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Webattacke: Hacker verhindern öffentlichen Selbstmord

Ein Rockkonzert mit einem öffentlichen Selbstmord eines Todkranken wurde verschoben, nachdem die geplante Übertragung ins Internet von Hackern verhindert wurde.

Ein Rockkonzert mit einem öffentlichen Selbstmord eines Todkranken als Teil der Bühnenshow ist nach Angaben der US-Musikgruppe „Hell on Earth“ verschoben worden. Das Konzert sollte am Samstagabend im Internet übertragen werden.

Auf der Internetseite der Gruppe hieß es am Samstag, sowohl das Konzert in St. Petersburg im Bundesstaat Florida als auch der Selbstmord würden nun in einer Woche stattfinden. Medienberichten zufolge war die Internetseite von Hackern angegriffen worden. Am Sonntag war die Seite nicht erreichbar.

Der Frontmann der Gruppe, Billy Tourtelot, hatte zuvor angekündigt, ein todkranker Freund werde sich während des Konzerts auf der Bühne töten. Damit wollte der Musiker nach eigenen Worten seine Unterstützung für Sterbehilfe demonstrieren. Das Konzert sollte Tourtelot zufolge an einem geheimen Ort stattfinden, nachdem der Manager eines Auftrittsorts in St. Petersburg die zunächst dort geplante Veranstaltung abgesagt hatte.

Der Stadtrat von St. Petersburg hatte am Montag vergangener Woche per Verordnung öffentliche Selbstmorde verboten. Ein Gericht hatte zudem eine einstweilige Verfügung gegen den Selbstmord auf dem Konzert erlassen. Auch der Gouverneur von Florida, Jeb Bush, hatte auf ein Gesetz des Bundesstaates verwiesen, das die Unterstützung von Selbstmorden unter Strafe stellt. Er hatte Mitgliedern der Gruppe mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.