VG-Wort Pixel

Covid-19-Pandemie Corona-App: Neue Zahlen des RKI zeigen erstaunliches Android-iPhone-Verhältnis

Die Corona-Warn-App wurde bereits 15 Millionen Mal installiert. Nun hat die AfD ihre Gegen-App gestartet
Die Corona-Warn-App wurde bereits mehr als 16 Millionen Mal installiert.
© Getty Images
Das Robert Koch-Institut hat neue Zahlen zur Corona-Warn-App herausgegeben. Die zeigen ein bemerkenswertes Verhältnis zwischen Android- und iPhone-Nutzer*innen. Die für viele wichtigste Frage kann jedoch nicht beantwortet werden.

Die Corona-Warn-App gilt als eines der zentralen Elemente, um die Pandemie einzudämmen. Vor allem mit Blick auf eine eventuell bevorstehende zweite Welle wird sie als wichtiges Instrument gesehen, um die Nutzer*innen vor möglichen Risikokontakten zu warnen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurde die App mittlerweile 16,6 Millionen Mal heruntergeladen. 8,8 Millionen Downloads wurden dabei in Googles Play Store verzeichnet, 7,8 Millionen in Apples App Store. Das Verhältnis ist insofern bemerkenswert, weil Android hierzulande 71,8 Prozent Marktanteil hat, Apples iOS dagegen nur 27,5 Prozent. iPhone-Besitzer*innen scheinen die Corona-Warn-App also im Verhältnis deutlich häufiger zu installieren.

Mehr als 1000 teleTANs herausgegeben

Das RKI hat auch die Gesamtzahl der Anrufe bei der Corona-Warn-App-Hotline bekanntgegeben, diese liegt bei 191.025 (Stand: 03. August 2020). Das entspricht 1128 Anrufen pro Tag.

Um in der App Missbrauch und Fehlalarme zu minimieren, muss ein positives Testergebnis zunächst verifiziert werden, bevor Nutzer*innen dieses in die Corona-Warn-App eingeben können. Dafür wird ein QR-Code oder eine sogenannte teleTAN benötigt. Bislang wurden laut RKI seit dem 16. Juni 1052 teleTANs zur Verifizierung ausgegeben, was jedoch nicht zwingend bedeutet, dass dieselbe Anzahl positiver Testergebnisse in der App bestätigt wurden.

Zahl der Warnmeldungen unbekannt

Die für viele Nutzer*innen wichtigste Frage ist jedoch, wie viele Menschen mit Hilfe der Corona-Warn-App bislang über eine mögliche Risikobegegnung mit Covid-19-Infizierten benachrichtigt wurden. Aufgrund des gemeinsam von Apple und Google entwickelten dezentralen Ansatzes, auf dem die App basiert, lässt sich das jedoch nicht sagen. Sämtliche Daten werden verschlüsselt und ausschließlich auf den Smartphones gespeichert. Offiziellen Aussagen zufolge werden keine Daten auf Server kopiert, sodass weder das RKI noch andere Firmen Zugriff auf die Daten haben.

Lesen Sie auch:

Apps: Das milliardenschwere Geschäft mit den kleinen Kacheln

Jana ist 27 und erkrankte an Covid-19. Dann verlor sie zwei Sinne.

FaceApp war die beliebteste App Deutschlands - und hat es nicht nur auf die Bilder der Nutzer abgesehen


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker