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Geständnisse nach der Hochzeit: Lügen vor dem Altar - Schulden, tote Ex-Männer und Engelsvisionen

Eigentlich sollten Partner ehrlich miteinander sein, aber manchmal verschweigen sie etwas lieber. Fünf Frauen verraten ihre peinlichen Geheimnisse und was geschah, als die Wahrheit raus kam.

Manchmal geht ein Geheimnis mit in die Ehe.

Manchmal geht ein Geheimnis mit in die Ehe.

Getty Images

Die Ehe ist für die Ewigkeit gedacht, sie ohne dunkle Geheimnisse und Lügen beginnen. Was aber, wenn es Dinge in der Vergangenheit gibt, auf die man nicht stolz ist? Eigentlich sollte man diese Dinge vor dem Gang zum Altar seinem Partner anvertrauen. Aber was, wenn man sich nicht traut?

Das britische Boulevardblatt "Daily Mail" hat mit fünf Frauen gesprochen, die ihrem Partner ganz bewusst wichtige Lebensmomente vor dem Ja-Wort verschwiegen haben. Und auch die Männer befragt, was sie von der späteren Überraschung hielten.

Tote Ex-Männer und Angstzustände

Kosmetikerin Jackie Walker, 50, behielt ihre Angstzustände und Panikattacken für sich und verheimlichte sie ihrem dritten Ehemann. Ihre beiden ersten Männer starben plötzlich – kurz hintereinander. Obgleich sie geschieden war, erlitt Jackie Walker nach dem zweiten Todesfall einen schweren Nervenzusammenbruch. "Ich konnte es nicht ertragen, allein zu Hause zu sein", sagte sie dem Blatt. "Ich hatte dieses schreckliche Gefühl, nicht atmen zu können, als würde ich ertrinken." Sie nahm Antidepressiva. Als sie David traf, wirkte der beruhigend auf sie - anders als die vorigen Ehemänner. Nur drei Monate nach dem ersten Date fiel David vor ihr auf die Knie und hielt um ihre Hand an. "Ich konnte diesen Moment nicht ruinieren. Ich konnte nicht sagen, dass meine früheren Ehemänner ein Jahr zuvor gestorben waren."

Ein Jahr später rückte sie mit der Wahrheit heraus – gezwungenermaßen. Nur so konnte sie ihre Stimmungsschwankungen erklären. Ihr Ehemann nahm die Nachricht gut auf. "Auch wenn ich von ihren psychischen Problemen gewusst hätte, wäre ich in die Beziehung gegangen. Ich bereue es nicht", sagte er der Zeitung.

Engelsvisionen und übernatürliche Fähigkeiten

Sarah Lloyds Problem: Sie sieht Feen und glaubt an Engel, spirituelle Wesen und übernatürliche Kräfte. Diese Seite an ihrem Wesen unterdrückte die 42-jährige ihr Leben lang. Sie teilte sie auch nicht mit ihrem Mann, ihre Arbeit in einem Technologieunternehmen hielt sie mit Antidepressiva aus. 2016 war damit Schluss. Sie stand vor der kniffligen Aufgabe, ihrem Mann einem CAD-Spezialisten von ihren Engelserscheinungen zu erzählen. Ihr Mann war zunächst geschockt. Nahm die Wendung dann aber sehr pragmatisch. Ihm sei vorher aufgefallen, dass seine Frau nicht erfüllt gewesen sei, sagt er. "Ich bin froh, dass Sarah glücklich ist. In ihrem alten Job war sie gestresst und unzufrieden. Ich bin sehr stolz auf sie - es erfordert großen Mut, das zu tun, was sie getan hat."

Die hässliche Nase einer schönen Frau

Farnaz Ebrahimi, 36, litt schon als Kind unter einer gigantischen Nase. So früh wie möglich, wollte sie diese Nase verschwinden lassen. Mit 17 ließ sie eine erste Verkleinerung vornehmen, mit 19 gab es einen zweiten Eingriff. "Es war unglaublich schmerzhaft, aber mein Gesicht war verwandelt und so blühte ich auf." Sie dachte nicht einmal daran, ihrem späteren Ehemann von der Operation zu erzählen. Elf Jahre später sah Ehemann Darius dann alte Familienaufnahmen – mit der Nase – und flippte vollkommen aus. "Er schrie mich vor meiner Familie an und stürmte aus dem Haus. Darius und ich haben fast drei Wochen lang nicht gesprochen." Eine schlimme Zeit, sie dachte, sie hätte ihn verloren. Darius kommt schwer über die Unehrlichkeit hinweg, er fragt sich heute, was Farnaz sonst noch vor ihm verberge.

Und für Darius sind Äußerlichkeiten wichtig, wie er zugibt: "Alle denken, dass ich ein schrecklicher Typ bin, aber es ist nun einmal wichtig für mich. Als ich sie zum ersten Mal traf, war meine Reaktion: 'Wow, sie ist so wunderschön!' Ich habe sogar meinen Eltern gesagt, dass ich die Mutter meiner Kinder gefunden habe."

Und biologisch betrachtet, ist die Mutter seiner Kinder keine so schöne Frau wie gedacht. Nun sorgt sich Darius um das Aussehen der Kinder. Einziger Trost: "Zum Glück haben wir Söhne - eine solche Nase zu bekommen, ist für ein Mädchen viel schlimmer."

Drei Abtreibungen

Mimi Petrova (38) war als junge Frau sorglos und hat ihr Leben genossen – das führte zu drei Abtreibungen. Als sie ihren Mann Alex traf, habe sie gewusst, dass er der "Eine" sei. Sie heirateten 2013. Alex hatte den Wunsch, dass sie schnell eine Familie würden. Er habe sich so auf Kinder gefreut, dass sie ihm nicht von den Schwangerschaftsabbrüchen erzählen wollte, sagte Mimi der Zeitung.

Nur wurde Mimi nicht schwanger. Vor einer medizinischen Untersuchung nahm sie ihren Mut zusammen und beichtete ihm die Wahrheit. "Ich wusste, dass es ein Risiko war; dass es ein Deal-Breaker wäre, wenn ich ihm keine Familie schenken konnte."

Alex war fassungslos, wurde aber nicht wütend. Schließlich bekam Mimi doch ein Kind. Heute fragt sie sich, "ob wir noch zusammen wären, wenn ich nicht schwanger geworden wäre".

Alex sagt, er sei anfangs sehr verletzt gewesen. Heute wolle er nicht darüber grübeln, warum seine Frau sich ihm damals nicht anvertraut habe, sondern lieber in die Zukunft blicken.

Schulden und Bankrott

Hayley Garbutt, 51, verschwieg ihrem Mann ihre Schuldenvergangenheit. Aus einer ersten Ehe blieb ihr eine Bürgschaft über 38.000 Pfund. Die konnte sie nur über eine Privat-Insolvenz abstreifen. Als sie ihren jetzigen Mann Maurice traf, log sie einfach. Sie sagte, sie hätte aus ihrer ersten Ehe nichts übrig behalten, die Bank habe alles genommen. Von der Insolvenz sagte sie nichts.

Nachdem sie geheiratet hatten, wollte ihr Mann sie in die Verträge über ein Haus eintragen lassen. Da musste sie ihm die Wahrheit sagen: "Ich wollte nicht, dass sich der Konkurs auf ihn auswirkt - ich befürchtete, dass es seine Kreditwürdigkeit beeinträchtigen könnte - also sagte ich es ihm." Heute vertraue Maurice ihr in allen Gelddingen, aber "ich vertraue mir selbst nicht."

Als er von der Insolvenz erfuhr, war Maurice mehr als überrascht. Er versteht, warum sie nichts gesagt hat, und wundert sich über sich selbst: "Als Hayley und ich anfingen, uns zu treffen, bemerkte ich, dass sie ein Prepaid-Handy benutze und keine Kreditkarten hatte. Im Rückblick gab es viele Anzeichen."

Heuete wünscht er, dass sie sich hätte überwinden können. "Schon weil ich ihr finanziell hätte helfen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass Paare keine Geheimnisse voreinander haben sollten."

Quellen: Daily Mail

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