VG-Wort Pixel

Stiftung Warentest Viel Bild für wenig Geld: Das sind die besten Fernseher


Ein guter Fernseher muss nicht teuer sein. Stiftung Warentest hat 18 TV-Modelle in drei verschiedenen Größenkategorien getestet. Einige patzten mit schlechten Ton und ruckelnden Bildern.

Wenige echte Innovationen, ein gnadenloser Preiskampf und kein großes Sport-Turnier - die Fernseher-Verkäufe gehen derzeit in Deutschland immer weiter zurück. Für die Hersteller ist das bitter, für die Kunden hat das aber handfeste Vorteile: Bereits für wenig Geld bekommt man im Elektronikfachmarkt gute TV-Geräte. Doch welche Modelle sind empfehlenswert?

Stiftung Warentest hat drei Größenklassen getestet: sechs Fernseher mit 32 Zoll Bilddiagonale (81 cm), acht Modelle zwischen 40 und 43 Zoll (102 bis 109 cm) und vier große Fernseher mit 48 bis 50 Zoll (122 bis 127 cm). Modelle mit noch größeren Displays wurden nicht getestet. Das Ergebnis zeigt: Vor allem bei kleinen Fernsehern müssen Käufer Abstriche hinnehmen.

Kleine Fernseher

Die kleinen Fernseher bieten vergleichsweise wenige Features. Häufig gab es Punktabzug bei der Bild- und Tonqualität. Nur der LG32LF5809 (Note: 2,3) erreichte in der Gruppe der 32-Zöller ein gutes Bild. Beim Sound war dagegen kein Fernseher besser als ein "Befriedigend". Wer glasklaren Ton will, muss sich eine Soundbar zulegen. Ein weiteres Ärgernis: Die meisten Geräte bieten weder 3D noch UHD, viele sind nicht internetfähig. Wer Netflix, Amazon Prime und Co. auch auf der großen Mattscheibe nutzen will, braucht eine zusätzliche Streamingbox (etwa Apple TV oder Fire TV).

Mittlere Fernseher

Testsieger in dieser Kategorie ist der Samsung UE40JU6550 (40 Zoll). Er kostet knapp 680 Euro und erreicht die Gesamtnote 2,0. Fünf der acht getesteten Geräte unterstützen die neue Bildtechnik UHD, die schärfere Bilder erlaubt. Ob man das bei dieser Bildschirmgröße benötigt, bleibt jedem selbst überlassen.

Samsung, LG, Loewe und Philips überzeugen mit gutem Bild, Hisense enttäuscht mit starkem Nachziehen und Rotstich. Sony und Grundig ruckeln bei schnellen Szenen. Beim Ton liegt Samsung vorne, der teure Loewe klingt dünn.

Wichtig: Nicht alle Geräte beherrschen den Standard HEVC. Der wird ab kommendem Jahr besonders wichtig, wenn DVB-T2 deutschlandweit eingeführt wird. Damit können die Geräte auch Full-HD-Bilder empfangen. Die Technik lohnt sich aber auch für Streaming-Fans, da die Anbieter in Zukunft vermehrt UHD-Inhalte via HEVC bereitstellen werden.

Große Fernseher

Bei den großen Fernsehern zwischen 48 und 50 Zoll punkteten Samsung und LG mit gutem Bild und Ton. Allerdings unterstützt nur der 48 Zoll große Samsung UE48JU6450 (Note: 2,1) eine UHD-Auflösung. Mit knapp 820 Euro ist er aber viel teurer als der zweitplatzierte LG mit etwa 660 Euro. Schlechter schneiden Grundig und Panasonic ab: Der Grundig unterstützt trotz UHD-Display nicht den HEVC-Standard. Beim Panasonic ruckelt das Bild bei schnellen Bewegungen.


Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr unter test.de/fernseher.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker