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Kopierschutz: Oscar-Juroren müssen künftig ins Kino gehen

Juroren der amerikanischen Filmakademie, die die Oscars verleiht, müssen in diesem Jahr ins Kino gehen. Aus Angst vor Raubkopierern werden die Filme zur Beurteilung nicht mehr per DVD verschickt.

Juroren der amerikanischen Filmakademie, die die Oscars verleiht, müssen zur Beurteilung von Filmen in diesem Jahr ins Kino gehen. Die großen Hollywoodstudios einigten sich darauf, ihre Filme nicht mehr wie bisher per Videokassette und DVD ins Haus der Juroren zu schicken. Damit folgten sie einer Empfehlung der Vereinigung Motion Picture Association of America, berichtete die "Los Angeles Times".

Furcht vor Raubkopierern

In den vergangenen Jahren hatten sich Juroren die Filme zu Hause auf ihrer Couch ansehen können. Als Grund für die "unbequeme" neue Maßnahme nennt Hollywood die Sorge, sich mit der weiten Verbreitung seiner Filme selbst zu schaden: Die Streifen könnten illegal kopiert und ins Internet gestellt werden.

Ein Schlag für das Independent-Kino?

Allerdings befürchten Fachleute, dass unkonventionelle Filme ohne Starbesetzung, die nur in wenigen "alternativen" Kinos gezeigt werden, unter der neuen Regelung leiden werden. Es sei zu befürchten, dass einige Juroren nur die näher gelegenen Blockbuster-Kinos besuchen und alle Filme, die dort nicht zu sehen sind, von der Kandidatur für einen Oscar ausschließen.