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Discounter Ab 160 Euro: Aldi haut wieder iPhones raus - aber macht man wirklich ein Schnäppchen?

Sehen Sie im Video: Fakten über Discounter: So tickt der Aldi-Konzern.




1946 übernahmen die beiden Brüder Karl und Theo den kleinen Krämeraden ihrer Eltern in Essen-Schonnebeck.


So entstand Aldi aus einem Tante-Emma-Laden.


1961 trennten die Gebrüder Albrecht den Konzern in Aldi-Nord und Aldi Süd auf.


Der Äquator verläuft seither vom Niederrhein über Mühlheim, Marburg, Siegen und Gießen nach Osten bis nördlich von Fulda.


Die Gebrüder Albrecht machte ihr Geschäft zu den reichsten Deutschen.


Auf 13,5 bzw. 18 Milliarden Euro wird das Privatvermögen der Erben geschätzt.


Für Aldi Nord arbeiten mehr als 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, für Aldi Süd 47.000, die insgesamt etwa 30 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.


Die Zusammenarbeit mit Banken ist weitestgehend tabu. Kredite – und damit Schilden – sind verpönt.


Aldi bietet seinen Käufern gerade einmal tausend verschiedene Artikel.


Eine Edeka-Filiale führt je nach Größe bis zu 35.000 Artikel.


Alle Filialen sind gleich aufgebaut. Die gleichen Produkte stehen an denselben Stellen im Regal.
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Discounter Aldi hat wieder iPhones im Angebot. Diesmal gibt es gleich vier verschiedene Modelle, teilweise sogar mit verschiedenen Speichergrößen. Ein Schnäppchen ist aber nicht jedes der Grabbeltisch-iPhones.

Wer ein iPhone will, muss dafür Geld auf den Tisch legen. Obwohl es mit dem iPhone SE auch ein verhältnismäßig günstiges Gerät gibt, sind Apples Premium-Smartphones im Vergleich mit anderen Marken nach wie vor relativ teuer. Die Preise fallen längst nicht so schnell wie bei der Konkurrenz mit Android. Das sorgt dafür, dass Aktionen wie aktuell bei Aldi schnell Aufmerksamkeit erzeugen. Aber macht man dort wirklich ein Schnäppchen?

Das hängt sehr vom gewählten Modell ab. MitiPhone 6, iPhone 6s, iPhone 6s Plus und iPhone 7 hat Aldi aktuell gleich vier Modelle im Angebot, bei einigen gibt es zudem noch unterschiedliche Speicherausstattungen zur Wahl. Und längst nicht jedes der vier Modelle ist auch empfehlenswert. 

Eine Frau schaut skeptisch ihr iPhone an
Mit dem iPhone 6s Plus hat Apple auch ein großes Modell im Angebot
© champja/Getty Images

Keine Neuware

Das liegt auch daran, dass es sich nicht um Neuware handelt. Aldi verkauft in seinem Online-Shop "generalüberholte Modelle", also solche, bei denen der Discounter die Technik geprüft und defekte Teile ausgetauscht hat. Nach Angaben von "Computerbild" sollen die verbauten Displays und Akkus bei der Qualität mit Originalteilen mithalten können. Trotzdem verweist Aldi selbst darauf, dass die verkauften Geräte kleine Kratzer und ähnliches aufweisen können. Ein nagelneues Gerät darf man nicht erwarten.

Und auch mit weniger Ansprüchen ist ein Schnäppchen nicht garantiert. So ist das iPhone 6 mit einem Preis von nur 160 Euro zwar das mit Abstand günstigste Modell, von einem Kauf ist aber klar abzuraten. Das hat gleich drei Gründe. Zum einen hat das mittlerweile sechs Jahre alte iPhone 6 schon das letzte Update auf iOS 13 nicht erhalten, läuft also schon beim Kauf auf einem veralteten System. Zweitens ist der Speicher mit 16 GB viel zu klein. Und drittens ist der Preis nicht mal attraktiv: Seit Monaten gibt es das Modell im Netz bereits ab 160 Euro - als Neuware.

Der beste Deal: iPhone 6s

Beim iPhone 6s und seinem Plus-Modell lässt sich aber durchaus ein guter Deal machen. Die beiden Modelle laufen noch mit dem aktuellen iOS 13, könnten nach jüngsten Gerüchten im Herbst sogar ein Update auf iOS 14 bekommen. Prozessor und Kamera sind zwar klar angestaubt, für ein Schnäppchen-Modell aber noch in Ordnung. Mit mindestens 64 GB fällt der Speicher für die meisten Nutzer groß genug aus.

Vor allem ist aber der Preis attraktiv. Mit 200 Euro für das 64-GB-Modell in 4,7 Zoll liegt Aldi zwar nur gut 30 Euro unter dem sonstigen Internetpreis, bei der Variante mit 128 GB für 230 Euro sind es aber schon gute 100 Euro Ersparnis. Auch das iPhone 6s Plus mit 5,5-Zoll-Display ist im Vergleich günstig: 280 Euro verlangt Aldi für 128 GB, mindestens 370 Euro kostet dieses Modell auf anderen Seiten.

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Kein Schnäppchen beim iPhone 7

Das iPhone 7 lohnt sich dagegen nicht. Das letzte iPhone mit Metallrückseite ist zwar technisch noch vergleichsweise fit, bekommt im Herbst sehr sicher noch das Update auf iOS 14. Das macht es grundsätzlich zu einem ordentlichen Einsteiger-iPhone. Der Preis bei Aldi ist aber unattraktiv. 350 Euro will der Discounter für das Modell mit 128 GB. Das geht günstiger: Im Netz ist es schon ab 290 Euro zu bekommen. Und das als Neuware. 

Noch schlechter wird der Deal, wenn man ihn mit dem iPhone SE (hier bei uns im Test) vergleicht. Das im März vorgestellte Gerät verbindet den kompakten Formfaktor inklusive Homebutton mit aktueller Technik - und sticht damit das vier Jahre alte iPhone 7 locker aus. Das ist den Aufpreis um 100 Euro gegenüber dem Aldi-Deal allemal wert.

Quellen: Aldi, Preisvergleich bei Idealo

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