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Zeugnis von Eltern: Ne Fünf in Mathe? Ich lieb' dich trotzdem!

Das Ende des Schuljahres ist nun in allen Bundesländern erreicht und für manche Kinder hagelte es schlechte Noten. Wenn sie Trost brauchen, können die Eltern ganz leicht helfen. Mit einem eigenen Zeugnis.

Von Susanne Baller

Die Angst vorm Zeugnis ist wahrscheinlich genauso alt wie die Schule. Zeit, dem endlich mal etwas entgegenzusetzen.

Die Angst vorm Zeugnis ist wahrscheinlich genauso alt wie die Schule. Zeit, dem endlich mal etwas entgegenzusetzen.

Vor der Erholung in de Sommerferien kommt, was für manche Kinder ein echter Albtraum ist: das Zeugnis. Da rächen sich für den einen oder die andere geschwänzte Schulstunden, da bekommt er oder sie Schwarz auf Weiß die mangelnde Begabung in Mathe, Deutsch oder Sport zu lesen und einige Kinder kriegen vielleicht auch noch eine unschöne Bemerkung dazu. Als Eltern muss man sich zusammenreißen. Die Enttäuschung über schlechte Noten kann sich einerseits zum Panikgefühl auswachsen: Wird das Kind den Schulwechsel, die nächste Klasse oder je einen vernünftigen Abschluss schaffen? Und wenn es nicht das erste schlechte Zeugnis ist, ist plötzlich die gesamte Zukunft in Gefahr. Was soll nur werden? Andererseits haben Eltern auch Schuldgefühle: Hätte ich mein Kind mehr unterstützen müssen? Es besser motivieren, strenger zum Lernen anhalten, häufiger Vokabeln abfragen sollen? Irgendwie fällt ein schlechtes Zeugnis auch auf die Eltern zurück. Doppelalptraum.

Der Canossagang nach Hause

Und dann steht da das Kind. Geknickt. In den meisten Fächern völlig ungerecht beurteilt, klar. "Leon war viel schlechter als ich und hat noch 'ne Vier gekriegt!", oder so. Was macht man da? Trösten, wenn man selbst Trost bräuchte, ist nicht so leicht. Aufmuntern bei eigenen Zweifeln auch nicht. Aber: Eigentlich ahnt man doch, was einen erwartet. Die Noten haben sich ja vorher schon abgezeichnet. Es muss also am Ausgabetag gar kein Drama geben. Wir atmen ein, war atmen aus und: Wir rächen uns! Schule, es gibt auch noch ein Leben neben dir! Und da ist das eigene Kind (meistens) toll! Und das soll es auch offiziell wissen.

Unsere Kinder sind prima und sollen das auch wissen. Selbst wenn im Zeugnis mal was Anderes steht.

Unsere Kinder sind prima und sollen das auch wissen. Selbst wenn im Zeugnis mal was Anderes steht.

Enttäuschung auf beiden Seiten? Schluss damit!

Wie das geht? Ganz einfach, es bekommt ein zweites Zeugnis. Eines, das mehr darüber aussagt, wie es wirklich ist. Welchen Charakter es hat, wie ausgeprägt seine sogenannten soft skills sind, wie gut es mit sich und seinen Mitmenschen umgehen kann. Wir haben ein solches Zeugnis vorbereitet. Sie können es hier herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und Ihrem Kind schriftlich geben, wie sehr Sie seine außerschulischen Qualitäten schätzen - die Noten vergeben Sie nach eigenem Gutdünken. Und das Beste ist: Sollte Ihr Kind in seinem Schulzeugnis lauter gute Zensuren bekommen haben, wird es sich trotzdem über ein Elternzeugnis freuen!

So sieht das Zeugnis aus, über das sich Ihr Kind freuen kann

Wenn ein zweites Zeugnis nicht ausreicht, hilft Schülern sowie Eltern kostenlos und anonym die Nummer gegen Kummer. Der Verein bietet seit mehr als 30 Jahren telefonische Beratung an, "damit aus Fragen und kleinen Sorgen keine großen Probleme und Krisen werden".

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