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Investition in Forschung: Die fünf faszinierendsten Wissenschaftsprojekte der nächsten Jahre

Unerschöpfliche Energie aus Kernfusion, auf einen Meter genaue weltweite Ortung oder die Frage nach der Entwicklung des Universums seit dem Urknall: Die Wissenschaft der nächsten Jahre wird faszinierend sein - und vor allem kostspielig. Die teuersten Projekte.

Von Maik Hackemann

Künstlerische Darstellung einiger Radioschüsseln des gigantischen Radioteleskops "Square Kilometre Array" bei Nacht.

Künstlerische Darstellung einiger Radioschüsseln des gigantischen Radioteleskops "Square Kilometre Array" bei Nacht. Es sollen tausende dieser Radioschüsseln aufgestellt und miteinander vernetzt werden.

Die Wissenschaft der Zukunft ist verblüffend - in einigen Jahren will sich der Mensch die unvorstellbare Kraft, die Sonnen ihre Energie gibt, zunutze machen können und für Stromerzeugung verwenden. Auch könnten wir die ersten Galaxien nach dem Urknall beobachten. Oder vielleicht sogar auf weiteres Leben in entfernten Planetensystemen stoßen. Wir stellen die fünf aufwändigsten und teuersten Projekte der Wissenschaft vor, die das möglich machen sollen.

1. Kernfusionsreaktor Iter

So soll das Innenleben des Kernfusionsreaktors Iter später ungefähr aussehen.

So soll das Innenleben des Kernfusionsreaktors Iter später ungefähr aussehen.

Kosten: 20 Milliarden Euro

Der "International Thermonuclear Experimental Reactor" (Iter) ist ein geplanter Kernfusionsreaktor und der Nachfolger des "Joint European Torus" (Jet). Sein Ziel ist es, Strom aus Fusionsenergie zu erzeugen. Die Idee der Wissenschaft dahinter: Diese Energiequelle wäre praktisch unerschöpflich, hätte kein Risiko von Kettenreaktionen und es gäbe keine langlebigen radioaktiven Abfälle, die endgelagert werden müssten. Bei der Kernfusion verschmelzen zwei Atomkerne zu einem neuen Kern. Diese Reaktion findet ständig in Sonnen und Sternen statt und ist deren Energiequelle.

Wenn alle Versuche erfolgreich verlaufen, könnte ab dem letzten Viertel des 21. Jahrhunderts schon großräumig Energie aus Kernfusion gespeist werden. Die Forschung konzentriert sich bis dahin vor allem auf Plasmaheizung, -diagnostik und -kontrolle. Iter soll der größte Fusionsreaktor der Welt werden und zehn Mal mehr Plasma aufnehmen können als alle bisherigen Fusionsreaktoren.

Die Anlage ist seit 2007 beim südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache im Bau. Sie ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Staaten. Unter anderem dabei: die europäische Atomgemeinschaft, Japan, Russland, China, Südkorea, Indien und die USA. Iter soll laut der offiziellen Website 2025 erstmals Wasserstoffplasma erzeugen.

2. Satellitennavigationssystem Galileo

Künstlerische Darstellung eines Full-Operational-Capacity-Satelliten (FOC) des Satelittennavigationssystems Galileo.

Künstlerische Darstellung eines Full-Operational-Capacity-Satelliten (FOC) des Satelittennavigationssystems Galileo. Insgesamt sollen 30 Satelliten in den Erdorbit geschossen werden.


Kosten: 12 Milliarden Euro

Das globale Navigationssatellitensystem (GNSS) "Galileo" ist ein europäisches Projekt zur weltweiten Positionsbestimmung. Es ähnelt dem US-amerikanischen GPS, dem GLONASS von Russland und dem Beidou von China. Galileo ist das erste System dieser Art, das unter ziviler Kontrolle stehen wird. Damit wird es eine unabhängige Alternative zum militärisch kontrollierten GPS bieten.

Galileo soll aber laut der offiziellen Website der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) nicht gegen, sondern mit GPS arbeiten und mit diesem kompatibel sein. Dadurch werde das System eine "Genauigkeit im Meterbereich [haben], was bisher noch kein öffentlich zugängliches System angeboten hat."

Der Sitz der Agentur für Galileo befindet sich in Prag. Ende 2016 waren bereits 18 der geplanten 30 Satelliten im All. 2018 sollen die letzten Satelliten in ihre Umlaufbahn geschossen werden. Das Projekt wird von der EU getragen, es wird aber auch von vielen Staaten außerhalb der Union unterstützt.

3. James Webb-Weltraumteleskop

Das James Webb-Weltraumteleskop. Oben ist der 6,5 Meter große Hauptspiegel zu sehen, der aus 18 Segmenten besteht.

Eine Illustration des James Webb-Weltraumteleskops. Oben ist der 6,5 Meter große Hauptspiegel zu sehen, der aus 18 Segmenten besteht.


Kosten: 8,7 Milliarden Dollar (8,26 Mrd. Euro)

Das James Webb Space Telescope (JWST) ist der Nachfolger des Hubble-Teleskops. Während das Hubble-Teleskop auf sichtbares Licht optimiert ist, arbeitet sein Nachfolger mit Nahinfrarot und kann damit wesentlich tiefer ins All sowie durch Staubwolken hindurch sehen. Es ist somit wesentlich leistungsfähiger als sein Vorgänger, der 1990 ins All geschossen wurde.

Das JWST wird momentan in einer Kooperation der Nasa, der europäischen Weltraumorganisation (Esa) und der Canadian Space Agency (CSA) gebaut. Das Teleskop soll laut der offiziellen Website der Nasa die ersten Galaxien und Sternen suchen, die nach dem Urknall entstanden sind. Es soll deren Entwicklung bis heute beobachten und diverse Planetensysteme danach untersuchen, ob dort Leben möglich sein könnte.

Das Teleskop wiegt etwa 6,2 Tonnen und sein Hauptspiegel (auf dem Bild die goldenen Platten) hat einen Durchmesser von 6,5 Metern. Ursprünglich sollte es schon 2014 gestartet werden und "nur" 3,3 Milliarden Euro kosten. Nun soll es im Oktober 2018 in Französisch-Guayana mit einer Ariane 5-Rakete gestartet werden.

4. Radioteleskop Square Kilometre Array

Künstlerische Darstellung einiger Radioschüsseln des "Square Kilometre Array".

Künstlerische Darstellung einiger Radioschüsseln des "Square Kilometre Array". Es sind insgesamt 3.000 Schüsseln dieser Bauart, jeweils 15 Quadratmetern groß, geplant.


Kosten: 1,5 Milliarden Euro

Das Square Kilometre Array (SKA) ist ein gigantisches Radioteleskop, das aus abertausend kleinen Radioantennen verschiedenen Typs besteht. Alle Antennen sind miteinander verbunden. Das Zentrum des SKA wird alle eingehenden Signale der Antennen verarbeiten und kombinieren. Durch die riesige Gesamtempfangsfläche von rund einem Quadratkilometer wird es das Weltall tausendfach schneller absuchen können als bisher und extrem hochauflösende Weltraumbilder liefern.

Die Radioantennen werden der offiziellen Website des SKA zufolge bis zu mehreren tausend Kilometern von einem Zentrum entfernt aufgestellt werden und besetzen dann riesige Landflächen in Südafrika, Australien und Neuseeland.

Um diese unglaublichen Datenmengen kombinieren und verarbeiten zu können, wird ein Supercomputer leistungsfähiger als alle bisherigen Computer benötigt werden, sowie Langstrecken-Netzwerke mit einer Kapazität, die den heutigen weltweiten Internetverkehr übertrifft.

Man hofft, mit dem SKA Antworten auf fundamentale Fragen über den Ursprung und die Entwicklung des Universums zu finden. 2019 soll das Radioteleskop die ersten Daten erhalten und 2023 komplett fertig sein. Es wird in einer Zusammenarbeit von 10 Ländern gebaut.

5. Teilchenbeschleuniger Fair

So soll der Gebäudekomplex des Teilchenbeschleunigers Fair nach seiner Fertigstellung 2025 ungefähr aussehen.

So soll der Gebäudekomplex des Teilchenbeschleunigers Fair nach seiner Fertigstellung 2025 ungefähr aussehen.


Kosten: 1,5 Milliarden Euro

Die "Facility for Anitiproton and Ion Research" (deutsch: "Anlage für die Forschung mit Antiprotonen und Ionen") ist ein Teilchenbeschleuniger in Deutschland, der zurzeit in Darmstadt gebaut wird. Mit ihm sollen "neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums vom Urknall bis heute" erhalten werden, heißt es auf der offiziellen Website des GSI über das Fair-Projekt.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Deutschland und europäischen sowie außereuropäischen Partnerländern. Der Großteil der Anlage soll 2022 fertig sein, 2025 soll sie komplett fertiggestellt werden.

Das Herzstück von Fair ist ein 1100 Meter langer, kreisförmiger Beschleuniger. Das kommt allerdings nicht an den fast 27 Kilometer langen unterirdischen Ringtunnel des Large Hadron Collider in der Forschungseinrichtung Cern heran. Dieser ist der derzeit leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt und hat bis heute schon 10 Milliarden Euro gekostet.

Rekordhalter: Die internationale Raumstation

Die Internationale Raumstation ISS in der Erdumlaufbahn.

Die Internationale Raumstation ISS in der Erdumlaufbahn.


Die International Space Station (ISS) ist das mit Abstand teuerste Wissenschaftsprojekt, das es jemals gegeben hat. Seit die ersten Module ins Weltall flogen, sind bis heute etwa 100 bis 150 Milliarden Euro in die ISS geflossen. Die Raumstation ist das größte von Menschen gebaute Objekt im Erdorbit und hat seit 2000 eine dauerhafte Besatzung.

In die Liste wurde sie nicht einbezogen, da sie nicht ein geplantes Projekt für die Zukunft ist, sondern ein seit Jahren fortlaufendes Projekt.


Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.