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Fotografie: Wie man bessere Urlaubsbilder macht

Die Fußball-WM kann man eigentlich auch für ein paar Städtereisen nutzen. Dabei lassen sich mit ein paar Tricks schöne Urlaubsbilder schießen.

Wenn der Sommer vorbei und die Traumreise längst Geschichte ist, werden die Souvenirs hervorgeholt: Eiffeltürme aus Plastik, Mini-Pyramiden und Postkarten halten dann die Erinnerungen wach - ganz zu schweigen von den selbst geschossenen Fotos. Doch leider wirken diese meist farblos und schaffen es kaum, die Schönheit der Landschaften und das Lächeln der Menschen einzufangen. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar Tricks lässt sich die Zahl schöner Urlaubsbilder allerdings erheblich steigern.

san mit Agenturmaterial

Digitalkameras: Speicherplatz beachten

Wer ausschließlich mit seiner Digitalkamera im Urlaub Bilder machen will, wird früher oder später ein Problem mit dem Speicherplatz bekommen, sagt Steffen Wolf vom Bundesverband des Deutschen Foto-Fachhandels in Köln. Während bei herkömmlichen analogen Kameras einfach ein neuer Film eingelegt wird, benötigten Digitalfotografen ausreichend große und teure Speicherkarten, externe Speichergeräte - oder ein Notebook mit großer Festplatte.

Wichtigster Faktor: das Licht

Der entscheidende Faktor für gute Bilder ist allerdings das Licht, sagt Harald Spoddig, Reisefotograf und Chef des Fotoreiseveranstalters Mosquito Photo-Tours in Duisburg. Hobbyfotografen sollten daher das Tageslicht beachten und möglichst nie gegen die Sonne fotografieren: "Das ist eher was für Könner." Reicht das Tageslicht nicht aus, muss Kunstlicht helfen. Der eingebaute Blitz macht sich vor allem bei Porträtaufnahmen bezahlt, so Spoddig. "Wenn die Sonne hoch steht, sind die Augen meist schwarz. Durch Blitzen lassen sich Schatten beseitigen und Gesichter aufhellen." Das gilt vor allem bei dunkelhäutigen Menschen. Bei Dunkelheit weit entfernte Objekte auszuleuchten, ist aber nicht möglich: "In einem Stadion etwa auf den Rasen zu blitzen macht gar keinen Sinn." So weit reicht das Licht meist nicht.

Reisestativ für dunkle Räume

Die Atmosphäre dunkler Räume lässt sich am besten einfangen, wenn die Kamera fixiert ist. Spoddig rät daher zu einem leichten Reisestativ für die Tasche: "Das kann man auf einen Tisch stellen und Innenräume, etwa eine Kirche, fotografieren." Notwendig ist es aber auch bei Langzeitbelichtungen am Abend. In dämmrigen Licht reicht es allerdings auch oft, die Kamera ruhig in der Hand zu halten: "Die Kamera mit beiden Händen festhalten, die Arme an den Oberkörper drücken und die Kamera gegen die Stirn."

Motivsuche statt blinder Knipserei

Doch zu einer abwechselungsreichen Diaschau gehören auch packende Motive: "Durch die Kamera schauen und das Bild genau betrachten, nicht einfach knipsen", lautet der Rat von Spoddig. Bei Menschen ist es besser, näher heranzugehen und den Kontakt zu suchen, statt hinterrücks abzudrücken. "Reden Sie mit den Leuten und bitten Sie höflich um ein Bild." Für ein Foto zu bezahlen, sollte seiner Ansicht nach vermieden werden. "Kaufen Sie der Markfrau, die sie fotografiert haben, doch zum Dank besser ein paar Tomaten ab. So haben beide etwas davon."

Der goldene Schnitt

Als ein Maß für harmonische Bildaufteilung gilt seit der Antike der goldene Schnitt. Die meisten Fotografen teilen das Bild in der Länge und der Höhe durch drei und erhalten neun gleich große Dreiecke. Beim Fotografieren sollte das Hauptelement an der oberen oder unteren waagerechten oder an der rechten oder linken senkrechten Linie stehen.

Der Horizont bei einer Landschaftsaufnahme beispielsweise gehört beispielsweise nicht in die Mitte des Bildes, sondern ins untere oder obere Drittel des Bildes. Personen sollten nicht aus dem Bild heraus-, sondern in das Bild hineinblicken. Wer nach links guckt, sollte im rechten Drittel des Bildes sein.

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