Mobilfunk MMS im Urlaub - das kann teuer werden


Schnell ein Urlaubsbild per MMS-Handy übermitteln - das kann teuer werden. Für die sowieso recht kostspieligen Multimedia-Nachrichten fallen im Ausland hohe Aufschläge an.

Schnell ein Urlaubsbild per MMS-Handy übermitteln - das kann teuer werden. Denn wer mit einer deutschen Mobilfunk-Karte im Ausland telefoniert, Bildnachrichten oder SMS versendet, der zahlt nicht nur die üblichen Gebühren im ausländischen Netz, sondern zudem noch einen Aufschlag plus Mehrwertsteuer, wie die Fachzeitschrift "Connect" berichtet.

Am teuersten sei der MMS-Versand. Ausländische Partnernetze unterstützten zwar in der Regel GPRS, aber die Preise seien gesalzen. Das Handy wählt sich im Urlaubsland von selbst in das jeweils stärkste Netz ein - dies muss jedoch nicht automatisch auch das günstigste sein. "Connect" empfiehlt, vor der Abreise die Kosten der verschiedenen Anbieter sowohl in punkto Gesprächsgebühren, als auch für den MMS-Versand zu vergleichen und sich dann manuell einzuwählen.

Extreme Schwankungen

In Italien beispielsweise reicht die Preisspanne den Angaben zufolge von 2,16 Euro bis zu 6,80 Euro für den Versand einer MMS von 100 KB. Auch für den Empfang einer Bildnachricht im Ausland darf der Urlauber tief in die Tasche greifen: Bis zu 5,51 Euro pro Message kassieren die Netzbetreiber ab.

SMS ist deutlich günstiger

Da im Ausland auch der Empfang eines Telefongesprächs kostenpflichtig ist, ist es laut "Connect" besser, per SMS zu kommunizieren. Denn der Empfang der Kurznachrichten sei in der Regel gratis. Auch der SMS-Versand aus dem Ausland sei mit Kosten von meist unter 50 Cent deutlich günstiger als ein Telefongespräch oder eine Bildnachricht.

Weitere Tipps zum Geld sparen

Auch die Mobilbox kann viel Geld schlucken. Bei einer fallweisen Rufumleitung, beispielsweise bei Nichterreichbarkeit, kostet ein eingehender Anruf gleich doppelt: Einmal für das ankommende Gespräch im Ausland und einmal für die Rückleitung nach Deutschland auf die Sprachbox. Die Experten empfehlen, die Mobilbox entweder ganz abzustellen oder alle Telefonate dorthin umzuleiten.

Wer im Ausland seine Mobilbox abhören möchte, muss dafür meist eine PIN eingeben. Wer seine PIN vergessen hat, sollte sich also noch zu Hause an die Hotline seines Netzbetreibers wenden. Außerdem wichtig: ein Steck-Adapter für die Ladestation. Je nach Reiseland muss man eventuell auf ein Leih-Handy ausweichen. In den USA, Kanada oder der Dominikanischen Republik beispielsweise benötigt man ein Triband-Gerät.

AP AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker