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bochum: Vom Hörsaal in den Chefsessel

Initiative »GO!« SPRING unterstützt Absolventen beim Gang in die Selbstständigkeit

Initiative »GO!« SPRING unterstützt Absolventen beim Gang in die Selbstständigkeit

Zur richtigen Zeit mit einer innovativen Idee eine Nische im Markt finden - dies ist gemeinhin die einfache Formel für junge Existenzgründer. Dieser Schritt in die Selbständigkeit setzt jedoch neben dem notwendigen Engagement auch den Mut zum Risiko voraus. Eine Eigenschaft, die laut Statistik unter Hochschulabsolventen im Ruhrgebiet selten vorhanden scheint. Zwecks Behebung dieses Mangels ist die Initiative »GO!« SPRING zur Förderung von Innovationen und Gründungen aus Hochschulen in Kooperation mit Wissenschaft und Wirtschaft im Ruhrgebiet aus der Taufe gehoben worden.

»GO!« SPRING ist aus der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Fachhochschule Gelsenkirchen und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsförderung Essen (RWI) entstanden. Durch dieses Projekt soll die Gründungsneigung bei Hochschülern gefördert und gezielte Hilfestellungen im Falle einer daraus erwachsenen Selbstständigkeit geboten werden. Ferner wollen die drei Institute die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft verstärken, weil die Verwertung wissenschaftlichen Know-hows in der Wirtschaft zu selten stattfinde. Somit versucht »GO!« SPRING auch einen Beitrag zum Strukturwandel im Ruhrgebiet zu leisten. Denn im Zuge des immer stärker wachsenden Dienstleistungssektors wird eine rasche Zunahme der Selbstständigen prognostiziert.

Ruhr-Universität informiert, analysiert und fördert

Das Angebot von »GO!« SPRING an der Bochumer Universität ist vielfältig. Es reicht von einfachen Informationsbroschüren über Vorlesungen, Workshops und Diskussionsrunden mit erfolgreichen Existenzgründern bis hin zu Kontakten in die Wirtschaft. Jeder Student kann darüber hinaus ein Persönlichkeitsprofil erstellen lassen, anhand dessen seine spezifischen Fähigkeiten in Modellprojekten auf die Realität bezogen werden. Diesen Modellprojekten kommt in Bochum eine ganz besondere Bedeutung zu: In kleinen Gruppen werden einzelne Ideen nach systematischer Vorbereitung erörtert und bis zur Existenzgründung geplant. Dies geschieht in einem fortlaufenden Prozess, der die Studierenden nicht nur mit möglichen Problemen konfrontiert, sondern sie auch im Umgang mit wichtigen Gesprächspartnern von Banken und Behörden schult. »Wir wollen die Studenten aufklären, ihnen Orientierungshilfen geben und sie bei bestimmten Talenten zur Existenzgründung motivieren«, erläutert »GO!« SPRING-Mitarbeiterin Ute Kuhlmann von der RUB. Allerdings müsse sich jeder immer wieder vor Augen führen, dass die richtige Idee von der betroffenen Person selbst geliefert werden müsse. »Dies fiele aber deutlich leichter, wenn es uns gelänge, eine Kultur der Selbstständigkeit an unseren Hochschulen zu erreichen«, verdeutlicht sie die Zielrichtung der Initiative. Wer sich letztlich nach dem Studium zur Gründung einer eigenen beruflichen Existenz entschließt, kann in Zusammenarbeit mit »GO!« SPRING auf ein vielfältiges Angebot an Förderprogrammen zurückgreifen. (sh)

Weitere Infos zu dem Projekt unter www.spring-online.de

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