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Weihnachtsclip-Remake Wenn Trump auf Hillarys Trampolin springt

"Ohhhhh, das Weiße Haus, so greifbar nah!", freut sich Klein-Hillary zunächst noch ...
"Ohhhhh, das Weiße Haus, so greifbar nah!", freut sich Klein-Hillary zunächst noch ...
© Screenshot JOE.co.uk
Nur einen Tag nach der von den Briten freudig erwarteten schönsten Werbekampagne des Jahres ist bereits ihr Remake online. Und in dem spielen neue Protagonisten mit: Trump, Obama und Clinton im Kampf ums – Trampolin.

Erst am 10. November ist die diesjährige Weihnachtskampagne für Englands Kaufhauskette John Lewis erschienen, ein TV-Werbeformat, mit dem die Marke seit 2007 die Herzen der Briten rührt – und inzwischen auch die anderer Nationen. Die ergreifenden Fernsehclips eignen sich hervorragend, um sich über die sozialen Medien zu verbreiten und den Menschen in allen Ländern Tränen der Rührung in die Augen zu treiben.

Den viralen Zündstoff nutzte in diesem Jahr eine andere Seite, indem sie ein Remake produzierte, das auch sofort einschlug: JOE.co.uk, die laut Eigenauskunft "Inhalte für britische Männer" verbreiten, erreichten über Facebook mit ihrem nur einen Tag später veröffentlichten Aufguss bereits mehr als 95 Millionen Zuschauer, wurden 1,4 Millionen mal geteilt und erhielten mehr als 125.000 Kommentare. Die Idee ihres Clips: Sie ersetzten die Protagonisten der Lewis-Werbung durch die Politiker, die derzeit alle bewegen: Trump, Clinton und Obama. Um die zynische Verwandlung der Lewis-Werbung genießen zu können, muss man allerdings das Original kennen. 

Fußball, Schnaps, Boxen und Politik sind die Themen, mit denen sich "JOE" in der Regel beschäftigt. Anrührende, herzergreifende Inhalte bilden eher die Ausnahme. Also treten einem konsequenterweise bei "All Hillary wanted for Christmas was the White House" auch keine Tränen in die Augen, es bleibt einem eher das Lachen im Halse stecken. Wie enttäuscht die kleine Hillary guckt, als am Weihnachtsmorgen Trump, der alte Hund, auf ihrem Geschenk herumspringt! Und wie viel Spaß er hat! Und wie schadenfroh er guckt!

Nachdem die Briten schon über ihre eigene Brexit-Katastrophe gewitzelt hatten, dass die USA das natürlich mit noch etwas viel Schlimmerem toppen mussten, ist die Verfremdung der Weihnachtskampagne von John Lewis dagegen schon fast wieder (nur) süß. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

bal

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