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Streaming: Wie Netflix mit einem kleinen Trick Apple einen ganzen Haufen Geld kosten könnte

Netflix geht es gut wie nie. Dank vollem Programm und wachsendem Publikum klingeln die Kassen. Eine gerade getestete Maßnahme könnte den Gewinn noch weiter nach oben treiben - und Apple eine ganze Stange Geld kosten.

Netflix-Chef Reed Hastings

Netflix-Chef Reed Hastings möchte die Apple-Steuer nicht mehr zahlen

Milliarden für neue Serien, wachsende Abozahlen: hatte bei den Quartalszahlen im Juli jede Menge Superlative zu vermelden. 130 Millionen Abonnenten hat man mittlerweile weltweit, jeder von ihnen zahlt bis zu 15 Euro im Monat. Das spült Geld in die Kassen. Und Apple verdient dabei kräftig mit. Das könnte sich nun ändern.

Denn Netflix scheint keine Lust mehr zu haben, die berüchtigte "Apple-Steuer" zu bezahlen. Schließt man ein Abonnement über die iOS- oder Apple-TV-App ab und zahlt über iTunes, knappst sich Apple einen ordentlichen Teil der Abogebühren ab. 30 Prozent sind es im ersten Jahr, danach werden 15 Prozent fällig. Für jede abgebuchte Monatsgebühr. Für Apple ist das hochrentabel: Seit Jahren ist Netflix eine der am besten verdienenden Apps im App Store. Nur Fortnite und Pokémon Go verdienen etwa in den USA aktuell noch mehr, beide nehmen nach Angabe von "Statista" deutlich über eine Millionen Dollar am Tag ein. 

Apple muss draußen bleiben

Netflix dürften die Gebühren daher ein Dorn im Auge sein. Jetzt will man etwas dagegen unternehmen: In einigen Ländern testet der Konzern ein neues Anmeldeverfahren. Das klare Ziel: um seine Abo-Anteile zu bringen. Will ein neuer Nutzer ein Konto anlegen, kann er das nicht mehr direkt in der App tun, sondern wird auf die Internetseite von Netflix weitergeleitet. Dort kann er sich mit anderen Zahlungsmitteln anmelden, etwa Paypal oder einer Konto-Abbuchung. Und Apple bleibt außen vor.

Seit Juni bekamen einige Nutzer in zehn Ländern die neue Option angezeigt, berichtet " " unter Berufung auf einen Netflix-Sprecher. Seit dem seien 23 weitere Länder dazugekommen, unter anderem Deutschland. Jeder bekommt das Angebot aber nicht angezeigt, die Nutzer werden zufällig ausgewählt um zu prüfen, wie das Angebot ankommt. Der Test soll noch bis zum 2. September laufen.

Was ist Netflix' Plan?

Eine Begründung für den Strategiewechsel wollte Netflix gegenüber "Techcrunch" nicht nennen. Eine Antwort könnte der letzte Quartalsbericht liefern: Obwohl die Nutzerzahlen immer weiter nach oben gehen, tun sie das längst nicht mehr im selben Tempo noch in den letzten Quartalen, man lag diesmal mit gut 6 Millionen neuen Nutzern sogar unter den Erwartungen. Für das nächste Quartal erwartet Netflix eine noch langsamere Zunahme. Der Gewinn kann also nur weiter steigen, wenn man die Marge erhöht - und stille Teilhaber wie Apple abschneidet.

An sich ist der Schritt nichts Neues: Spotify ließ schon vor Jahren keine Anmeldung über den App Store zu, vorher hatte der Musikstreaming-Dienst Apples Gebühr als Aufschlag an die Kunden weitergegeben. Auch Amazon erlaubt etwa keine neuen Prime-Abos über seine . Und sogar Netflix selbst hat bei Android-Smartphones den Sprung gewagt: Seit Mai können Neukunden nicht mehr über Google Play zahlen. Google verlangt wie Apple in seinem Play Store eine Gebühr von 30 Prozent.

Was ändert sich für die Kunden?

Welche Änderungen Netflix für bestehende Kunden plant, ist noch nicht bekannt. Viel dürfte sich nicht ändern: Bei der Umstellung von Google Play betonte Netflix, dass alle Kunden, die aktuell darüber zahlen, das auch bis zur Stornierung des Abonnements weiter tun können. Allgemein ist die Entscheidung für Kunden trotzdem eher negativ: Sie bieten für die Kunden keinerlei Vorteile, sondern streicht nur Wahlmöglichkeiten. Manche Kunden schätzen etwa die Zahlung über iTunes, weil man alle Abonnements an einem Ort gesammelt haben möchte. Ein späterer Wechsel zu dieser Zahlungsweise wäre dann in Zukunft aber wohl nicht mehr möglich.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.