera knipst wie beim Vorgänger mit acht Megapixeln, die Frontkamera löst mit einem Megapixel auf. Auf der Rückseite gibt es nun einen LED-Blitz.

Zwischen Hören und Lesen

Erwähnenswert ist das Feature Whispersync for Voice: Damit können Leser bei ausgewählten Titeln fließend zwischen einem Hörbuch und dem Ebook wechseln. Liest man etwa auf der Kindle-App in der U-Bahn, kann man zuhause auf dem Tablet an derselben Stelle im Hörbuch weiterhören. In unserem Test funktionierte das mit dem kostenlosen Buch "Der Leuchtturm am Ende der Welt" von Jules Verne sehr gut.

Fazit: Wer bereits den Vorgänger besitzt, muss nicht unbedingt auf das 2014er-Modell des Fire HDX 8.9 wechseln, dafür sind die Änderungen bei der Technik und der Software zu gering. Neueinsteiger bekommen mit dem HDX 8.9 ein Tablet mit toller Ausstattung zum guten Preis. Allerdings sollte einem beim Kauf bewusst sein, dass viele Android-Apps nicht für das Fire-Tablet zur Verfügung stehen. Zudem gibt es Inhalte wie Filme und E-Books nur noch bei Amazon, so finanziert der US-Händler den niedrigen Gerätepreis. Lohnenswert ist das Tablet für Abonnenten des Streamingsdiensts Prime Instant Video.

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?