HOME

Datenschutz: "Webman" gegen jugendlichen Leichtsinn

Für Jugendliche sind Online-Communities wie StudiVZ und Facebook der "Schulhof des 21. Jahrhunderts". Sie füttern die Netzwerke mit persönlichen Daten und privaten Fotos. Die Kampagne "Watch your web" soll jetzt spielerisch über die Gefahren dieser Offenheit aufklären und den Teenagern vor Augen führen, dass sich im Internet nicht nur Pausenfreunde tummeln.

"Jeder hört mit, jeder guckt mit." Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) weiß, dass das Internet große Gefahren bergen kann und warnt ihre Kinder deshalb vor den Risiken. Die Bundesregierung sieht wachsende Gefahren. Viele Jugendliche ahnen nicht, welche Risiken es gibt, wenn sie sich bei sozialen Netzwerken anmelden und im Netz persönliche Daten austauschen. Damit es möglichst nicht zu Datenmissbrauch kommt, soll nun "Webman" in Aktion treten. Seine Mission: Jugendliche besser schützen. Dazu sollen bei der Kampagne "watch your web", die an diesem Dienstag startet, auch MTV/Viva und die Telekom helfen.

Rund 22 Millionen sind in Deutschland Mitglieder der Netzwerke studiVZ (mit meinVZ und schuelerVZ), Lokalisten und wer-kennt-wen. Dazu kommen mehr als zwei Millionen Mitglieder bei Facebook. Jugendliche, die surfen und Freunde treffen, zeigen sich gern - mit Namen, Daten und Fotos. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht das Internet als "Schulhof des 21. Jahrhunderts". "Es gibt jede Menge Tratsch, Flirts und Reibereien - nur dass die ganze Welt dabei zuschauen kann." Die Gefahr sei, dass jeder die Inhalte und Bilder weiter verbreiten kann. Familienstaatssekretär Gerd Hoofe sagt: "Anders als in der realen Welt können sie nicht mit Sicherheit wissen, wem sie zum Beispiel im Chat ihre Wünsche und Geheimnisse anvertrauen." Und warnt: "Fotos und persönliche Daten, die einmal im Netz sind, bekommt man so schnell nicht mehr raus."

57 Prozent der 12- bis 19-Jährigen sind täglich oder mehrmals pro Woche bei einer "Online-Community" unterwegs, ergab eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest von 2008. Fast drei Viertel der rund 1200 Jugendlichen gaben an, schon Erfahrungen mit Netzwerken gemacht zu haben. Drei Viertel stellen Informationen zu Hobbys und Vorlieben online. 60 Prozent zeigen Fotos von sich, Freunden oder der Familie, bei mehr als 40 Prozent ist die E-Mail-Adresse öffentlich zu finden. Mädchen sind dabei nicht nur öfter in einem Netzwerk, sie stellen laut Umfrage auch mehr Bilder ein.

Aufklärungsarbeit

Mit "watch your web" will die Regierung gemeinsam mit den drei Netzwerken und der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit (IJAB) die Jugendlichen für einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Internet sensibilisieren. Allerdings nicht mit erhobenen Zeigefinger. In vier Videoclips des Regisseurs Robert Thalheim, der mit dem Film "Am Ende kommen Touristen" über Auschwitz bekannt wurde, kämpft Internet-Bösewicht "Data Devil" gegen den Retter "Webman". In den Clips wirken Laienschauspieler der Jüdischen Oberschule Berlin mit. Eine der Kernbotschaften: Das Internet vergisst nichts. Das Innenministerium und der Verein "Deutschland sicher im Netz" warnten erst kürzlich vor Sorglosigkeit im Netz.

Die drei Internet-Netze studiVZ, Lokalisten und wer-kennt-wen haben sich im März einen Verhaltenskodex auferlegt, mit dem sie ihre jugendliche Nutzer besser über Datenschutz aufklären wollen. Ob das reicht, ist unter Datenschützern umstritten. Im Frühjahr löste Facebook einen Streit unter seinen Mitgliedern aus, weil das unbegrenzte Recht auf Daten, Fotos und Videos auf der Kippe stand. Die Nutzer setzten sich durch - zumindest vorerst. (Internet-Kampagne ab 9. Juni: www.watchyourweb.de)

DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.