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Studie zum Eheglück: Wenn Schatzi sich einen Wein aufmacht, trink besser mit

Alles Mögliche hätte man sich vorstellen können, was als Kitt für eine lange Beziehung taugt. Doch in einer neuen Studie stellte sich heraus, dass es die Trinkgewohnheiten sind, die Paare zusammenhalten.

Lachendes älteres Paar trinkt Wein

Prösterchen!

Was ist das Geheimnis einer guten Ehe? Gemeinsame Hobbys? Der gleiche Humor? Großes gegenseitiges Verständnis? Wahrscheinlich alles zusammen. Doch ein entscheidendes Kriterium für eine glückliche Beziehung ist interessanterweise noch ganz etwas anderes: der Alkohol. So interpretieren Forscher das Ergebnis einer amerikanischen Studie, die in "The Journal of Gerontology" veröffentlicht worden ist. Sie zeigt auf, dass die Trinkgewohnheiten lange verheirateter Paare großen Einfluss auf ihr Eheglück haben.

4864 verheiratete Menschen wurden in einer Langzeituntersuchung zwischen 2006 und 2012 dazu befragt, wie sie es mit dem Trinken von Alkohol halten. Die Paare mussten für die Teilnahme über 50 Jahre alt sein, waren im Durchschnitt seit 33 Jahren verheiratet und lebten zu zwei Dritteln in ihrer ersten Ehe. Es stellte sich heraus, dass insbesondere Frauen unzufriedener in ihrer Beziehung sind, wenn sie selbst Alkohol trinken, ihr Partner jedoch nicht. Die Menge Alkohol, die von den Studienobjekten konsumiert wurde, war für die Forscher weniger wichtig als die Tatsache, ob sie dieselben Angewohnheiten haben: Egal ob Trinker oder Abstinenzler, Hauptsache gemeinsam.

Ist Alkohol manchmal doch eine Lösung?

In einem Interview mit Reuters kommentiert Kira S. Birditt, Autorin der Studie: "Wir raten jetzt natürlich nicht dazu, dass die Leute mehr trinken oder ihre Trinkgewohnheiten ändern sollen. Wir wissen nicht, warum es so ist, aber es wäre möglich, dass Paare, die ihre Freizeitaktivitäten miteinander teilen, bessere eheliche Werte haben." Mit anderen Worten: Das Trinken ist wohl nicht der einzige Grund, warum die Eheleute in ihrer Beziehung glücklich sind.

20 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen hatten ernsthafte Alkoholprobleme. "Alkoholiker stehen auf einem ganz anderen Blatt", erklärt ein an der Studie unbeteiligter Arzt, der ebenfalls an der University of Michigan forscht. "Sie haben zerstörerische Beziehungen zu Menschen, zum Teil auch zu ihren Partnern."

Sollte es also wesentlich mehr als ein gemeinsames Gläschen sein, sollte man den Konsum besser wieder drosseln, wenn die Beziehung erhalten bleiben soll.

bal
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