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Werbe-Panne bei Heinz: Porno-Code auf Ketchup-Flasche

Porno-Patzer für Ketchup-Hersteller Heinz: Auf einer Werbe-Seite konnten Kunden ihre eigene Ketchup-Flasche gestalten. Jetzt beschwert sich ein Kunde bei Facebook. Der Code auf der Flasche führt zu einem Schmuddel-Portal.

Von Malte Mansholt

Eine Reihe von Ketchup-Flaschen der Marke Heinz stehen nebeneinander.

Statt seine Ketchup-Flasche designen zu können, landete der Kunde auf einer Porno-Seite

Eigentlich war die Werbekampagne eine nette Idee: Bei "Sag's mit Heinz" konnten sich Nutzer mit wenigen Klicks im Internet eine eigene Ketchup-Flasche gestalten und dann nach Hause schicken lassen. Toll, dachte sich vor wenigen Wochen ein Nutzer und scannte den auf seiner Flasche abgedruckten QR-Code. Doch dann staunte er nicht schlecht: Statt auf die Aktionsseite führte das schwarz-weiße Bildchen den Mann auf die Pornoseite "Fundorado". Dort gab es statt des erhofften Ketchups Cam-Girls und Sex-Filmchen.

Wie die "Bild" berichtet, nahm der Kunde per Facebook Kontakt zu dem Ketchup-Hersteller auf. Der konnte die ungewollte Umleitung schnell klären: Bei der Flasche handelte es sich um einen Restbestand, die Aktion war längst abgelaufen. Die individuellen Flaschen-Designs waren nur von 2012 bis 2014 zu bekommen, Heinz hatte dafür eine eigene Internetseite gemietet. Mit der Werbekampagne hatte der Konzern auch die verlinkte Internetadresse abgeschaltet - und die hatte sich nun der Erotik-Anbieter geschnappt und mit der Porno-Umleitung versehen.

Heinz entschuldigt sich für den Porno-Vorfall

Dem Ketchup-Produzenten ist die ganze Angelegenheit entsprechend peinlich. Es sei der „denkbar ungünstigste Fall“ eingetreten, zitiert "Bild" einen Unternehmenssprecher. Wie viele der mittlerweile falsch verlinkten Flaschen noch im Handel sind, ist unbekannt. Gegen die Umleitung selbst kann Heinz indes nichts unternehmen, der Konzern konnte sich lediglich bei seinem enttäuschten Kunden entschuldigen. Er darf sich jetzt trotz Ablauf der Aktion eine eigene Flasche gestalten und bekommt sie kostenlos zugeschickt. Auch von Fundorado könnte er Trost erhalten: Das Porno-Portal hat ihm eine kostenlose Jahresmitgliedschaft angeboten.


In Zukunft dürfte sich Heinz vermutlich an den Rat seines Kunden halten: Der hatte bei Facebook völlig richtig angemerkt, dass der Erhalt einer Aktions-Seite über das Ende der Kampagne hinaus kaum etwas kostet - und im Zweifelsfall peinlichen Ärger erspart. 

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