VG-Wort Pixel

AdultSwine Fieser Android-Schädling hat es auf Kinder abgesehen - und zeigt ihnen Porno-Werbung

Kinder auf dem Smartphone spielen zu lassen, ist nicht ungefährlich.
Kinder auf dem Smartphone spielen zu lassen, ist nicht ungefährlich.
Sich einen Virus auf dem Smartphone einzufangen, ist unangenehm. Eine aktuelle Variante für Android ist besonders eklig - und zeigt in Kinderspielen Pornos an. Sie stammt direkt aus Googles Playstore.

Die Kinder mit dem Smartphone spielen zu lassen, ist für Eltern mittlerweile Alltag. Dass man dabei durchaus Vorsicht walten lassen sollte, zeigt ein aktueller Schädling. Einem unter dem vielsagenden Namen "Adult Swine" (Erwachsenes Schwein) geführten Trojaner dienen vor allem Kinder-Apps als Einfalltor auf das Smartphone - und er bringt Porno-Werbung und Abofallen mit. 

Auf das Smartphone kommt die von den Experten von Checkpoint entdeckte Malware direkt über Googles offiziellen App-Shop Playstore. Sie tarnt sich dort etwa als Zusatzprogramm für Minecraft, als Kinderspiel oder als App zum Zeichnenlernen. In Wahrheit infiziert sie aber das Smartphone, kontaktiert einen Steuer-Server und lädt jede Menge schädlicher Programmteile nach.

Porno-Werbung und Abofallen

Die sorgen etwa dafür, dass die Werbung in den Apps mit eigenen Anzeigen überschrieben wird - bevorzugt mit Porno-Werbung. Sie prangt dann auch in betroffenen Spielen, die explizit an Kinder gerichtet waren. Doch die unerwünschte Sex-Werbung ist nicht die einzige Gefahr.

Als weitere Einnahmequelle versuchen die Entwickler, den Benutzern mit dem Anzeigen falscher Warnmeldungen Angst zu machen, um sie zur Installation von Pseudo-Sicherheitssoftware zu verführen. Die können dann weitere Schädlinge installieren. Als dritte Variante versuchen die Apps, den Nutzern Abos für kostenpflichtige Premium-Dienste unterzujubeln.

Google entfernt 60 Apps

60 infizierte Apps hat Google mittlerweile aus dem Playstore geworfen, eine Liste finden Sie hier. Zudem wurde der Entwickler gesperrt. Die Experten gehen aber davon aus, dass ähnliche Apps in kürzester Zeit wieder dort auftauchen könnten. 

Für Nutzer, deren Smartphones bereits infiziert wurden, bedeutet der Rauswurf ohnehin keine Entwarnung: Bereits installierte Malware ist auch weiter aktiv. Deshalb sollte man dringend die Liste der betroffenen Programme mit den Apps auf dem eigenen Smartphone abgleichen. Um sich zu tarnen, kann die Malware allerdings ihr Logo verstecken, sodass es wirkt, als seien sie vom Smartphone entfernt worden. In den Einstellungen unter "Apps" finden Sie eine unverfälschte Liste sämtlicher installierter Programme.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker