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Weltneuheit "Instaview": Warum ausgerechnet ein Kühlschrank das heißeste Gerät der IFA war

Wenn man die IFA in Berlin besucht, hofft man eigentlich auf den einen, großen Knall. Der fiel in diesem Jahr weitgehend aus. Tolle Technik und kleine Überraschungen gab es trotzdem. An ganz unerwarteter Ecke.

IFA 2016 Neuheiten IFA Kühlschrank

Der LG Smart Instaview ist eine der spannendsten Neuheiten der IFA 2016

In den letzten Jahren entwickelte sich die IFA auch international zu einer der wichtigsten Technikmessen weltweit. Ob Fernsehneuheiten, Hammer-Smartphones oder eine komplett neue Vision, wie die Zukunft aussehen könnte: In den letzten Jahren hatte die Messe eigentlich immer tolle Entwicklungen zu bieten. Dieses Jahr wurden vor allem Trends der letzten Messen fortgesetzt. Ob Smartphones, Virtuelle Realität oder Vernetzung: Fast alles war in erster Linie eine konsequente Weiterentwicklung, echte Überraschungen fehlten weitgehend. Und darum ist ausgerechnet ein Kühlschrank das heißeste Gerät der Messe.

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Der kommt von LG, hört auf den Namen "Smart Instaview" – und zeigt, wie die smarte Küche tatsächlich mal aussehen könnte, inklusive echtem Mehrwert. Und dazu ist er auch noch wirklich cool. Das ist leider nicht so selbstverständlich, wie man hoffen würde. Denn obwohl seit Jahren auf Technik-Messen smarte Hausgeräte gezeigt werden, konnten nur die wenigsten für einen Wow-Moment sorgen. Meistens wirkte die Vernetzung einfach nicht durchdacht oder der Nutzen fehlte gleich ganz. Cool waren auch nur die wenigsten Geräte. Das ist beim Instaview anders. 

 

Und dann kommt das "Wow"

Dass der Instaview schon auf den ersten Blick als futuristischer Hingucker wirkt, liegt zunächst einmal an dem riesigen 29-Zoll-Display, das LG in der Tür verbaut hat. Das lässt sich wie ein herkömmlicher Kühlschrank mit Notizen versehen. Statt Zettel gibt es animierte Bubbles, die sich beliebig hin- und herschieben lassen. Zum Geburtstag oder zu anderen Anlässen feuert der Instaview schon mal ein digitales Feuerwerk ab. Wer mehr machen möchte, schaltet den Modus um – und hat plötzlich einen waschechten Tablet-PC mit Windows 10 vor sich. Der kann alles, was der normale Rechner auch kann, von E-Mails über surfen bis zum Film beim Kochen.

Auch Tablets im Kühlschrank gab es schon. Der Wow-Effekt kommt deshalb erst, wenn man mit einem Knöchel gegen das Display klopft. Dann ist das Display nämlich plötzlich transparent – und gibt den Blick auf das beleuchtete Innere des Kühlschranks frei. LG hat es tatsächlich geschafft, in seinem Prototyp einen transparenten Bildschirm zu verbauen. Eine Version ohne Tablet aber mit klopf-transparenter Tür will LG schon jetzt in den Handel bringen.

So sieht man mit einem Blick, ob man doch noch Milch kaufen muss. Zumindest, wenn sie weit genug vorne steht. Der Instaview ist nämlich ungewöhnlich tief. Ob die Milch schlecht wird, sagt einem der Kühlschrank auch. Aber nur, wenn man ihm zuvor das Ablaufdatum verraten hat. Das muss man immer noch von Hand auf der virtuellen Tastatur einpflegen. Spracheingabe oder ein schnelles Scannen der Packung unterstützt das Gerät bislang nicht. Aber irgendwas muss man sich ja auch noch für nächstes Jahr aufheben.

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