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Nexus One: Google macht mobil

Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android gibt es schon viele. Doch nun bringt der Suchmaschinenriese mit "Nexus One" sein erstes eigenes Handy raus - und greift damit Apple Frontal an.

Von Dirk Liedtke

Ist es eine gute Idee, dass der Internetriese Google ein eigenes Handy verkauft? Ich hätte Google von diesem Schritt abgeraten. Wenn der Akku schnell schlapp macht oder der Lack des Nexus One schnell verkratzt, dann muss sich Google mit den Kunden selbst herumschlagen. Dann bloggen die darüber und erzählen es ihren Freunden. Schon das erste von Google mitgestaltete Handy, das T-Mobile G1, war nicht gerade ein iPhone-Killer: Das Design war recht unbeholfen, der Akku schwach auf der Brust. Warum kommt also jetzt das erste "echte Google-Handy"?

Google geht auf Nummer sicher. Der Suchmaschinenriese will bei der sich abzeichnenden Wanderung der Internetnutzer vom DSL-Anschluss am Schreibtisch in die mobile Datenwolke die Nase vorn behalten. Apple hat mit dem iPhone und dem dazugehörigen App-Store für Mini-Programme eines bewiesen: Wenn die Bedienung eines Smartphone kinderleicht ist, surfen die Leute auch unterwegs wie die Weltmeister. Aber die mit dem Google-Betriebssystem Android ausgestatteten Handys konnten bislang dem iPhone nicht das Wasser reichen.

Dieses Jahr könnte sich das ändern. Neue Handys wie das Motorola Milestone stoßen mit ihrer Nutzerfreundlichkeit erstmals in die iPhone-Liga vor. Die Auswahl an Android-Geräten und Apps wird zudem immer größer. Und das Nexus One ist bislang der schönste iPhone-Konkurrent, der auf eine feste Tastatur verzichtet und die Zahl der Bedienknöpfe so gering wie möglich hält.

Eingeschränkte Freiheit

Die Freiheit des Nutzers ist allerdings sowohl bei Google-Handys wie bereits beim iPhone dramatisch kleiner als bei PC oder Notebook: Google-Dienste wie Mail und Maps sind genauso fest eingestellt, wie das iPhone ohne iTunes nicht läuft. Und Apps lassen sich jeweils nur über die "Stores" auf das Gerät installieren. Das führt etwa dazu, dass Apple die Internet-Telefonie-Software Google Voice nicht im App-Store erlaubt. Genauso gut könnte Google eine iTunes-App aus dem Android-Store aussperren. Denn die beiden Unternehmen kommen sich im mobilen Netz zunehmend in die Quere.

In Details zieht Google bereits an Apple vorbei: Während App-Updates auf dem iPhone manuell mit Passworteingabe installiert werden müssen, erledigt das Nexus One dies automatisch, wie ein Tester berichtet. Und die Disziplin, mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen - etwa über Lastfm Musik zu hören und einen Artikel im Web oder in einer App zu lesen - beherrscht das iPhone bis heute nicht, das Nexus One hingegen schon.

Schwerze Zeiten fürs iPhone

Die eigentliche mobile Google-Attacke steht allerdings noch bevor. Wenn auch in Europa auf Android-Handys das mobile Navigieren mit Sprachausgabe und den Fotos von Google Street View möglich wird, könnte das iPhone für viele Erstkäufer eines Smartphone nicht mehr die erste Wahl sein. Denn diese Kombination aus kostenlosen Navi-Ersatz und Panorama-Fotos von Straßen und Fassaden gibt es in den USA momentan nur exklusiv auf Android-Geräten. Die digitalen Karten und Fotos gehören Google. Daneben sehen die nackten Google-Karten auf dem iPhone plötzlich alt aus. Und die kostenpflichtigen Navi-Apps von renommierten Anbietern wie TomTom oder Navigon wirken mit Preisen von bis zu 80 Euro plötzlich obszön teuer.

Einen Preis werden die Nutzer all der noch kommenden Google- und Android-Handys allerdings zahlen müssen: Je mehr wir mit dem Smartphone im Web surfen oder Dienste nutzen, umso mehr wird uns Google auch unterwegs mit Werbung behelligen. Denn damit macht Google immer noch das Gros seiner Milliardengewinne.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.