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56-Milliarden-Deal: Disney attackiert Netflix - und könnte so auch das Kino verändern

Disney ist mehr als nur Micky Maus. Der Unterhaltungskonzern will 21st Century Fox kaufen und sich damit namhafte Marken wie "X-Men" und "Die Simpsons" einverleiben. Es ist eine milliardenschwere Attacke auf Netflix.

Disney will 21st Century Fox kaufen - und sichert sich damit lukrative Marken wie "X-Men" und "Avatar"

Disney will 21st Century Fox kaufen - und sichert sich damit lukrative Marken wie "X-Men" und "Avatar"

, damit verbinden die meisten Menschen niedliche Zeichentrickfilme und kitschige Vergnügungsparks. Doch aus dem Micky-Maus-Konzern ist längst ein mächtiges Medienimperium geworden: Zum Portfolio von Disney gehören neben den berühmten Kinderfilmen mittlerweile auch der Sportsender ESPN, das Animationsstudio Pixar ("Findet Nemo", "Cars"), die Rechte an den Marvel-Superhelden ("Thor", "Iron Man") und der "Star Wars"-Saga.

Und seit Donnerstag ist bekannt: Der Konzern will noch ein bisschen größer und mächtiger werden. Walt Disney hat angekündigt, große Teile von übernehmen zu wollen. Dazu gehören unter anderem das Film- und Fernsehgeschäft, diverse Kabelsender und Anteile der britischen Sky-Gruppe. Disney sichert sich damit die Rechte an zahlreichen Kassenschlagern, etwa den "X-Men"-Filmen, James Camerons "Avatar"-Franchise oder den Serien-Hits "Modern Family" und "Die Simpsons".

Das lässt sich der Konzern einiges kosten: Umgerechnet 56 Milliarden Dollar will man für die Übernahme hinlegen. Selbst für ein Schwergewicht wie Disney ist das eine Stange Geld.

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Attacke gegen Netflix

Doch der Deal könnte sich lohnen. Denn Disney hat zwar viele Top-Inhalte, etwas Entscheidendes fehlt dem Konzern jedoch - der direkte Zugang zum Kunden.  mag zwar in der Summe weniger bekannte Marken haben, mit mehr als 100 Millionen aktiven Abonnenten erreicht der Streamingdienst aber ein treues Publikum. Disney ist dagegen auf andere Partner angewiesen.

Das will der Konzern bald ändern: Das Unternehmen plant den Start eigener Streamingdienste, darunter Portale für Sport, aber auch für Filme und . Durch die bevorstehende Übernahme von 21st Century Fox würde Disney auch zum Mehrheitseigentümer des Streamingdienstes Hulu werden. Das Videoportal ist hierzulande nahezu unbekannt, in den USA hat es geschätzt mehr als 12 Millionen Abonnenten. Mit der dystopischen Dramaserie "The Handmaid's Tale" gewann Hulu mehrfach den begehrten Emmy. Seitdem sollen die Abonnentenzahlen steigen, konkrete Zahlen sind allerdings nicht bekannt.

Disney-Deal noch nicht abgeschlossen

Doch Disney will nicht nur ein eigenes Streaming-Imperium aufbauen, sondern auch die Konkurrenten schwächen. Vor einigen Monaten verkündete der Konzern, ab 2019 keine eigenen Filme und Serien mehr auf Netflix anzubieten. Das bedeutet konkret: Neuveröffentlichungen wie "Toy Story 4" oder "Frozen 2" werden es nicht mehr auf Netflix schaffen. Auch der Abschluss der neuen " "-Trilogie wird nicht mehr auf Netflix zu sehen sein (Episode 9 startet am 24. Mai 2019).

Ob der Plan für Disney am Ende aufgeht oder ob der Konzern nicht schon viel zu spät dran ist, wird sich zeigen. Fraglich ist, ob die Nutzer bereit sein werden, mehrere Streamingdienste parallel zu abonnieren.

Der Deal dürfte die Medienlandschaft aber auch auf andere Weise prägen. Aus zwei der größten Filmstudios wird jetzt eins, das wird Konsequenzen für Kinobetreiber haben. Schon jetzt diktieren große Player ihre Bedingungen - etwa die Preise oder welche Trailer vorab gezeigt werden. Die in der Folge noch weiter vereinheitlichte Medienlandschaft dürfte nicht im Interesse der Kunden sein. 

Bislang ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern, die US-Wettbewerbsaufsicht muss ihn erst genehmigen. 


Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.