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One-Night-Stands: Diese Studie belegt: Frauen stehen auf Bad Boys

Einer Studie belegt, was wir schon immer ahnten: Offenbar sind Bad Boys bei sexuellen Eroberungen sehr viel erfolgreicher als die netten Jungs.

Frauen belohnen riskantes Verhalten von jungen Männern, das legt eine Studie aus Belgien nahe.

Frauen belohnen riskantes Verhalten von jungen Männern, das legt eine Studie aus Belgien nahe. 

Es ist ein altbekanntes Klischee, dass es Bad Boys leicht bei Frauen haben, nette Jungs aber in die erotische Sackgasse der Friendship-Zone abgeschoben werden. Eine Studie aus Belgien hat nun wissenschaftliche Belege für diese frustrierende Alltagsweisheit gesammelt. 

An der Studie haben sich über 600 Personen beteiligt. Die reine Wissenschaft tut sich schwer, einen Bad Boy zu definieren, es wird schließlich kein Roman geschrieben. Auch ging es der Autorin, Eveline Vincke, vor allem darum, zu erklären, warum junge Männer an riskanten Verhaltensmustern festhalten. Ihre Untersuchung bestätigt: Es gibt einen Zusammenhang von riskantem Verhalten und dem Erfolg beim Dating. Schlechtes Benehmen wird mit Sex belohnt. Als Indikatoren für riskantes Benehmen dienten ihr Zigaretten- und Alkoholkonsum. Der Titel der Studie: "Das Alkohol- und Zigaretten-Syndrom junger Männer. Trinken und Rauchen als Strategie für One-Night-Stands und kurze Abenteuer."

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Strategie hinter dem irrationalem Verhalten

Beide Verhaltensweisen schädigen die Gesundheit enorm, dennoch halte ein Teil der jungen Männer trotz aller Aufklärungskampagnen an diesen Gewohnheiten fest. Vinckes versucht, das auf den ersten Blick unsinnige Verhalten rational zu begründen. Die Daten der Befragung geben ihrer Vermutung Recht: Das Verhalten mag schlecht für Leber und Lunge sein, aber die Frauen stehen darauf. 

Problem für Gesundheitskampagnen

Ihre Schlussfolgerung ist eine Absage für die klassischen Abschreckungskampagnen: Derartige Versuche würden im allgemeinen Bewusstsein nur den Gefährlichkeits-Faktor von Rauchen und Trinken verstärken und damit seine Attraktivität für junge Männer erhöhen. Ein Teufelskreis für die Gesundheitsvorsorge. Vermutlich ziehen auch andere riskante Indikatoren Frauen an. Nur kann etwa beim Extrem-Sport nicht  jeder einfach mitmachen. Rauchen und Trinken als bloße Symbole des "gefährlichen Lebens" sind dagegen sehr niederschwellig.

Es sind nur zwei einzelne und zugegeben wenig glamouröse Indikatoren für Bad Boys, aber diese beiden Aspekte allein versprechen einen signifikant besseren Erfolg bei sexuellen Abenteuern. Also kann man begründet spekulieren, dass andere "Bad Boy"-Attitüden ebenfalls verführerisch wirken.

Nett kommt zuletzt

Traurig sind diese Vorlieben des weiblichen Geschlechts natürlich für die netten Jungs. Zumindest für kurzfristige Abenteuer kommen sie meist nicht in Betracht. Wie es schon heißt: "Nice guys finish last". Trost gibt es für die netten Jungs nur in späteren Jahren. Spätestens nach Mitte der Dreißiger kehren sich häufig die Verhältnisse um: Dann steigt Ehegatten-Tauglichkeit im Kurs. Außerdem weist Professor Viren Swami in einer Antwort auf die Studie darauf hin, dass es in der Forschung auch Befunde gibt, die in eine andere Richtung deutet. Etwa dass Frauen angeben, beim Online-Dating Wert auf Eigenschaften wie Sensibilität und Uneigennützigkeit zu legen. Ob sie sich in der Realität auch von diesen guten Vorsätzen leiten lassen, weiß Professor Swami leider nicht.

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