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Love from Hell: Arrangierte Ehe per App – jetzt auch bei uns!

Flop-Dates und Fuckboys waren gestern: Eine neue App überspringt die anstrengende Kennenlernphase und vermittelt Leuten mit wenig Zeit und Nerven an Partner zum sofortigen Heiraten. Ein gesellschaftlicher Rückschritt.

Married on first click - steckt die nackte Verzweiflung hinter der App?

Married on first click - steckt die nackte Verzweiflung hinter der App?

Unsplash

Moderner, fortschrittlicher Westen? Hm, geht so. In Sachen Partnersuche sind wir in den letzten Jahren meiner Ansicht nach trotz allem digitalen Pipapo immer kauziger und auch ein bisschen rückschrittlicher unterwegs. Los geht’s mit dem allgegenwärtigen Single-Shaming. Du scheinst auch im Jahr 2018 als Frau erst komplett zu sein, wenn du einen Mann an deiner Seite hast. Egal, wie ausgefüllt dein Leben sonst so sein mag – ständig bombardiert man dich mit denselben Fragen: "Willst du nicht auch bald mal heiraten? Bist ja nun schon über 30 … Wird doch mal Zeit, oder?"

Als ob man es sich aussuchen könnte, ob man gerade verliebt ist und zufällig auch noch vom Richtigen zurückgeliebt wird. Tinder war seit seiner Erfindung im Jahr 2012 auch keine große Hilfe, weil sich dort viel zu viele oberflächliche, notgeile Freaks tummeln.

Deshalb macht die Industrie jetzt Nägel mit Köpfen: Mithilfe einer neuen App kann man nun mit dem Smartphone nicht mehr nur jemandem für ein Date suchen – sondern direkt jemanden zum Heiraten!

App "Marry me - let love happen"

Ja, richtig gehört. Die arrangierte Ehe ist zurück. Diese Woche stolperte ich bei Facebook über eine Anzeige für eine neue App namens "Marry me - let love happen" stolperte. Darunter stand: "Find me. Meet me. Marry me – Das ist Partnervermittlung 2.0. Einfach. Echt. Verlieben. Teste jetzt die neue App."

Heilige Mutter Gottes! Wie konnte es bloß so weit kommen: Mal eben mithilfe von ein paar Klicks einen Ehepartner im Netz klarmachen?! Daran kann doch bloß ein "Jürgen" glauben, die Figur aus Heinz Strunks gleichnamigem Roman über einen naiven, verzweifelten Dauersingle, der auf Brautschau in Osteuropa abgezockt wird. Aber offenbar scheinen sich in 2018 wieder mehr Leute nach professioneller Unterstützung bei der Partnersuche zu sehnen. Früher war das ja normal. Da war es die Kernkompetenz der Familien, einen passenden Ehepartner für die Kinder zu finden. Heiratswillige präsentierten sich auf Bällen (vergleichbar mit dem heutigen Besuch einer Ü30-Flirt- und Singleparty?!) oder auf sonntäglichen Promenaden durch die Städte, wovon etwa der Hamburger Jungfernstieg seinen Namen hat.

Lieber auf das Herz hören

In Indien findet die Partnersuche überwiegend über Kontaktanzeigen in Tageszeitungen statt, die von den Eltern geschaltet werden. Knallhart nach Kasten unterteilt. Die intellektuelle Elite darf sich z.B. keinesfalls mit Handwerkern einlassen. Aus Liebe heiraten nur wenige. Stattdessen werden bei potentiellen Partnern u.a. das Netto-Einkommen, die Wohnsituation, Herkunft und Familienverhältnisse und bei der Frau zudem die Kochkenntnisse abgefragt.

Interessant: Fotos liegen bei diesen Annoncen nicht vor. Wenn Heiratswillige auch bei uns so gnadenlos ehrlich wären, könnte der Quatsch vielleicht sogar als App funktionieren. Falls man es nun gaaanz eilig hat mit der "Endstation Ehe".

Alternativ könnte man aber auch einfach auf sein Herz hören und sich einfach irgendwann durch Zufall verlieben, in wen man möchte. Viel Glück, allen Jürgens da draußen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.