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Entwicklerkonferenz Google I/O Auf diese Features können sich Android-Fans freuen


Auf der Entwicklerkonferenz I/O präsentiert Google gerade seine Pläne für die Zukunft. Wir zeigen die sechs wichtigsten Neuerungen aus der Eröffnungs-Keynote.

In San Francisco hat am Montag die Google-Konferenz I/O begonnen. In der Erööfnungs-Keynote des Treffens mit mehreren Tausend Entwicklern präsentiert der Konzern jedes Jahr seine Zukunftspläne. Wir haben die sechs wichtigsten Neuerungen zusammengefasst:

Android L

Googles Smartphone-Betriebssystem Android hat mit etwa einer Milliarde aktiven Nutzern einen Marktanteilanteil von rund 80 Prozent. Nun bekommt die Software unter dem Codenamen "Android L" einen Neuanstrich, optisch und technisch. Die Benutzeroberfläche besteht großflächigen, farrbenfrohen Elementen und soll trotz ihres minimalistischen Designs einen dreidimensionalen Eindruck erwecken. Neu sind außerdem Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm, eine 64-Bit-Unterstützung und die Möglichkeit, Android-Apps auch auf Notebooks mit Googles zweitem Betriebssystem Chrome laufen zu lassen. Wann "Android L", das in der fertigen Version "Android Lollipop" heißen könnte, zum Download bereitstehen wird, ist allerdings noch unklar.

Android One

80 Prozent Marktanteil sind Google noch nicht genug, vor allem auf dem Markt für Billig-Smartphones sieht der Konzern noch Luft nach oben. Die abgespeckte Android-Version "Android One" soll hier Geräte zum Preis von 99 Dollar (umgerechnet weniger als 73 Euro) möglich machen. Damit will Google bis zu einer Milliarde Kunden erreichen, zunächst vor allem in Ländern wie Indien.

Android Wear

Geräte, die am Körper getragen werden, sogenannte Wearables, sehen viele als lukratives Zukunftsmodell. Google will in diesem Segment mit einem eigenen Betriebssystem namens "Android Wear" mitmischen. Dieses soll zum Beispiel auf intelligenten Armbanduhren, sogenannten Smartwatches, laufen, die wiederum mit dem Smartphone ihres Trägers verbunden sind. Per Uhr sollen sich so zum Beispiel Nachrichten lesen oder Anrufe annehmen lassen, ohne das Handy aus der Tasche nehmen zu müssen. Die ersten Modelle mit "Android Wear" sollen Samsungs Gear Live sowie die LG G Watch und Motorolas Moto 360 sein. Die Uhren von Samsung und LG können ab sofort vorbestellt werden, Motorolas Smartwatch soll im Laufe des Sommers folgen.

Android TV

Mit "Android TV" macht Google den nächsten Anlauf, auch die Unterhaltung im Wohnzimmer zu übernehmen. Das erste Konzept "Google TV" war vor einigen Jahren unter anderem an einer zu komplexen Bedienung gescheitert. Android TV soll nun mit Sprachsteuerung funktionieren und vor allem auf TV-Apps und Videospiele aus dem Google-eigenen Play Store setzen. Die Plattform wird zum Beispiel von Sony unterstützt, das "Android TV" in seine Fernseher integrieren will. Daneben wird es auch sogenannte Settop-Boxen geben, wie sie zum Beispiel schon Apple und Amazon auf den Markt gebracht haben.

Google Fit

Der nächste große Zukunftsmarkt: Fitness-Anwendungen. Die Plattform "Google Fit" soll Gesundheitsdaten aus verschiedenen Quellen, zum Beispiel Sportarmbändern mit Schrittzähler oder intelligenten Waagen, sammeln und zu einem umfassenden Bild zusammenfügen. Die Vielfalt der Geräte und Apps machte das bisher sehr schwer. Langfristig will Google so auch die Hersteller von Fitness-Gadgets dazu bewegen, gar keine eigene Software mehr zu entwickeln, sondern seine Plattform zu benutzen. Konkurrent Apple geht mit seiner App "Healthkit" einen ähnlichen Weg.

Android Auto

Handy, Wohnzimmer, Armbanduhr, fehlt nur noch der Wagen. Mit "Android Auto" kommt Googles Betriebssystem nun auch aufs Amaturenbrett. So kann man zum Beispiel vom Lenkrad aus auf Musik, ausgewählte Apps zugreifen, den Google-Kalender oder das Adressbuch zugreifen. Davon soll auch die Navigation profitieren. Bei "Android Auto" will Google mit 40 Partnern zusammenarbeiten, unter anderem Audi, Volkswagen, Opel, Renault, Fiat und Volvo. Software-Entwickler können speziell Apps für den Einsatz im Auto schreiben, das System ähnelt dem Konzept "CarPlay" von Apple.

Timo Brücken mit DPA

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