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Missbrauch an der Schule: Sie wollte ein Kind von ihrem Schüler - zehn Jahre Haft für Lehrerin

Alexandria Vera verführte einen 13-jährigen Schüler. Sie wurde schwanger und wollte mit ihm zusammenleben. Ihr Richter sagte der aktuellen Welle von Missbrauchsfällen nun den Kampf an und fällte ein hartes Abschreckungsurteil.

Alexandria Vera vor dem Skandal und kurz vor der Verkündigung des Urteils.

Alexandria Vera vor dem Skandal und kurz vor der Verkündigung des Urteils.

Dieses Urteil hatte Alexandria Vera sicher nicht erwartet. Wegen ihrer sexuellen Beziehungen zu einem damals 13-jährigen Schüler wurde Vera in Houston angeklagt und zu zehn Jahren Haft verurteilt. Selbst für das Strafsystem der USA ist das ein bemerkenswert hartes Urteil. In anderen vergleichbaren Fällen kamen Lehrerinnen mit leichteren Strafen davon. Die sanfteren Urteile wurden in den USA allerdings auch kritisiert, weil ein Mann bei vergleichbaren Verbrechen angeblich schwerer verurteilt würde. Die Lehrerin Jessica Lynne Kelley kam in Texas mit zwei Jahren davon, der Lehrer Jeffrey Guzman musste dagegen für zehn Jahre ins Gefängnis.

Welle von Missbrauchsfällen

Bekannt wurde auch der Fall von Brianne Altice aus Utah, die gleich zu drei Studenten sexuelle Beziehungen unterhielt. Altice erregte weltweit Aufmerksamkeit, weil sie in einem betont figurbetonten Kleid mit Nahtstrümpfen zu ihrer ersten Verhandlung kam und sofort in Haft genommen wurde. Beim zweiten Verhandlungstag musste sie Sträflingskleidung tragen. Am Ende wurde Altice zu sagenhaften 30 Jahren Haft verurteilt. Das hört sich schlimm an, aber ihre Strafe kann nach zwei Jahren abgegolten werden, wenn sie sich in der Zwischenzeit erfolgreich therapieren lässt.

Kein einheitliches Strafmaß

Dem Sender "KHOU Houston News" sagte der dort ansässige Anwalt Paul Morgan, das Strafmaß falle bei vergleichbaren Fällen schon im Bundesstaat Texas sehr unterschiedlich aus. Von Bewährung bis zu 30 Jahren sei alles möglich. Aber nicht mehr im Distrikt Harris County. "Richter McSpadden hat eine Botschaft an alle Lehrer in seinem Distrikt geschickt. Sie wissen jetzt, dass sie hier eine scharfe Strafe erwartet, wenn sie Beziehungen mit Minderjährigen beginnen." Um Einzelfälle handelt es sich nicht: Allein in Texas soll es im Jahr 2016 laut der Schulbehörde 222 vergleichbare Fälle gegeben haben.

Für Alexandria Vera gab es jedenfalls keinen Lady-Rabatt. Dabei hatte sie sich selbst des sexuellen Übergriffs auf ein Kind schuldig bekannt. So ersparte sie ihrem Opfer die Aussage und hoffte im Gegenzug auf eine Bewährungsstrafe mit umfassenden Auflagen.

Bei Richter Michael McSpadden fand sie kein Verständnis: "Wir wollen, dass unsere Lehrer ihre Schüler unterrichten und wir wollen, dass sie ihre Finger von den Schülern lassen", sagte er bei der Urteilsverkündung. Gerade weil es viele ähnliche Fälle gäbe, müsse ein abschreckendes Exempel statuiert werden.

Eltern wussten alles

Der Fall von Alexandria Vera sticht unter anderen Missbrauchsfällen hervor, weil es sich nicht um eine rein sexuelle Beziehung handelte. Die 24-Jährige führt eine mehr oder minder offene Liebesbeziehung mit ihrem damals 13 Jahre alten Schüler, in deren Verlauf sie sogar schwanger wurde. Ihre Therapeutin Karen Lawson sagte aus, ein tiefes Liebesverlangen habe Vera angetrieben. Sie hat bereits eine 6-jährige Tochter.

Die Eltern des Jungen behinderten diese Beziehung nicht, sondern sollen wegen der Schwangerschaft sogar sehr erfreut gewesen sein und hätten angeboten, das junge Paar zu unterstützen. Als die Ermittlungen gegen Vera begannen, entschied sie sich für eine Abtreibung. Im letzten Sommer machte ihr Fall Schlagzeilen, als sie vor der Strafverfolgung flüchtete und sich später der Polizei stellte. Die Mutter des Opfers war nun sogar im Gericht, um Vera zu unterstützen. Der Junge wurde seinen Eltern weggenommen und befindet sich bei Pflegeeltern.

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Weitere belastende Details

Ursprünglich wurde Vera wegen fortgesetzten sexuellen Missbrauchs angeklagt, eine Verurteilung hätte eine lebenslange Haft nach sich gezogen. Erst das Geständnis führte zu dem Zehn-Jahres-Urteil. In fünf Jahren kann erstmals über eine Bewährung entscheiden werden. Eine mildere Strafe kam wohl nicht in Betracht, weil Vera sehr raffiniert vorging, um ihre Spuren zu verwischen. Außerdem fanden sich auf ihrem Smartphone erotische Bilder ihres Opfers. Auch dass sie ihre Wohnung anderen Schülern als Liebesnest zur Verfügung stellte, sprach vor Gericht gegen sie.

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