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Neues Betriebssystem: Blackberry 10 wird im Januar vorgestellt

Letzte Hoffnung gegen iPhone und Windows 8 Phone: Mit mehr als zwei Jahren Verspätung bringt der kanadische Blackberry-Hersteller RIM im Januar sein neues Betriebssystem auf den Markt.

Am 30. Januar schlägt die Stunde der Wahrheit für die Blackberry-Smartphones: Dann stellt Anbieter Research in Motion (RIM) nach monatelangen Verzögerungen sein neues Betriebssystem Blackberry 10 offiziell vor. Es gilt als letzte Hoffnung, um gegen Apples iPhone, die Android-Handys und Microsofts frisches Windows Phone 8 bestehen zu können.

Blackberry 10 sei einzigartig, erklärte der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins am Montag am Firmensitz im kanadischen Waterloo. Vorabversionen hatten Lob eingeheimst. Die Frage ist aber, ob der Niedergang des Smartphone-Pioniers noch gestoppt werden kann: Nach Angaben der Marktforschungsfirma IDC lag der Anteil der Blackberrys am Geschäft mit Computer-Handys im dritten Quartal bei 4,3 Prozent nach 9,5 Prozent ein Jahr zuvor.

RIM schreibt rote Zahlen

Unklar ist weiterhin, wann genau die ersten Geräte mit Blackberry 10 in den Handel kommen. Das soll am 30. Januar bekanntgegeben werden. Zunächst soll es zwei Modelle geben. Bei dem Netzbetreibern laufen bereits Tests. Hersteller RIM schreibt derzeit rote Zahlen und baut 5000 seiner 16.500 Stellen ab.

Die Blackberrys von RIM waren lange Zeit Vorreiter auf dem Markt der Smartphones. Vor allem aus Sicherheitsgründen hatten das US-Militär und die Geheimdienstbehörden die Mobiltelefone des kanadischen Herstellers lange bevorzugt. Die Technologie hat sich inzwischen aber weiter entwickelt. RIM verlor gegenüber anderen Smartphone-Herstellern rapide an Marktanteilen.

kave/DPA/AFP / DPA