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Video on Demand: Manchmal sogar legal für lau

Statt in die Videothek zu gehen, können Filmfreund auch einfach den PC anschalten: Video on Demand bietet über das Internet verschiedene Möglichkeiten, sich mit bewegten Bildern zu versorgen. Manchmal sogar ohne Kosten.

Video on Demand wächst. Immer mehr Anbieter offerieren legale Videodownloads gegen Bezahlung. Angeboten werden neben Spielfilmen zum Beispiel Dokumentationen, Serien oder Lernvideos. Die Filme kosten zwischen 1,50 und 14,99 Euro.

Der Nutzer hat die Wahl, ob er die Filme nur leihen oder auf Dauer behalten will. Von der Video-on-Demand-Plattform des Telekommunikationsanbieters Arcor in Eschborn werden monatlich rund 10.000 Filme heruntergeladen. "Wir bieten Kino per Mausklick", sagt Arcor-Pressesprecher Paul Gerlach. Die Filme können am Computerbildschirm, am Fernseher oder über einen Beamer angesehen werden. Was die Hardware angeht, werde nur das benötigt, was die meisten Konsumenten zu Hause stehen haben. Voraussetzung für den Film aus dem Internet ist allerdings ein DSL-Anschluss.

Für den legalen, kostenpflichtigen Videodownload gibt es derzeit zwei verschiedene Techniken: Video-on-Demand und Download-to-own. Bei Video-on-Demand kann der Benutzer einen Film herunterladen und ihn schon während der Herunterladens ansehen. Die Videodatei wird nach einer gewissen Zeit unbrauchbar. Auf diese Weise funktionieren die Plattformen von Arcor, One4movie und T-Online.

Kaufen statt leihen

Die Videoplattform der Firma in2movies in Hamburg funktioniert nach dem Download-to-own-Prinzip. Das heißt, dass die Filme dauerhaft im Besitz des Kunden bleiben und immer wieder angesehen werden können. Dafür ist ein einzelner Download meistens teurer als bei Video-on-Demand.

Wer die Plattform von in2movies benutzen will, muss zunächst eine so genannte Peer-to-Peer-Software auf dem eigenen Rechner installieren. Peer-to-Peer bedeutet, dass nicht alle Dateien von einem zentralen Server heruntergeladen werden, sondern dass jeder Benutzer ausgewählte Dateien, die sich auf seiner Festplatte befinden, dem gesamten Netzwerk zur Verfügung stellt.

"Im Moment bietet in2movies rund 350 Filme und TV-Episoden an", sagt Christof Wesp, Marketing Director und kommissarischer Geschäftsführer von in2movies. "Die Qualität der Filme ist vergleichbar mit DVD-Qualität", so Wesp.

Legal für lau

Neben den kostenpflichtigen Video-Downloads gibt es auch kostenlose Angebote, die dennoch legal sind. Beispielsweise bietet die Mediathek des ZDF in Mainz unter anderem Videostreams von Nachrichtensendungen, Dokumentationen, Fernsehratgebern und Fernsehserien an. "Downloaden und speichern von Videostreams ist allerdings aus rechtlichen Gründen nicht möglich", sagt Jürgen Kleinknecht, Projektleiter in der ZDF-Hauptredaktion Neue Medien.

Erst mal den Bedarf checken

Karin Thomas-Martin, die in Ulm als Beraterin für die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg arbeitet, rät, sich für Videodownloads nicht langfristig an einen bestimmten Anbieter zu binden: "Man sollte erstmal ausprobieren, ob man das überhaupt regelmäßig nutzt."

Juliane Mroz/DPA / DPA
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