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Zweikern-Chips: Wann sich Dual-Core-Prozessoren lohnen

Prozessoren mit zwei Kernen feiern in diesem Jahr ihren großen Durchbruch. Dual-Core-Chips bieten viele Vorteile - ihre ganze Power können sie aber nur mit der richtigen Software entfalten.

Der versprochene Leistungszuwachs bewegt manchen Computernutzer vielleicht dazu, jetzt einen neuen Rechner zu kaufen. Viel falsch machen kann er nach Ansicht von Experten dabei nicht.

Computerexperte Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin ist jedenfalls von der neuen Technologie begeistert, die sich vereinfacht mit "Zwei Prozessoren in einem" umschreiben lässt: "Dual Core muss gut sein, wenn sich selbst Apple darauf einlässt", so Knaak.

Positive Tests beim Apple Notebook

Computerhersteller Apple hat erst vor kurzem seinen Prozessorhersteller gewechselt und versieht seine neuen Rechner jetzt mit Technologie von Intel. Die in Hannover erscheinende Computer- und Technikzeitschrift "c't" testete das MacBook Pro, Apples erstes Notebook mit dem Core-Duo-Chip von Intel. Das Fazit war ein klares Lob. Die Tester machten eine Leistungssteigerung bis zum Faktor 3,5 gegenüber dem alten G4-Chip aus - bei gleicher Akkulaufzeit. In den Genuss der vollen Duo-Core-Leistung kommen Nutzer jedoch nur, wenn entsprechende Software installiert ist.

Die bietet Apple laut Pressesprecher Frank Limbacher zunehmend an. Die neuen Rechner mit Intel-Chip werden zusammen mit einer entsprechend modifizierten Version der Programmsammlung iLife ausgeliefert. Außerdem sollen in diesen Wochen an den Duo-Core-Prozessor angepasste Versionen des Videoschnittprogramms Final Cut und der Foto-Software Aperture auf den Markt kommen.

Auch im PC-Bereich bieten die beiden großen Hersteller AMD und Intel Doppelkern-Prozessoren an: Intel bereits für Desktop und Notebook, AMD vorerst nur für den Desktop. Der Turion 64 X2 für mobile Rechner kommt laut Pressesprecher Stephan Schwolow bis zum Sommer. AMD verspricht beim Einsatz seines bisher einzigen Doppelkern-Chips für PCs, dem Athlon 64 X2 Dual-Core, eine Leistungssteigerung von bis zu 80 Prozent.

Auf die Software kommt es an

Doch für den PC-Bereich gilt, was auch beim Apple bedacht werden muss: Das volle Leistungspotenzial lässt sich nur abrufen, wenn die verwendete Software so programmiert ist, dass sie beide Kerne des Prozessors nutzt. Viele ältere Anwendungen arbeiten jedoch ausschließlich mit einem Kern. So lange sie eine höhere Taktfrequenz bieten als ein Kern der Dual-Core-Chips sind die herkömmlichen Single-Core-Prozessoren also im Vorteil. Das gilt jedoch nur, so lange eine einzige Anwendung läuft.

Ob Anwendungen ihre Berechnungen auf zwei Prozessoren verteilen können, hängt davon ab, ob sie multithreadingfähig sind. So nennen Experten die Fähigkeit einer Software, Funktionen zu verteilen und in so genannten Threads parallel ablaufen zu lassen. Das beherrschen bisher vor allem einige Programme aus der professionellen Bild- und Videobearbeitung.

Vorteile auch ohne Multithreading

Doch auch wenn die Anwendungen auf dem Rechner nicht auf Dual Core ausgelegt sind, hat der Nutzer einen Vorteil: etwa dadurch, dass mehrere Programme gleichzeitig ablaufen können. "Zum Beispiel könnte der Virenschutz auf dem freien Kern laufen", erläutert Peter Knaak. Auf dem anderen ließe sich derweil ohne Verzögerung an einem Word-Dokument arbeiten. Endverbraucher können vom Doppelkern zudem profitieren, weil das Umwandeln von MP3-Dateien oder bestimmten Videoformaten schneller vonstatten geht.

Für Spieler zählt nach wie vor die Grafikkarte

In Spielen ist Multithreading bisher kaum verbreitet. Vor allem 3D-Spiele lassen sich ohnehin eher durch eine noch bessere Grafikkarte beschleunigen. Das macht aber auch deutlich, dass der Kauf eines neuen Rechners nicht allein von der Frage "Dual Core ja oder nein?" abhängig gemacht werden sollte. Denn mit einem neuen Desktop-Computer oder Notebook erhält der Kunde schließlich auch Verbesserungen bei anderen Funktionen und Komponenten.

Hinzu kommt, dass die Dual-Core-Rechner bei gleichem oder geringfügig mehr Energiebedarf mehr Leistung bringen als bisher erhältliche Rechner, sagt Knaak. Es sei zu erwarten, dass sich Dual-Cores durchsetzen. Positiv sei, dass dadurch auch ein gewisser Druck auf die Software-Hersteller ausgeübt werde. Daraus könnten sich dann noch bessere Programme ergeben. Experten rechnen für das kommende Jahr außerdem mit den ersten Quad-Core-Chips: Prozessoren mit vier Kernen.

Sven Appel/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.