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Scheibes Kolumne: Wann wird gezockt?

Während in der PC-Software-Ecke kaum noch etwas Neues passiert, werden im Web immer wieder neue Ideen geboren. stern.de-Kolumnist Carsten Scheibe ist zurzeit im Doodle-Fieber und lässt sich mit dem praktischen Dienst seine Pokerrunde organisieren.

Zurzeit schwärme ich für Doodle (www.doodle.com). Warum? Das ist schnell erklärt. Wir sind bei uns im Ort eine sehr aktive Männergruppe. Wir gehen zusammen Golfen, spielen Poker, wagen uns zum Paintball, gehen zum Klettern, schießen mit Schrotflinten auf Tontauben oder probieren uns im Eisstockschießen aus. Ständig sind da die Termine von sechs bis 15 Leuten aufeinander abzustimmen, die sich oft tagelang nicht sehen und nur per E-Mail kommunizieren. Bislang musste unser selbsternannter "Herrenfreizeitsportkoordinator" (HFSK) Termine per Mail vorgeben, um dann zu erfragen, wann denn wer kann. Aus den ganzen E-Mail-Rückläufern musste er dann ein Ergebnis zusammenfügen. Dieses Ergebnis stimmt nicht immer jeden zufrieden, denn manchmal gibt es keinen perfekten Termin und man muss den Tag nehmen, an dem die meisten können.

Jetzt hat unser HFSK Doodle entdeckt. Und er nutzt es, um unseren nächsten Pokerabend zu organisieren. Der kostenlose Online-Dienst erlaubt es, eine Umfrage zu programmieren, die da heißt "Pokern XV - wer hat Zeit?" Der HFSK hat sieben Termine im April und Mai zur Auswahl gestellt (da kann er selbst) und schickt nun allen Interessierten einen Link zu eben dieser Umfrage zu. Hier konnte ich, ohne dass ich selbst bei Doodle angemeldet bin, die Umfrage einsehen, meinen Namen in eine leere Zeile schreiben, und die Termine ankreuzen, an denen ich "kann".

Jetzt, ein paar Tage später, haben die Jungs inzwischen auch alle Doodle genutzt. Jeder kann sehen, an welchen Tagen es bei wem Probleme gibt - und welcher Tag als Veranstaltungstermin einfach Sinn macht. So dürfte klar sein, dass wir das nächste Mal am 30. April pokern werden. Da hat einfach jeder Zeit. Theoretisch könnte jeder Teilnehmer auch noch einen Kommentar anlegen, um so zu benennen, wer was mitbringt. Aber bei uns ist das überflüssig. Wer den Pokerabend ausrichtet, der kocht für alle Jungs und besorgt auch Getränke und Chips.

Inzwischen habe ich mir auch ein eigenes kostenloses Konto bei Doodle angelegt. Jetzt verwaltet das Web-Angebot sehr übersichtlich alle Umfragen, an denen ich bislang teilgenommen habe oder die ich selbst erstellt habe. Es ist ganz leicht, eine neue Terminumfrage zu erstellen - etwa um ein Klassentreffen zu organisieren, um einen Ausflug mit Freunden zu planen oder um einen Geburtstag in den Griff zu bekommen, zu dem jeder noch etwas mitbringen soll.

Umfrage per E-Mail

Ich gebe der Umfrage einen Namen, markiere mögliche Tage im Kalender, gebe pro Tag bei Bedarf bis zu fünf Uhrzeiten vor und beauftrage Doodle dann auch noch damit, die Umfrage per E-Mail an die gewünschten Empfänger zu versenden. Dabei ist es möglich, jedem Teilnehmer nur ein einziges Okay zu erlauben, eine versteckte Umfrage durchzuführen und neben einem "Ja" oder "Nein" auch ein "Wennsseinmuss" zu aktivieren.

Inzwischen gibt es sogar eine eigene iPhone-App namens "Doodle for iPhone 1.10". Sie erlaubt es mir, alle aktuellen Umfragen auch unterwegs zu kontrollieren - etwa, um zu sehen, ob nun auch noch die letzten Langsamklicker ihr Votum abgegeben haben.

Kurzum: Eine coole Web-Anwendung für alle, die Termine koordinieren müssen. Wer kann wann? - Diese Frage verliert ihren Schrecken.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(