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Googles Street-View-Gau: Wenn sich die Datenkrake in den eigenen Tentakel beißt

Google steht vor einem PR-Debakel. Wie am Freitag bekannt wurde, haben die umstrittenen Street View-Autos doch private Daten aus drahtlosen Netzwerken eingesammelt.

So kleinlaut hat sich Google- Entwicklungschef Alan Eustace noch nie zu Wort gemeldet: "Wir sind uns bewusst, dass wir hier versagt haben. Es tut uns sehr leid." Eustace musste am Wochenende öffentlich eingestehen, dass der Internet-Konzern über Monate hinweg Datenschnipsel aus privaten WLAN- Funknetzen gespeichert hatte, obwohl Google noch vor zwei Wochen genau das Gegenteil behauptet hatte. Als Konsequenz aus der Datenpanne stellt Google nun das Scannen von Funknetzen komplett ein - doch damit ist das Thema nicht vom Tisch.

Google hatte seine Kamera-Autos, die Fotos für den Dienst Street View aufnehmen, im Jahr 2007 auch mit Funkscannern ausgestattet. Diese Scanner zeichneten auf, welche WLAN-Stationen sich in der Umgebung befinden und verknüpften diese Daten mit der exakten Standort-Information. Damit kann man mobile Geräte wie den iPod touch, die nicht über einen GPS-Empfänger verfügen, in die Lage versetzen, via Google ihre Position zu ermitteln. Dafür müsste Google eigentlich nur die anonyme Identifikationsnummer der WLAN-Stationen erfassen. Die Google-Software speicherte jedoch die kompletten Nutzdaten ("payload data") aus den Netzen auf die Festplatte. Das können E-Mail-Fragmente sein oder Webseiten, die in den jeweiligen Netzen aufgerufen wurden.

Das Eingeständnis rief am Wochenende alle Google-Kritiker auf den Plan, die ohnehin der Meinung sind, dass der Suchmaschinenriese viel zu lax mit den Daten der Internet-Nutzer umgeht. "Der Vorfall zeigt, dass Datenschutz für Google immer noch ein Fremdwort ist", sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) und forderte von Google eine lückenlose Aufklärung. Auch in den USA löste das Eingeständnis von Google Kopfschütteln aus. "Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Google es bis heute nicht wirklich verstanden hat, mit den gigantischen Datenmengen umzugehen, die das Unternehmen eingesammelt hat", erklärte Jeffrey Chester, Direktor der Organisation "Center for Digital Democracy".

Heikel bei der WLAN-Schnüffelaktion sind weniger die Daten, die Google eingesammelt hat. Da der Funkscanner fünfmal in der Sekunde den Kanal wechselt, handelt es sich in der Regel um kleinste Datenschnipsel. "Das erinnert mich an das Gerücht, die Buletten in McDonalds-Produkten würden aus Regenwürmern gemacht. Kinder, das ist viel zu aufwändig. Die kann man viel leichter aus Kühen machen", schreibt der Darmstädter IT-Consultant Volker Weber in seinem Blog. "Und Google kann Mails viel leichter lesen, wenn sie wollen. Die speichern nämlich aktuell bis zu 7454 Megabyte für jeden, der ein kostenloses Postfach haben will."

Viel gravierender erscheint den Fachleuten, dass im aktuellen Fall bei Google die Qualitätssicherung in der Software-Entwicklung kläglich versagt hat. Wie kann es sein, dass der Code aus einem "privaten, experimentellen Projekt eines Google-Mitarbeiters" Eingang in die Scan-Software in den Street-View-Autos gefunden hat? Warum blieb dieser Fehler über viele Monate hinweg unentdeckt? In dieser offenen Wunde stocherte auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar: "Eines der größten Unternehmen der Welt, der Weltmarktführer im Internetbereich, hat die ganz normalen Regeln bei Entwicklung und Einsatz von Software nicht beachtet."

Für die Google-Verantwortlichen ist die Datenpanne mit dem öffentlichen Kniefall und dem Stopp der Scan-Fahrten nicht erledigt. Da sich die Festplatten mit den gespeicherten WLAN-Daten bereits in den USA befinden, muss nun zunächst geklärt werden, ob und wie Google überhaupt die Daten löschen kann. Die könnten ja auch Beweismittel in einem möglichen Strafverfahren gegen den Internet-Konzern sein.

DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.