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Haushaltsgeräte Geschirrspüler bei Warentest – nur vier Geräte sind gut, darunter die billigsten

Ein Geschirrspülmaschine wird viele Jahre lang fast täglich benutzt, viele halten das nicht aus (Symbolfoto)
Ein Geschirrspülmaschine wird viele Jahre lang fast täglich benutzt, viele halten das nicht aus (Symbolfoto)
© Jan-Schneckenhaus / Getty Images
Geschirrspülmaschinen sind relativ teuer, dennoch reinigen manche Geräte nicht gut und erstaunliche viele Geräte fingen im Dauertest an zu lecken.

Geschirrspülmaschinen sind in Deutschland allgegenwärtig. In 75 Prozent der Haushalte übernimmt eine Maschine die ungeliebte Spülarbeit.

Dumm allerdings, dass nur die wenigsten Geräte auch etwas taugen. Stiftung Warentest hat aktuell 19 Geräte geprüft, davon waren nur vier gut – vier weitere fielen mit einem mangelhaft durch.

Angesichts der Preise von bis zu 1200 Euro sollte man sich nur mit einem guten Gerät zufriedengeben. Geprüft wurden Maschinen in den Breiten von 45 und 60 Zentimetern, die schmaleren Geräte eignen sich für Single-Haushalte besser, weil es sonst allzu lange dauert, bis eine große Maschine voll ist.

An die Betriebskosten denken

Neben den reinen Anschaffungskosten spielen die Betriebskosten eine große Rolle, sie sind auf zehn Jahre berechnet meist höher als der Anschaffungspreis des Geräts. Bei den Kosten für das Spülmittel können sich die Geräte kaum voneinander absetzen, wohl aber beim Wasser- und Energieverbrauch. In zehn Jahren kommen für Strom, Wasser und Tabs je nach Gerät 1088 bis 1536 Euro zusammen. Hier kann man also 500 Euro sparen.

Außerdem plädieren die Warentester eindringlich dafür, die angebotenen Sparprogramme auch zu benutzen. Sie reinigen mit geringeren Temperaturen, brauchen dafür aber viel länger. Im Endergebnis sparen sie viel Strom. Im Dauertest hatten mehrere Geräte Probleme – etwa mit Undichtheiten. Das darf nicht passieren. Solche Leckagen sind schwer zu reparieren. Zudem lohnt sich eine Reparatur durch einen Fachbetrieb nicht. Wenn ein Gerät mit einem Neupreis von 700 Euro nach sechs Jahren zu lecken beginnt, kann man es wirtschaftlich gesehen nur wegwerfen, da eine Reparatur immer den Restwert übersteigen würde.

Lautstärke ist wichtig

Die Ergebnisse der aktuellen Ausgabe nehmen auch die Teilnehmer aus dem letzten Test vor etwa einem Jahr mit auf. Der vollintegrierte Neff S516T80X1E erreichte ein Gut und die Note 2,1. Bei ihm sind die Bedienelemente verdeckt. Er kostet 690 Euro. Ein ansonsten baugleiches Gerät mit sichtbarem Bedienfeld kostet 740 Euro (Neff S416T80S1E). Beim Unterpunkt "Geräusch" erreichten beide ein "Sehr Gut". Gut und günstig sind der vollintegrierte Beko DIN28431 für 415 Euro und der teilintegrierte Beko DSN28431X für 395 Euro. Unter den Spülern mit 45 Zentimeter Breite gibt es nur zwei gute Geräte: den vollintegrierten Bauknecht BSIO 3O35 PFE X für 500 Euro und den teilintegrierten Bauknecht BSBO 3O35 PF X für 500 Euro.

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Wer regelmäßig das Sparprogramm benutzt, sollte genau auf die Lärmentwicklung der Geräte achten. Moderne Geschirrspüler machen zwar keinen Krach, sind aber durchaus hörbar. Wenn man sich im gleichen Raum aufhält, wirkt das störend. Bei einer Wohnküche oder einer im Wohnraum integrierten Küche dauert die Störung dann mehrere Stunden.

Grundsätzlich kann man sich streiten, ob die Ökoprogramme wirklich genauso gut reinigen wie ein Intensivprogramm. Wer seine Maschine immer mit einem Mix aus leichtverschmutzen Gläsern, angetrockneten Müsli-Schale und Töpfen füllt, ist mit einem heißeren Programm vermutlich besser bedient. Nutzt man nur das Sparprogramm, muss ab und zu eine Intensivreinigung durchgeführt werden, um die Maschine zu desinfizieren und Rückstände in ihr zu entfernen.

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