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Musikstreaming-Dienst Spotify kündigt neue Nutzungsbedingungen an – steht ein Preisanstieg bevor?

Spotify Logo auf einem Smartphone-Bildschirm
Mit dem neuen Regelwerk will Spotify gegen Konto-Sharing vorgehen und behält sich einen möglichen Preisanstieg vor (Symbolbild)
© Thiago Prudencio / Picture Alliance
Der Musikstreaming-Dienst Spotify überarbeitet seine Nutzungsbedingungen. Damit will das schwedische Unternehmen gegen die Mehrfachnutzung einzelner Accounts vorgehen. Bezahlabonnements könnten teurer werden.

Zum ersten Mal seit 2018 ändert Spotify sein Regelwerk und passt die Nutzungsbedingungen für alle seine Nutzer an. Dies teilte das Unternehmen seinen Abonnentinnen und Abonnenten in einer E-Mail mit. Das Update erfordert keine aktive Zustimmung. Stattdessen treten die Änderungen bereits ab dem 1. Juli 2021 automatisch in Kraft .

Nutzer können Änderungen widersprechen

Tatenlos Zusehen müssen Kunden trotzdem nicht. Wer den geplanten Änderungen widerspricht, wird von Spotify bislang auf eine Hilfeseite weitergeleitet. Bis zum 30. Juni kann man die Änderungen dort ablehnen, und die alten Nutzungsbedingungen bleiben vorerst bestehen. Allerdings betonte das Unternehmen, dass "dein und unser 14-tägiges Kündigungsrecht zum Monatsende" unberührt bleibt. Es bleibt also offen, ob ein Widerspruch langfristig zu einem Ausschluss von der Streaming-Plattform führen könnte.

Spotify geht gegen Konto-Sharing vor

Spotify versichert, dass sich durch die neuen AGBs nicht viel ändern wird. Im Vergleich zur Vorversion lässt sich allerdings erkennen, dass Spotify mit dem Schritt gezielt gegen die Mehrfachnutzung einzelner Accounts vorgehen will.

Das sogenannte Konto-Sharing ist derzeit lediglich indirekt unter Dingen gelistet, welche unter keinen Umständen gestattet sind. Nun wird Spotify deutlicher: Der eigene Benutzername und das Passwort seien nur für den "persönlichen Gebrauch" bestimmt und sollten in jedem Fall vertraulich behandelt werden. Darüber hinaus seien Nutzer selbst für jede Verwendung verantwortlich, die unter ihrem Namen durchgeführt wird.

Kommt bald eine Preiserhöhung?

Unter dem neuen Punkt "Preisänderungen" behält sich Spotify vor, die Abonnementgebühren und sonstigen Preise an die gestiegenen Gesamtkosten für die Bereitstellung aller Dienste anzugleichen. Dies sei zu erwarten, wenn "die Kosten für Inhalte, die Kosten für die IT-Infrastruktur von Spotify und die allgemeinen Gemeinkosten steigen."

Sollte es soweit kommen, will Spotify seine Kunden erneut 30 Tage im Voraus informieren. Die höheren Preise würden aber erst mit Beginn des auf diesen Termin folgenden Abrechnungszeitraums der einzelnen Abonnentinnen und Abonnenten gelten.

Das sind die diesjährigen Teilnehmer der siebten Staffel von "Sing meinen Song" 2020.

Spotify wird derzeit sowohl in einer kostenlosen, werbefinanzierten Version sowie in verschiedenen Bezahlabo-Modellen angeboten. Für Studenten kostet das Abo 4,99 Euro im Monat, alle anderen Premium-Kunden zahlen 9,99 Euro. Zusätzlich gibt es einen Duo-Tarif für Paare, welche in einem Haushalt leben. Dieser kostet 12,99 Euro. Familien können sich mit maximal sechs Personen einen Premium-Account teilen. Der Family-Tarif kostet monatlich 14,99 Euro.

Quelle: Spotify


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