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Messenger nun im Browser verfügbar Das müssen Sie über Whatsapp fürs Web wissen


WWWhatsapp: Die beliebte App wagt den Sprung auf den PC. Nun ist es möglich, den Messenger im Browser zu nutzen. Das funktioniert allerdings nur eingeschränkt - und Apple-Nutzer schauen in die Röhre.
Von Christoph Fröhlich

Mehr als 700 Millionen Nutzer chatten weltweit über den Messenger Whatsapp. Das ging bislang nur mit der passenden Anwendung auf dem Smartphone, nun holen die Entwickler der App zum Rundumschlag aus: Wie das Unternehmen in einem Blogeintrag auf der offiziellen Homepage mitteilt, können Nutzer ab sofort auch am PC weiterchatten. Dafür stellt Whatsapp unter www.web.whatsapp.com eine speziell angepasste Desktop-Version seines Nachrichten-Tools zur Verfügung. "Unser Web-Client ist eine Erweiterung des Telefons", heißt es in dem Blogeintrag.

Bislang funktioniert das Web-Whatsapp allerdings nur mit Googles Chrome-Browser für PC, Android, Windows Phone und BlackBerry. Für iPhone-Nutzer stehe das Angebot allerdings nicht zur Verfügung, weil es Einschränkungen auf der Apple-Plattform gebe, schreiben die Entwickler.

Komplizierte Kopplung

Um das eigene Whatsapp-Profil mit dem Browser zu verknüpfen, müssen die Nutzer über die Smartphone-App einen im Chrome-Browser angezeigten QR-Code abfotografieren. Zudem muss das Smartphone während der gesamten Nutzung des Webclients mit dem Internet verbunden bleiben, sonst reißt auch die Verbindung im Chrome-Browser ab.

Besonders komfortabel ist das nicht. Doch die umständliche Smartphone-PC-Kopplung ist notwendig, weil Whatsapp nur auf die Handy-Nummer zurückgreift statt eines Profils mit Benutzername und Passwort wie bei anderen Diensten. Alle Nachrichten blieben weiterhin auf dem Telefon, erklären die Entwickler.

Das heißt im Klartext: Die Nachrichten werden nur vom Smartphone auf den PC gespiegelt. Ohne Handy geht nichts. Für die Datensicherheit ist das vorteilhaft, doch das System hat auch Nachteile: Ist das Smartphone nicht im Wlan angemeldet, sondern nur via Mobilfunk mit dem Internet verbunden, wird das bei der Kopplung verbrauchte Datenvolumen vom eigenen Datenkontigent abgezogen.

Die 23-Milliarden-Dollar-App

Whatsapp wurde im vergangenen Jahr für fast 23 Milliarden Dollar vom weltgrößten Online-Netzwerk Facebook übernommen. Die App soll aber eigenständig betrieben werden und die Nutzerdaten vom Rest der Facebook-Welt abgeschottet bleiben. Von Whatsapp wurde auch schon seit einiger Zeit eine Funktion für Sprachtelefonie in Aussicht gestellt, die aber noch auf sich warten lässt.

mit Agenturen

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