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Abspaltung: AOLs Mythos stirbt zuletzt

Für CNN-Gründer Ted Turner war AOL einst besser als Sex. An der Börse fängt der Web-Konzern bald wieder ganz von vorne an. Eine Analyse der Zukunftschancen des einstigen Web-Superstars.

Von Felix Wadewitz, Helene Laube und Andrea Rungg

Dieser Job verspricht gute Laune. Der einst erfolgreiche Internetkonzern AOL sucht in New York händeringend nach Reportern für seine neue Nachrichtenseite GNN.com. Das Kürzel steht für "Good News Now": Die Website wird ausschließlich mit positiven Meldungen bestückt. Das ist kein Scherz, sondern die Zukunft von AOL. Das Unternehmen, das einst synonym für das Internet stand, wandelt sich in ein Netzwerk aus unzähligen Special-Interest-Seiten für jede vorstellbare Nische.

Lokalnachrichten, Promi-Klatsch, Sport, Gesundheit, Tiere - alle Interessen will AOL bedienen. Immerhin: Mit der Suche nach neuen Mitarbeitern sorgt AOL mal wieder selbst für eine gute Nachricht. Der einstige New-Economy-Star befindet sich seit Jahren in einem qualvollen Niedergang. Von einst 18.000 Mitarbeitern beschäftigt AOL nur noch rund 5000. Das Kerngeschäft mit den Internetanschlüssen läuft nicht mehr, die Kunden wechseln in Scharen zu anderen Anbietern.

2002 hatte AOL in den USA mit 27 Millionen Abonnenten seinen Höhepunkt erreicht, heute sind es nur noch 5,4 Millionen. Der Umsatz in dieser Sparte sank im dritten Quartal um 29 Prozent auf 138 Millionen Dollar. Auf dem Markt für schnelle Breitbandzugänge fassten Konkurrenten wie Yahoo schneller Fuß. Trends wie die sozialen Netzwerke hat der Onlineriese verschlafen.

Eine bessere Zukunft

Nun soll alles besser werden. Nächsten Donnerstag wird AOL endlich von seiner Konzernmutter Time Warner abgespalten und an der New Yorker Börse gelistet. Time Warner vergibt die neuen AOL-Aktien an seine eigenen Anteilseigner. Die neue Unabhängigkeit will AOL-Vorstandschef Tim Armstrong nutzen, um das Unternehmen in eine bessere Zukunft zu führen.

Armstrong wechselte im März von einem Top-Posten bei Google zu dem verblassenden Mythos. "AOL ist eine Turnaround-Geschichte - um sie zu einem Erfolg zu machen, wird uns Blut, Schweiß und Tränen abverlangt", sagte Armstrong in einem Interview mit der "New York Times".

Armstrong wechselte im März von einem Top-Posten bei Google zu dem verblassenden Mythos. "AOL ist eine Turnaround-Geschichte - um sie zu einem Erfolg zu machen, wird uns Blut, Schweiß und Tränen abverlangt", sagte Armstrong in einem Interview mit der "New York Times".

"Vor AOL liegt ein langer Weg"

Armstrong verkauft die Pläne vor Kunden und Journalisten mit der Begeisterung eines Ferienklub-Animateurs. Eine Neuerfindung des Internets sind seine Visionen aber nicht. "Vor AOL liegt ein langer Weg", sagt Colin Gillis von der US-Investmentberatung Brigantine Advisors. Der Turnaround werde mehrere Jahre benötigen.

Vorerst schafft es AOL an der Börse nicht einmal in den prestigeträchtigen S&P 500 . Dabei war AOL einst mit einem Börsenwert von 240 Millarden Dollar eines der wertvollsten Unternehmen in dem Index - jetzt sind es nur noch rund 3,2 Millarden Dollar.

Die Degradierung wird zur ernsten Belastung: Viele Investmentfonds kaufen nur Aktien aus dem S&P 500 und werden ihre AOL-Anteile nun abstoßen müssen. Dabei könnte es sich um fünf Prozent aller AOL-Aktien handeln, so eine Schätzung der Barclays Bank. AOL wird nun in den S&P-Mid-Cap-500-Index aufgenommen - statt Champions League nur zweite Liga.

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.