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Neuer Mobilfunkstandard 5G: Große Untersuchung der Stiftung Warentest: Ist Handystrahlung gefährlich?

Mit 5G steht der nächste Mobilfunkstandard bereit. Doch was bedeutet die neue Technologie für unsere Gesundheit? Wie gefährlich ist die Strahlung von Smartphones? Stiftung Warentest fasst den aktuellen Stand zusammen und erklärt, wie sich Verbraucher schützen können.

Wie schädlich ist Handystrahlung? Die Stiftung Warentest hat eine Vielzahl von Studien ausgewertet (Symbolbild).

Wie schädlich ist Handystrahlung? Die Stiftung Warentest hat eine Vielzahl von Studien ausgewertet (Symbolbild).

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Die Debatte ist so alt wie das Mobiltelefon an sich: Wie schädlich ist die mit einer Nutzung einhergehende Strahlenbelastung für Menschen? Immerhin nutzen hierzulande mittlerweile acht von zehn Menschen ein Smartphone. Sie tragen es den Großteil des Tages mit sich herum, legen es sogar beim Schlafen neben sich auf den Nachtschrank. Mit fortschreitender Digitalisierung werden in Zukunft nicht nur unsere Telefone nonstop mit dem Internet verbunden sein, sondern auch Industriemaschinen, Haushaltsgeräte und Autos. Möglich wird das durch den neuen Mobilfunkstandard 5G.

5G gilt als das Netz der Zukunft. Es soll ultraschnell sein, in kürzester Zeit lassen sich riesige Datenmengen übertragen. Einige Experten fürchten jedoch, dass die Strahlenbelastung und damit einhergehend mögliche Gesundheitsrisiken zunehmen werden. Doch wie berechtigt sind diese Sorgen? Die Stiftung Warentest hat den aktuellen Stand der Wissenschaft zusammengetragen.

Die gute Nachricht vorneweg: "Laut den Forschungserkenntnissen besteht kaum Grund zur Sorge", schreibt Warentest. Um zu diesem Schluss zu kommen, wertete die Verbraucherstiftung zahlreiche Studien aus und sprach mit Experten: "Wir ließen Aussagekraft und methodische Qualität der neuen Tierstudien von Toxikologen begutachten. Außerdem haben wir insgesamt die Studienlage zu Mobilfunk und Gesundheit gesichtet. Dann erörterten wir unsere Fragen und Einschätzungen mit einer Expertenrunde. Daran nahmen Wissenschaftler und Ärzte teil - auch kritische - sowie Behördenvertreter."

Warentest gibt Entwarnung

Im vergangenen Jahr wurden sehr große Tierstudien veröffentlicht, bei denen Mäuse und Ratten über Stunden hinweg am ganzen Körper Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren. Beide Studien fanden Hinweise auf erhöhte Raten an Hirntumoren. Doch es gibt viele offene Fragen und es ist unklar, ob sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Das Fazit von Warentest: "Eine praktisch relevante Gesundheitsgefährdung von Menschen lasse sich durch die Ergebnisse nicht ableiten."

Auch die Ergebnisse von Studien an Menschen seien kein Anlass zur Beunruhigung, so die Experten: "In einigen Studien nahmen einzelne Tumorunterformen zu, anderen sanken." Wichtig sei jedoch, dass Forscher die Entwicklung im Auge behalten, da Krebs eine Krankheit sei, die langsam entstehe. "Das bedeutet Restrisiken, nach jetzigem Wissen aber geringe."

Das können Sie tun

Wer sich vor einer zu hohen Mobilfunkstrahlungs-Intensität schützen möchte, sollte beim Smartphone ansetzen. Denn nur vier Prozent der Mobilfunk- und verwandten Strahlung, die das Gehirn abbekommt, stammt aus "körperfernen Quellen" wie Sendemasten, schreibt Warentest. Ein Tipp: Achten Sie auf den Empfang, denn Smartphones passen die Sendeleistung an die Stärke des Netzes an. Heißt konkret: Je schlechter die Netzabdeckung, desto stärker funkt das Handy. Im Zug oder im Auto ohne Außenantenne sollte man sich deshalb mit dem Telefonieren zurückhalten. Zudem gilt: Je weiter das Gerät entfernt ist, desto besser. Um die Strahlungsintensität zu senken, empfiehlt Warentest (kabelgebundene) Headsets.


Mehr Informationen zum Thema Mobilfunkstrahlung finden Sie direkt bei Stiftung Warentest.


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