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Messe I/O: Wie ausgerechnet Google uns unsere Smartphone-Sucht austreiben will

Wir schauen ständig auf unser Smartphone. Google will das nun ändern, mit Selbst-Erziehungsmaßnahmen und Alltags-Erleichterung. Selbst den Anruf beim Friseur erledigt Ihr Smartphone bald alleine - ohne, dass Sie das überhaupt bemerken.

Android P KI Google IO

Seien Sie ehrlich: Wie oft haben Sie heute auf Ihr Smartphone geschaut? Oder auch nur in der letzten Stunde? Der Griff zu den kleinen Kästchen mit den bunten Bildern ist der gesamten Gesellschaft längst tief ins Blut übergegangen. Und unsere Kinder leiden darunter. Ausgerechnet Google will nun, dass wir uns alle mal ein bisschen mehr zusammenreißen - und bringt gleich eine ganze Reihe von Maßnahmen mit.

Denn natürlich ist die Lösung für unseres Technik-Problems - mehr Technik. Zumindest, wenn man die Technik-Konzerne fragt. Auf der hauseigenen Entwicklermesse I/O hat der Google sein neues Smartphone-System Android 9 mit dem Codename "P" gezeigt. Und mit ihm jede Menge Maßnahmen für den Smartphone-Entzug. Einerseits sollen wir Smartphones in Zukunft effektiver nutzen, um uns mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu haben. Und uns andererseits mit ganz einfachen Tricks selbst erziehen.

Selbsterziehungsmaßnahme

Das fängt schon bei der Einstiegs-Frage oben an: Tatsächlich dürften die wenigsten Menschen realistisch beantworten, wie oft und wie lange sie auf das Smartphone schauen und was sie dabei tatsächlich tun. Mit einer neuen Übersicht will Google uns das besser vor Augen führen, inklusive einem Tortendiagramm das unerbittlich klar macht, wie viel Zeit wir am Wochenende dann doch in die Arbeits-Mails gesteckt haben.

Wer sein Verhalten trotz dieser Erkenntnis nicht ändert, kann sich nun harte Grenzen setzen. Wie schon bei den Kinderschutz-Einstellungen kann man sich klare Zeitfristen für einzelne Apps setzen. Ist die Zeit um, wird die App ausgegraut - und lässt sich nicht mehr öffnen. Wer also ständig bei Instagram rumdaddelt, kann sich selbst aus der bunten Bilderwelt aussperren. 

Auch, wer sich ständig im Bett mit dem blauen Glimmen des Bildschirms vom Schlaf abhält, erhält Unterstützung von Google. Teilt man seinem Smartphone mit, dass man zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett will, schaltet es pünktlich zur Frist in einen Graustufenmodus. das Gerät lässt sich zwar mit allen Funktionen nutzen, ist aber längst nicht mehr so attraktiv. Hier erfahren Sie, wie uns die App-Entwickler mit den Farben gezielt süchtig machen - und wie man die Graustufen-Funktion jetzt schon auf dem iPhone oder Android-Smartphone nutzen kann.

Das Smartphone denkt mit - und telefoniert alleine

Doch damit nicht genug. Damit wir die Zeit am Smartphone effektiver nutzen, soll uns Android P auch noch mächtig unter die Arme greifen. Dazu nutzt es teils drastische Mittel. Sagt man Googles Assistant etwa, dass man mal wieder zum Friseur muss, erstellt der Dank künstlicher Intelligenz gleich einen passenden Termin - inklusive automatischem Anruf im Laden. In der Präsentation konnte der Assistant dabei ein komplettes Gespräch führen, inklusive Verhandlung um einen passenden Termin. Der Smartphone-Besitzer bekam davon gar nichts mit. Am Ende erscheint nur ein Termin im Kalender. Das erspart vielleicht Bildschirmzeit - ist aber ganz schön gruselig. 

Die größte Ausrede für den ständigen Blick aufs Display dürfte für uns aber ohnehin das ständige Vibrieren, Piepen und Blinken sein. Schließlich weiß man nie, ob es nicht gerade unglaublich wichtig ist. Auch hier setzt Google an. Mit geringem Aufwand sind sämtliche Meldungen abgeschaltet, die nicht von bestimmten Personen kommen. So ist man für die Kinder immer erreichbar - der Chef kommt aber nicht durch. Liegt das Smartphone mit dem Display nach oben auf dem Tisch und wird umgedreht, wird der Modus mit dem neuen System automatisch aktiviert.

Als Zusatzmaßnahme erkennt das Smartphone, wenn man Notifications einer App regelmäßig ignoriert - und bietet dann an, sie gar nicht mehr zu zeigen. Um im Urlaub mehr Ruhe zu haben, kann man zudem Apps als Arbeitsapps markieren - und alle auf einmal für einen bestimmten Zeitraum stumm stellen.

Gesten und künstliche Intelligenz

Auch sonst ist Android P übrigens sehr ambitioniert. Google hat die Bedienung - orientiert am iPhone X - deutlich mehr auf Wischgesten ausgerichtet. Durch künstliche Intelligenz sollen sich immer mehr Bereiche an das Nutzungsverhalten anpassen. So wird ein Smartphone mit Android P etwa passende Apps oder Kontakte vorschlagen, je nach Nutzung die Akku-Verwaltung optimieren und Nachrichten nach dem eigenen Geschmack zusammentragen. Ein starkes Paket.

Wie immer wird allerdings die Frage sein, wie viele Nutzer tatsächlich in den Genuss des neuen Systems kommen. Die meisten Android-Smartphones erscheinen schon mit veralteten Systemen, Updates sind die Ausnahme. Das im letzte Herbst veröffentlichte Android 8 Oreo ist acht Monate später gerade auf einmal 5 Prozent der Android-Smartphones angekommen. Immerhin scheint Google diesmal etwas aktiver zu sein. Statt wie bislang ein oder zwei Geräte erlauben satte elf die Installation der heute erschienenen Testversion. Trotzdem: Bis uns Google alle von der Smartphone-Sucht geheilt hat, dürfte es noch eine Weile dauern.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.