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Apples neues iPad: Ein Tablett für alle Fälle

Sieht so die Zukunft aus? Apples iPad ist die neue digitale Wundertüte. Allerdings: Bisher sind Tablet-PCs immer gefloppt. Schafft Steve Jobs ein neues iWunder?

Von Karsten Lemm, San Francisco

Pünktlich um 10 Uhr morgens erschien der Zauberer auf der Bühne und versprach seinem Publikum etwas "wirklich Magisches". Und dann ließ er sie, wie das so üblich ist im Schaugeschäft, alle noch etwas warten: die versammelten Massen, die atemlos an seinen Lippen hingen, im Yerba Buena-Center in San Francisco genau wie die Live-Blog-Leser im Internet. Erstmal verkündete Steve Jobs, dass Apple seit 2001 mehr als 250 Millionen iPods verkauft habe, dazu noch das iPhone, und so sei sein Unternehmen, alles in allem, schon jetzt "die größte Mobilfirma der Welt". Dank der großen Neuheit des Tages allerdings soll sie noch viel größer werden.

Seit Wochen schon tobten die Gerüchte über ein Apple-Tablet durch die Netzwelt - einen Rechner ohne Tastatur und Strippen, flach wie eine Flunder, eine Art großes iPhone und garantiert zum Stauen cool. "Das letzte Mal, als eine Tafel so viel Aufsehen erregt hat, standen Gebote darauf", bemerkte unlängst das Wall Street Journal in Anspielung auf biblische Zeiten - und Steve Jobs, der Gott der Apple-Jünger, ließ es sich nicht nehmen, das Zitat meterhoch an die Projektionswand zu werfen, ehe er tatsächlich, endlich, bestätigte, was alle längst geahnt hatten: Jawohl, Apple baut einen Tablet-PC, "iPad" genannt (abgeleitet vom englischen Wort für Schreibblock), um die Lücke zu schließen zwischen Mobiltelefon und Laptop.

Das neueste Mitglied der Apple-Familie

Mit seinem berührungsempfindlichen Bildschirm von knapp 25 Zentimetern Durchmesser und der drahtlosen Wlan-Verbindung zum Internet ähnelt das neueste Mitglied der Apple-Familie einem großen iPod-Touch. Das 680 Gramm schwere, 1,3 Zentimeter dicke Gerät ist gedacht als Surfbrett für die Online-Welt, ein ständiger Begleiter für die ganze Familie im ganzen Haus: Für E-Mail soll es sich genauso eignen wie für Facebook, YouTube, Spiele, Musikhören und überhaupt das ganze Internet. Sechs Versionen wird es geben mit 16, 32 und 64 Gigabyte an Speicher, die Batterie soll bis zu zehn Stunden lang durchhalten, verspricht Apple.

Preislich bleibt Apple deutlich unter dem, was Analysten erwartet hatten: Das günstigste reine Wlan-Modell kostet 500 Dollar, etwa 360 Euro; das teuerste mit 64 Gigabyte Speicher soll 830 Dollar kosten, bietet allerdings zusätzlich zu Wlan noch eine 3G-Mobilfunkverbindung fürs Surfen unterwegs. In den USA hält Apple dabei seinem Partner AT&T die Treue. Details für den deutschen Markt gab die kalifornische Firma nicht sofort bekannt, allerdings kündigte Jobs an, dass das iPad weltweit innerhalb der nächsten 60 Tage als Wlan-Version und knapp einen Monat später mit zusätzlichen UMTS-Chip ausgeliefert werden soll.

Bisher waren alle Tablet-PCs ein Flop

Revolutionär ist das Apple-Tablet nicht - andere haben Ähnliches versucht: Seit Langem müht sich die PC-Industrie, ihren Kunden Rechner ohne Tastatur schmackhaft zu machen, doch bisher waren alle Tablet-PCs ein Flop. "Die Geräte erfüllten nie einen richtigen Zweck", erklärt der Analyst Michael Gartenberg die Misserfolge. "Sie taugten weder als vollwertige PCs, noch waren sie echte Mobilgeräte." Apple dagegen hofft, das bewährte Prinzip von iPhone und iPod Touch auch in groß zum Erfolg zu machen: Gesteuert wird das neue Tablet mit den Fingern - antippen, wo man normalerweise mit der Maus klicken würde, dazu noch Gesten zum Vergrößern oder Verkleinern von Bildern und Internetseiten. Eine Tastatur gibt es ebenfalls nur auf dem Bildschirm, wie vom iPhone gewohnt. Wer sich daran nicht gewöhnen mag, kann sein iPad allerdings auch an eine Docking-Station anschließen, die eine echte Tastatur bietet.

Software gibt es für den Neuling schon reichlich, ehe er überhaupt auf den Markt kommt: Das Apple-Tablet kann praktisch alle Anwendungen nutzen, die es im "App Store" auch für iPhone und iPod Touch gibt. Das sind gut 140.000 Programme aller Art, von Spielen über Sprachenlernen, Fotobearbeitung und Social Networking, bis hin zu Internettelefonie. "Damit hat das iPad einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz", sagt Roger Kay, langjähriger Apple-Kenner und Präsident der Unternehmensberatung Endpoint Technologies Associates. Andere Tablet-PCs, die vor kurzem auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas angekündigt wurden, sollen nicht nur später auf den Markt kommen, sondern müssen auch mit weniger speziell entwickelter Software auskommen.

Kindle im Visier

Neu im App Store ist Apples "iWork" für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen. Außerdem nehmen die Kalifornier ganz gezielt Amazon ins Visier: Mit fünf großen Buchverlagen hat Apple Verträge abgeschlossen, um das iPad zu einem elektronischen Lesegerät zu machen. Aus dem "iBooks"-Buchladen lassen sich diverse Titel für Preise zwischen 8 und 15 Dollar kaufen und sekundenschnell auf das iPad laden - ganz ähnlich wie bei Amazons erfolgreichem Kindle. "Das ist ein Angriff auf Amazons Kerngeschäft", sagt Kay. Allerdings habe Amazon im Augenblick weit mehr Bücher im Angebot, und zudem stelle sich die Frage, wie angenehm langes Lesen auf dem Farbbildschirm des iPad tatsächlich sei. Der Kindle nutzt eine speziell entwickelte "E-Ink"-Anzeige, schwarzweiß und für Lesen optimiert.

Alles in allem, urteilt Kay, gehe Apple mit seinem Maxi-iPod durchaus ein Risiko ein: "Dies ist Neuland", sagt der Analyst. "Leute sollen sich an etwas ganz Anderes gewöhnen, und ob das klappt, ist völlig offen." Andererseits: Wenn es jemandem gelingen könnte, den Tablet-PC endlich zum Erfolg zu machen, dann wohl Apple. "Der Markt ist schwierig, aber Apples Ausgangsbasis ist so gut, wie es nur geht", sagt Kay. Die Börse stimmt ihm zu: Kaum hatte Steve Jobs sein magisches iPad aus dem Hut gezaubert, schoss die Apple-Aktie steil in die Höhe. Nach seiner Präsentation legte sie zeiweilig um neun Dollar zu; das macht bei 900 Millionen Aktien, die im Umlauf sind, einen Mehrwert von 8 Milliarden. Kein schlechtes Ergebnis für eine Zaubershow am Mittwochmorgen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.