HOME

Internet: Neuer Millennium-Preis an Internet-Pionier Berners-Lee

Der Preis wird für herausragende technologische Leistungen vergeben, die das Alltagsleben positiv verändert haben. Der Physiker Tim Berners-Lee war maßgeblich an der Entwicklung des World Wide Web (WWW) beteiligt.

Der britische Physiker Tim Berners-Lee (48) erhält als Erster den neu gestifteten Millennium-Technologiepreis für seine bahnbrechenden Leistungen bei der Entwicklung des World Wide Web (WWW). Wie die Preisjury in Helsinki weiter mitteilte, soll die Auszeichnung künftig alle zwei Jahre für herausragende technologische Leistungen vergeben werden, die das Alltagsleben positiv verändert haben. Mit einer Million Euro gehört der Preis zu den weltweit am höchsten dotierten Auszeichnungen für Technik und Wissenschaft.

"Das Web ermuntert das Anknüpfen an neue soziale Netzwerke, fördert Transparenz und Demokratie und eröffnet neue Möglichkeiten für das Informationsmanagement und die Geschäftsentwicklung", sagte der finnische Jury-Chef Pekka Tarjanne zur Begründung.

Berners-Lees Web ist seit 1991 der Öffentlichkeit zugänglich

Der jetzt in den USA am berühmten Bostoner Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeitende Berners-Lee hatte als junger Physiker einen Weg gefunden, mit dem Internetnutzer per Mausklick von einem Dokument zum nächsten springen können. Diese Entwicklung machte spezielle technische Kenntnisse bei der Nutzung von Informationen aus dem Computernetz weitgehend überflüssig. 1991 wurde das daraus resultierende Web am Europäischen Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zunächst nur für sich und seine CERN-Kollegen hatte Berners-Lee 1989 das so genannte W3-Protokoll geschrieben. Es legt fest, wie unterschiedliche Computertypen Texte, Bilder oder andere Daten austauschen. Teil von W3 sind die so genannten Hyperlinks - Verweise, die über einen Mausklick ein neues Dokument öffnen. Um Daten über weite Entfernungen zu transportieren, nutzte Berners-Lee das bereits vorhandene Internet. Im Internet stellen Kabel und Satelliten die Verbindungen zwischen zehntausenden Computernetzwerken her. Das WWW ist inzwischen der populärste Dienst im Internet und wird oft identisch mit dem Begriff Internet gebraucht.

HTML ist mittlerweile eine Standardsprache im World Wide Web

Die Sprache, in der die Dokumente des WWW geschrieben sind, trägt den Namen HTML (Hypertext Markup Language). Berners-Lee programmierte auch den ersten Browser. Browser stellen die in HTML geschriebenen Dokumente am Bildschirm dar. HTML und seine Abkömmlinge sind längst zur Standardsprache im World Wide Web geworden. Zahlreiche Firmen und Behörden nutzen die Hyperlink-Technik zudem, um ihre internen Netzwerke zu organisieren, den Wareneinkauf zu regeln oder Güter über das Internet zu verkaufen.

Berners-Lee soll den Preis Mitte Juni im Rahmen einer Technologie-Konferenz in der finnischen Hauptstadt überreicht bekommen. Das Preisgeld stammt teils aus staatlichen Zuschüssen und teils von privaten Sponsoren. Es wird von einer privaten Stiftung verwaltet. Dem Preiskomitee gehören vier finnische Forscher und vier aus den USA, Japan, Frankreich und Schweden an.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.