HOME

Neuvorstellung: Huawei Mate Xs: Klappe, die zweite

Die weltweit größte Mobilfunkmesse MWC wurde abgesagt – trotzdem hat Huawei mit dem Mate Xs sein zweites Klappsmartphone vorgestellt. Und erstmals bringt der Konzern sein Spitzenmodell nach Deutschland.

Huawei Mate Xs

Das Huawei Mate Xs kommt im März auch nach Deutschland

Hersteller

Ein Jahr ist es her, dass Huawei zum Mobile World Congress (MWC) zum ersten Mal ein Smartphone vorstellte, das sich zusammenfalten ließ. Die Begeisterung war damals groß, trotz der Kompromisse und des enorm hohen Preises. Mit dem Nachfolger Mate Xs hat Huawei nun den Nachfolger präsentiert. Der macht im Vergleich wenig anders - wird aber zum ersten Mal außerhalb von China erhältlich sein.

Äußerlich hat sich beim Mate Xs im Vergleich zum Vorgänger wenig getan. Faltet man das Huawei Mate Xs zusammen, wird das 8-Zoll-Display wie beim Vorgänger zur Außenfläche. Zusammengeklappt bietet es immerhin 6,2 Zoll vorne und 5,8 Zoll hinten. Dass sich das nicht ändert, überrascht nicht: Das Konkurrenz-Gerät von Samsung faltet sich nach innen, Huawei Consumer-Chef Richard Yu hatte das gegenüber dem stern bereits letztes Jahr als wenig sinnvoll bezeichnet.

Fokus auf Stabilität

Technisch hat Huawei sein Faltsmartphone aber durchaus überarbeitet. Im Herzen werkelt nun mit dem selbst entwickelten Kirin 990s ein noch potenterer Prozessor, der zudem Strom sparen soll. Auch die Klappmechanik wurde überarbeitet und soll nun noch stabiler sein. Samsung musste beim Galaxy Fold letztes Jahr den Start kurzfristig um mehrere Monate verschieben, nachdem bei Testern Schäden am Scharnier aufgetreten waren. Vom Mate X sind solche Probleme nicht bekannt, trotzdem scheint Huawei auf Nummer sicher zu gehen.

Sonst hat sich wenig getan. Die Dreifach-Kamera ist die gleiche wie im Vorgänger, neu ist nur ein Time-of-Flight-Sensor, mit dem sich die Entfernung zu Objekten messen lässt. Wieder lässt sich dieselbe Knipse sowohl für Selfies als auch für klassische Fotos nutzen. Zugeklappt muss man das Gerät dazu nur umdrehen, aufgeklappt zeigt die Kamera immer nach hinten. 

Hersteller

Während das Mate X nur in China erhältlich war, kommt der Nachfolger auch in Europa auf den Markt. Der Deutschland-Start ist für den Mitte März angekündigt, der Preis liegt bei 2499 Euro. Damit ist das Klapp-Phone noch teurer als sein ohnehin nicht günstiger Vorgänger.

Neben dem Faltsmartphone aktualisiert der Konzern auch noch seine Matebook-Serie und seine Tablets. Die Laptops sind nun mit den Intel-Prozessoren der neuesten Generation erhältlich. Gut: Anders als im letzten Jahr gibt es die Option auf einen Touchscreen diesmal auch in Deutschland. Das fast randlose Tablet Matepad Pro erinnert stark an Apples Pro-Tablets und lässt sich ebenso mit einer Tastatur koppeln und mit einem eigenen Stift benutzen.

Quelle: Huawei