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Spielkonsolen: "Wii" startet im Dezember

Als letzte Videospielkonsole der nächsten Generation wird Nintendos "Wii" auf den Markt kommen. Im Dezember, rund drei Wochen nach der Playstation 3 des Konkurrenten Sony. Europäischen Spielern bleibt zunächst nur: abwarten.

Der Computerspiele-Konzern Nintendo bringt seine neue Videospielkonsole "Wii" am 2. Dezember in Japan auf den Markt. Der Preis werde umgerechnet rund 167 Euro (25.000 Yen) betragen, teilte das japanische Unternehmen mit. Die Einführung des Geräts in den USA und Europa werde sehr kurz darauf erfolgen, hieß es. Einen genauen Zeitpunkt nannte Nintendo nicht.

In Deutschland werde die neue Konsole, von der sich die Japaner ähnliche Erfolge wie beim GameBoy versprechen, weniger als 250 Euro kosten, hatte Nintendo zuvor angekündigt. Für die "Wii" würden mit dem Marktstart 16 Spiele von zehn Verlagen erhältlich sein, darunter auch die Nintendo-Eigenentwicklung "The Legend of Zelda: Twilight Pricess". Bis zum Jahresende sollen nach den bisherigen Planungen des Unternehmens weltweit vier Millionen "Wii" über den Ladentisch gehen. Bis Ende März 2007 sollen sechs Millionen Exemplare verkauft sein.

Die "Wii" soll nach dem Willen des Herstellers über eine neuartige Bedienung mehr Kunden anlocken, die bisher eher am PC oder überhaupt keine elektronischen Spiele genutzt haben. Das Gerät verzichtet auf ein gewöhnliches Pad und wird über einen Controller gesteuert, der äußerlich einer TV-Fernbedienung ähnelt. Der Controller ist mit Lagesensoren ausgestattet und soll die virtuellen Figuren mit realen Bewegungen steuern. So muss der Spieler etwa bei einem Tennisspiel mit dem Controller ausholen und zuschlagen, um den Computerball auf dem Bildschirm zu treffen.

Nintendo ist der letzte der drei großen Konsolen-Hersteller, der die nächste Generation seiner Apparate auf den Markt bringt. Sony will eine neue Version seiner Konsole Playstation - die PS3 - am 11. November in Japan zum Preis von 62.790 Yen und am 17. November in den USA für 499 Dollar auf den Markt bringen. Der Marktstart in Europa musste allerdings aufgrund technischer Probleme von November auf März verschoben werden. Sony gerät damit im Rennen mit Nintendo und Microsofts Xbox in Europa ins Hintertreffen. Obwohl die PS3 als technisch am weitesten entwickelt gilt, muss sich der Konzern das Weihnachtsgeschäft in Europa entgehen lassen.

Reuters / Reuters