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Technikmesse CES: Fernseher werden App-arate

Die Elektronikindustrie setzt auf Fernseher mit Internetzugang und Apps. Die Onlinewelt soll ins Wohnzimmer kommen - für News, Spiele und Videotelefonate.

Von Karsten Lemm, Las Vegas

Der Fernseher, der seine Zuschauer nur zuschauen lässt, ist ein Auslaufmodell - zumindest, wenn es danach geht, wie sich die Hersteller die Wohnzimmer-Unterhaltung von morgen vorstellen. Künftig gehört die Internetverbindung ganz selbstverständlich dazu, der Fernseher zeigt neueste Nachrichten von Facebook-Freunden ebenso wie die "Tagesschau", er wird zur Spielekonsole, hilft beim Trimm-Dich und versteht sich sogar mit Skype - mit einer Kamera verwandelt sich der Bildschirm in der guten Stube dann in ein Videotelefon für die ganze Familie.

Dies ist die Vision, die alle großen Unterhaltungselektronikfirmen in diesem Jahr auf der CES in Las Vegas präsentieren, der wichtigsten Messe ihrer Art in den USA, die traditionell zum Jahresauftakt einen Ausblick auf die Trends der kommenden Monate gibt. Nachdem die CES im vorigen Jahr vorwiegend dem 3D-Fernsehen gehörte, richten sich nun alle Blicke auf Fernseher, die dank Internetzugang zum Tausendsassa werden. Ähnlich wie bei Multimedia-Handys und dem iPad soll es künftig auch im TV-Gerät spezielle Programme geben, so genannte "Apps", die eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen.

Apps für jeden Geschmack

Apps können etwa auf einen Blick den Wetterbericht anzeigen, Filme aus Onlinevideotheken abspielen oder Informationen von sozialen Netzwerken darstellen. Samsung bietet bereits mehr als 300 solcher Anwendungen, und nun treten auch Rivalen wie LG und Panasonic mit eigenen "Marktplätzen" für unterschiedlichste Mini-Programme an, die für den Fernseher optimiert sind. So sollen Käufer der neuesten "Viera Connect"-Fernseher von Panasonic demnächst in das Rennspiel "Asphalt 5" eintauchen, ohne eigens eine Spielkonsole kaufen zu müssen. Und mit einer App der Firma Body Media können Stubenhocker Fitnesstraining vor dem Fernseher betreiben und dabei, dank eines speziellen Armbands, ihren Puls messen und sehen, wie viele Kalorien sie bei den Übungen verbrennen.

Andere Hersteller, wie etwa Sony, nutzen Google TV, um den Fernseher mit Apps und neuen Internetfunktionen zu versehen. Auch Google TV erlaubt es, beliebige Onlineinhalte aufzurufen und bietet eine Reihe von speziellen Anwendungen, die für den Fernsehschirm optimiert sind. Allerdings hat der Suchmaschinenriese vor kurzem angekündigt, dass die Software - die bisher nur in den USA erhältlich ist - noch einmal deutlich überarbeitet werden soll. Erste Kritiken in den US-Presse fielen wenig schmeichelhaft aus.

Die Xbox als Spaßzentrale

Google-Konkurrent Microsoft setzt derweil bei seinem Versuch, das Wohnzimmer zu erobern, immer stärker auf die Spielekonsole Xbox. Die lässt sich neuerdings mit dem Zubehör Kinect auch durch Gesten und Sprachkommandos steuern. Es genügt dann zum Beispiel, der Xbox zu sagen, dass man in der Onlinevideothek von Microsoft nach neuen Titeln schauen möchte - und statt auf der Fernbedienung Knöpfe zu drücken, wischt der Nutzer lediglich mit der Hand durch die Luft, um zum nächsten Titel zu springen.

Kinect hat sich laut Microsoft in den ersten 60 Tagen mehr als acht Millionen Mal verkauft. Im Frühjahr soll eine Live-Chat-Funktion dazu kommen, mit der Xbox-Nutzer sich auf dem Fernseher unterhalten können, als säßen sie gemeinsam vor dem Schirm - ihr Ebenbild auf dem TV-Gerät besteht aus Computerfiguren, die sich in einem virtuellen Raum befinden und ihnen ähnlich sehen: Die Software erzeugt die sogenannten Avatare automatisch, weil das Kinect-System seine Nutzer über Kameras erfasst und die Gesichter erkennt.

3D - nur noch Nebensache?

"Dies sind aufregende Zeiten für unsere Branche und für die Konsumenten", sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer bei seiner Auftaktrede zur Messe. "Wir machen Unterhaltung interaktiver." Dass Kunden sich solche neuen Funktionen tatsächlich wünschen, glaubt auch der Verband der Unterhaltungselektronik-Hersteller, CEA, der die Messe organisiert. Schon 2014 soll die Hälfte aller verkauften Fernseher einen Internet-Zugang besitzen, und CEA-Marktforscher Shawn DuBravac hält die Onlinefunktionen für ein wichtigeres Merkmal als die viel umworbene dritte Dimension, die TV-Bildern mehr Tiefe verleihen soll: "Wir sehen im Internet-Zugang ein Feature, das stärker zum Kauf anregen wird als 3D", sagt DuBravac. "Es wird eher so sein, dass es heißt: Dies ist ein Internetfernseher - und übrigens, er kann auch 3D."

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.