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13-Milliarden-Dollar-Träger: Teuerstes Kriegsschiff aller Zeiten nicht kampfbereit

Bereits seit 2014 sollte die USS Gerald R. Ford für US-Navy die Weltmeere sichern: Doch die Inbetriebnahme des 13 Milliarden Dollar teuren Flugzeugträgers der Zukunft verzögert sich. Das Schiff hat offenbar massive technische Probleme.

USS Gerald R. Ford

Eine Aufnahme der USS Gerald R. Ford (CVN 78) aus dem Jahr 2013: Mittlerweile ist der Flugzeugträger zu 98 Prozent fertiggestellt.

Seine Dimensionen sind gigantisch - genau wie sein Preisschild: Die USS Gerald R. Ford (CVN-78) ist der modernste Flugzeugträger der Welt und kostet die Vereinigten Staaten schon jetzt stolze 13 Milliarden US-Dollar. Mit einer Verdrängung von 90.000 Tonnen und einer Besatzung von 4500 Mann soll die USS Gerald R. Ford einen wichtigen Teil dazu beitragen, die Seehoheit der Vereinigten Staaten auch in den nächsten Jahrzehnten zu sichern. Eigentlich sollte das erste Schiff der neuen Flugzeugträger-Klasse die USS Enterprise (CVN-65) ersetzten, die schon 2012 außer Dienst gestellt wurde. Doch schon seit mehreren Jahren gibt es Probleme bei dem Rüstungsprojekt der Superlative - die offenbar noch gravierender sind, als bislang angenommen.

Wie der Sender CNN unter Berufung auf ein Dokument des US-Verteidigungsministeriums berichtet, bestehen bei dem neuen Flugzeugträger trotz nahender Fertigstellung massive technische und operative Schwierigkeiten. Der neue Stolz der US-Marine sei laut dem hochrangigen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, Michael Gilmore, derzeit nicht kampfbereit. Und das, obwohl der erste von insgesamt zehn geplanten Flugzeugträgern der neuen Schiffsklasse eigentlich schon im September 2014 den aktiven Dienst in der Flotte antreten sollte.

Fähigkeit der CVN-78 "massiv eingeschränkt"

Konkret habe die USS Gerald R. Ford Probleme mit seinem Katapult-System, was das Starten und Landen von Kampfjets erschwert. Anders als die Vorgängerschiffe der Nimitz-Klasse verfügt der Flugzeugträger über ein komplett neu entwickeltes elektromagnetisches System zum Starten von Flugzeugen. Weiter gehe aus dem Bericht hervor, dass die Beförderung von Munition und Waffen an Bord Schwierigkeiten bereite. Auch die Flugüberwachung sowie die Selbstverteidigungssysteme des Trägerschiffs sollen mit Problemen zu kämpfen haben. "Sollten diese Probleme nicht behoben werden (…), werde die Fähigkeit der CVN-78, Kampfhandlungen durchzuführen, massiv eingeschränkt", wird aus Gilmores Bericht zitiert.

Schon kurz zuvor hatte die US-Navy bekanntgegeben, dass sich die Indienststellung der USS Gerald R. Ford von September auf November 2016 verschieben würde. Grund hierfür seien nicht spezifizierte Test-Probleme. Darüber hinaus könne es noch bis 2017 dauern, bis das Schiff den aktiven Dienst aufnehmen könne. Laut dem Untersuchungsbericht sollen die Probleme nur durch eine Umgestaltung des Katapult-Systems behoben werden können. Besonders problematisch sei, dass der neue Träger dringend in der Flotte gebraucht werde. Die verzögerte Indienststellung der USS Gerald R. belaste die aktiven Flugzeugträger der USA und deren Besatzungen zusätzlich.


"Die Situation ist inakzeptabel"

Der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im US-Senat, John McCain, hatte die von der Navy angekündigte Verzögerung bei der Inbetriebnahme schon vor einem Monat in einer Pressemitteilung kritisiert: "Die Situation ist inakzeptabel und war vollständig vermeidbar", schrieb der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat. "Das Ford-Klassen-Programm ist ein Beispiel dafür, warum unser Beschaffungssystem reformiert werden muss (…) Nach mehr als 2,3 Milliarden Euro zusätzlichen Kosten, die die Gesamtkosten auf knapp 13 Milliarden erhöht haben, verdient es der Steuerzahler zu erfahren, wann die CVN-78 endlich ausgeliefert wird." Doch laut Navy und US-Verteidigungsministerium sei die aktuelle Verzögerung das Resultat von Entscheidungen, die schon 2008, beim Beschluss des Bauvorhabens, getroffen wurden, wie CNN berichtet.

Bis dato ist die Konstruktion der USS Gerald R. Ford zu 98 Prozent abgeschlossen. Trotz Verzögerung sollen die Schiffe der Ford-Klasse gegenüber ihren Vorgängern insgesamt 4 Milliarden Dollar pro Einheit einsparen - was unter anderem an effizienteren Schiffssystemen und einer verkleinerten Besatzung liegt. Das Zweite Schiff der neuen Träger-Klasse, die USS John F. Kennedy (CVN 79), soll 2020 in Dienst gestellt werden. Derzeit sei ihr Bau zu 18 Prozent abgeschlossen. Der Bau des dritten Trägers, der USS Enterprise (CVN 80), soll 2018 beginnen.

Probleme mit Mega-Rüstungsprojekten

Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten könnte es also noch eine gewisse Zeit dauern, bis die USS Gerald R. Ford die US-Navy aktiv in Kampfeinsätzen Unterstützen kann.

Die Probleme mit der Ford-Klasse sind bei Weitem nicht das einzige milliardenschwere Rüstungsprojekt der USA, das sich mit massiven Problemen herumschlägt. 

Die Gesamtkosten für das Stealth-Fighter-Programm um die F-35 belaufen sich mittlerweile auf 1,3 Billionen US-Dollar - somit ist es das teuerste Rüstungsprojekt der Geschichte. Doch bislang streitet sich die Fachwelt noch, ob der Überflieger sein Geld überhaupt wert ist. Das europäische Äquivalent, der Eurofighter, ist der F-35 trotz seiner immensen Kosten in verschiedenen Kerndisziplinen deutlich überlegen. Auch ältere US-Maschinen wie die A-10 oder die F-16 hatten in der Vergangenheit gezeigt, dass sie so manche Aufgabe besser erledigten als der hochmoderne Tarnkappenjet.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.