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Dating-Horror: Sexversessen, betrunken und geldgierig – das törnt Männer beim Daten ab

Tinder und Co. haben den Dating-Markt revolutioniert – und vergiftet. Romantik ist Vergangenheit, vielen Männern geht es inzwischen zu ruppig zu. Sie bleiben lieber allein.

Ein Glas bricht das Eis -  aber häufig bleibt es nicht bei einem Glas.

Ein Glas bricht das Eis -  aber häufig bleibt es nicht bei einem Glas.

Getty Images

Tindern macht nicht immer glücklich – vor allem, wenn die nach Liebe Suchenden schon ein paar Jahre hinter sich haben. Häufig klagen sie über ernüchternde Erlebnisse, bei vielen heißt es nach einer Zeit vergebener Dating-Pein: Genug ist genug. Sie bleiben allein. Manchmal sind sicher übertriebene Ansprüche und eigene Macken schuld daran, dass der Funke nicht überspringt. Aber nicht immer. Der "Daily Mail" klagten situierte Herren ihr Leid. Das Boulevardblatt fällt gelegentlich mit schrillem Skandaljournalismus auf, hier überwiegen jedoch die leisen Töne.

Zu gut für die moderne Zeit

Chris Gray, 57, ist fast zu gut, um wahr zu sein, und hat beim Daten doch nur Schiffbruch erlitten. Der Kameramann sieht blendend aus, ist sportlich und hat kein Bäuchlein angesetzt. Die Arbeit bei der BBC muss ihm gefallen, denn dank guter Investitionen hat er finanziell ausgesorgt. Das erlaubt ihm auch Hobbies wie die Fliegerei und den Besuch exquisiter Restaurants.

Und hier liegt das erste Problem: Chris steht so gut da, dass er als Beute betrachtet wird. "Meine Mutter hat mich allein groß gezogen. Ich begrüße starke Frauen. Aber die große Mehrheit der Frauen, die ich traf, erwarten, dass der Mann einfach für alles zahlen soll. Ich bin für Gleichberechtigung, aber warum erwarten 99 Prozent der Frauen, dass ich immer die Rechnung begleiche?!" Als Eintrittskarte für ein Leben, das die Ladies sich selbst nicht leisten können, möchte Chris nicht dienen.

Verzwickter ist sein zweites Manko: Chris blickt nicht auf eine Reihe unglücklicher Beziehungen oder einer vergiftete Scheidung zurück. Der Tod hat seine geliebte Frau 2008 von ihm genommen. Das erspart ihm und seiner Zukünftigen einige Neurosen, kommt aber nicht gut an, denn viele Frauen in seinem Alter seien sehr verbittert.

"Ich musste feststellen, dass Frauen sehr eifersüchtig sein können. Sofort stellen sie Forderungen. Sie sind eifersüchtig auf die Frauen in meinem Freundeskreis. Und sie mögen es nicht, dass ich immer noch Bilder meiner verstorbenen Frau aufgehängt habe."

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Treffen wie ein Bewerbungsgespräch

Bei anderen vermisst Chris die Romantik, sein erstes Date mit einer Managerin erinnerte ihn an ein quälendes Bewerbungsgespräch. "Sie klopfte, inspizierte das Haus, guckte überall nach: checkte mich, checkte mein Haus. Das war sehr seltsam, sie war ja eine Fremde für mich." Offenbar bestand er ihren Test. Doch als sie schon am ersten Abend feste Pläne für eine gemeinsame Zukunft festzurren wollte, mochte er nicht mehr.

Ohne Moos ist nichts los

Schauspieler Alex Cavadas, 41, ist finanziell nicht so gut aufgestellt wie Kameramann Chris. Das macht ihn nicht datefähig in London - auch bei Frauen, die selbst überhaupt kein Geld haben. "Ein Kindermädchen fragte mich geradeheraus, was ich verdiene. Das sind etwa 400 Pfund in der Woche. Darauf sagte sie mir, das sei nicht genug, sie habe Ansprüche. Sie meinte, ich sei nett und sähe gut aus, sei aber eben nicht erfolgreich genug." Von dem Tiefschlag muss sich Alex erst erholen.

Verschreckter Romantiker

Jamie Clows ist erst 29 Jahre alt und hat schon die Nase voll von Frauen. Jamie ist eine romantische Seele, aber die Frauen, die er traf, wollten immer sofort ins Bett mit ihm. Er gehe nicht mehr auf Dates, sagte er der Zeitung, das mache ihn depressiv. Dem sensiblen Mann setzen vor allem die Trinksitten der Britinnen zu. "Manche Frauen werden gewalttätig, oder eifersüchtig – ohne jeden Grund, nur weil sie so viel trinken."

"Frauen wollen mit mir schon am ersten Abend schlafen. Sie betrinken sich und tragen sehr knappe Kleidung. Frauen, die sich selbst nicht respektieren, kann ich auch nicht respektieren."

Der altmodische Jamie Clows hat dem Dating-Markt adieu gesagt und widmet seine Zeit nun lieber seiner Tochter aus einer früheren Beziehung.

Es bleiben die Ruppigen und die Robusten

Zusammengenommen ergibt das einen wachsenden Trend in Großbritannien. Auf Portalen und in Communities kommunizieren die Männer, die lieber allein bleiben, als sich weiter den Dating-Stress zuzumuten. Männer sind wohl zu sensibel für die moderne Dating-Welt. Das denkt jedenfalls Trelawney Kerrigan von der britischen Vereinigung der Dating-Agenturen. Er sagt: "Frauen haben einen positiveren Ansatz mit Enttäuschungen fertig zu werden. Nach ein paar Rückschlägen ziehen sich Männer zurück, Frauen schütteln das besser ab. Das ist eine Sache des Vertrauens bei den Männern. Man hört von Männern häufig, dass es da draußen keine aufrichtigen Frauen mehr gäbe – leider nimmt das niemand ernst."

Doch das Problem der Männer wird schnell auch zum Problem der Frauen. Wenn sich die netten und sensiblen Männer vom rauen Beziehungsmarkt abwenden, bleiben die robusteren und egoistischeren Exemplare übrig und auch die Frauen fragen sich dann, wo die gute Männer nur geblieben sind.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.