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Internet-Sucht: Das Web als Droge

Über vier Prozent der Deutschen mit Netzzugang seien Internet-süchtig, meldet die Hessische Landesstelle für Suchtfragen: das entspreche rund einer Million Menschen.

Hektisch klickt sich der junge Mann durch das Internet, seine Augen glänzen vom langen Starren auf den Monitor. Nach einer Nacht vor dem Computer endet die Surf-Tour und draußen bricht der neue Morgen an. "Das ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen tauschen die virtuelle Welt gegen das persönliche Umfeld ein", sagt Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Rund eine Million Deutsche sind nach Expertenschätzung bereits süchtig nach dem "www", Tendenz steigend.

"Treffen kann es jeden"

Drogen, Kaufrausch, Glücksspiel - die Sucht kennt viele Gesichter. Und alle haben eines gemein. "Die Betroffenen verlieren die Kontrolle über sich selbst, dürsten nach immer mehr und vernachlässigen ihr soziales Umfeld", erläutert Hüllinghorst. Ob Mann oder Frau, Teenager oder Mitdreißiger, Schüler oder Geschäftsmann - alle seien gefährdet. In vielen Studentenwohnheimen gibt es bereits einen kostenlosen Highspeed-Internetzugang. Damit sinke die Einstiegsschwelle. "Aber auch auf dem platten Land ist das schnelle Internet mittlerweile verfügbar", berichtet der Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren, Wolfgang Schmidt. Während torkelnde Alkoholiker meist auffallen, fristen Internet-Junkies ein Schattendasein vor dem heimischen PC und unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Informationsbanner als Hilfe

Mit billigeren Computern und Flatrates, kostenloser Zugangssoftware und schnellen Datenverbindungen drohen immer mehr Menschen in die Abhängigkeit zu rutschen. Die Angebote scheinen verlockend. In so genannten Chatrooms tauschen sich wildfremde Menschen unter Fantasienamen über intimste Gefühle aus, ohne ein Stück ihrer Identität preiszugeben. Schillernde Animationen, Spiele, Erotik-Angebote und Werbe-Pop-Ups verlocken zum wahllosen Stöbern. "Es ist eine seelische Abhängigkeit, die Angst etwas zu verpassen. Einen Wecker neben den Computer zu stellen, reicht längst nicht aus", sagt Schmidt. DHS-Chef Hüllinghorst plädiert deshalb für Informationsbanner auf den Websites: "Achtung! Wie lange sitzen Sie schon am Computer?"

Sechs Indikatoren

Doch ganz so einfach ist es nicht. Der Grat zwischen Amusement und Abhängigkeit ist schmal. Bislang gibt es kaum Studien über Internetsucht und nur wenige Erhebungen über die Zahl der Erkrankten. Als Vorreiter in Deutschland gilt der Leiter des Münchener Therapiezentrums für Internet-Abhängige, Oliver Seemann. Er entwickelte sechs Kriterien, anhand derer Gefährdete ihr Suchtpotenzial einschätzen können. Eindeutige Indikatoren sind danach: Starkes Verlangen zum Internetgebrauch, Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, deutliche Probleme im direkten sozialen Leben wegen der häufigen Nutzung des Internets, starker Rückzug aus dem privaten Umfeld und Fortsetzung des schädlichen Verhaltens.

Über eine Million Süchtige

In einer Online-Umfrage beantworteten 4,6 Prozent fünf dieser Fragen mit Ja und gelten damit als abhängig. Nach dieser Hochrechnung gäbe es in Deutschland sogar 1,5 Millionen Internet-Süchtige. "Ein Gesunder geht zur Kontaktsuche vielleicht in den Biergarten, ein Süchtiger sucht im Internet. Wird’s zu heiß, drückt er die „Enter„- Taste und raus ist er", sagt der Psychiater. Die permanente Surflust wollen die Mediziner jetzt für einen neuen Therapieansatz nutzen, erklärt der Chef der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren, Olaf Rilke. Statt sich bei einem Psychologen oder Psychiater auf die Couch zu legen, sollen die Abhängigen in die Online-Sprechstunde kommen - anonym und unverbindlich.

Tobias D. Höhn / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.