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Gratis oder kostenpflichtig?: Das sind die besten Virenscanner für Windows10

Viele Antivirenprogramme versprechen Sicherheit, manche sind kostenlos. Doch welche Programme sind gut? Das Sicherheitsinstitut AV-Test hat 20 Schutzprogramme für Windows 10 getestet. Nur vier konnten überzeugen.

Windows 10 Laptop

Windows 10 bietet einen guten Grundschutz, man sollte aber besser mit einer speziellen VIrensoftware nachrüsten.

Mehr Sicherheit - das versprach Microsoft für Windows 10. Seit Juni wurde das aktuelle Betriebssystem auf mehr als 100 Millionen Rechnern installiert. Doch wie gut sind die Schutzmechanismen von Windows 10? Kann man getrost auf eine teure Antivirenlösung verzichten? Das Magdeburger Sicherheitsinstitut AV-Test hat die Software volle zwei Monate auf Herz und Nieren getestet. Außerdem wurden 20 kostenlose und kostenpflichtige Internet-Security-Pakete für Privatanwender mit knapp 20.000 neuen und bekannten Computerschädlingen bombardiert.

Fazit: Nur vier Software-Lösungen überzeugten in allen drei Test-Kategorien (Schutzwirkung, Systembelastung, Benutzbarkeit). Auf dem Siegerpodest landen (in alphabetischer Reihenfolge) Avira, Bitdefender, Kaspersky Lab und Symantec. Alle vier Programme erreichen die vollen 18 Punkte. Ebenfalls sehr gut sind F-Secure und Trend Micro, beide Programme lassen allerdings Punkte bei der Systemperformance, die etwas gedrosselt wurde.

Avira, Bitdefender, Microsoft: So gut sind die Antiviren-Programme für Windows 10
Avast Free  Punktzahl: 16/18

Avast Free

Punktzahl: 16/18

Gut muss nicht teuer sein

Gute Nachrichten für Sparfüchse: Avira bietet seinen hervorragenden Schutz auch in der kostenlosen Basis-Version an. Zwar sind in der Gratis-Version nicht ganz so viele Extras verfügbar wie in den kostenpflichtigen Produkten der Konkurrenz. An der Schutzwirkung ändert das aber nichts. Die in Windows 10 integrierte Schutzlösung Windows Defender erreicht im Test immerhin 14 von 18 möglichen Punkten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man lieber eine zusätzliche Sicherheitssoftware installieren.

Auffallend ist die geringe Zahl an Fehlalarmen im Test, neun Programme schlagen gar keinen falschen Alarm. Nur die Programme von K7, Ahnlab und Comodo sorgen gelegentlich für Verwirrung.

So wurde getestet

Alle Antiviruslösungen mussten sich in drei Kategorien beweisen: Schutzwirkung, Systembelastung, Benutzbarkeit. Bei der Bewertung der Schutzwirkung wurde die Schädlingserkennung getestet. Insgesamt musste jedes Programm mehr als 20.000 Schädlinge erkennen, die aus E-Mail-Postfächern und dem Web gefischt wurden.

Bei der Systembelastung wurde überprüft, wie sehr das Schutzprogramm die Performance des Rechners ausbremst. Bei der Benutzbarkeit wurde getestet, wie oft die Software Fehlalarme auslöst - etwa bei der Installation von legitimer Software oder beim Besuch eigentlich harmloser Webseiten.