HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Ist Sex im Urlaub wirklich besser?

Im Urlaub ist alles blendend: das Wetter, der Teint und die Stimmung – und auch der Sex ist im Urlaub besser. Aber stimmt das auch? stern-Kolumnistin Henriette Hell kennt da andere Erfahrungen.

Von Henriette Hell

Sex im Urlaub

Pure Romantik: Ist Sex im Urlaub wirklich immer besser?

"It's always better on holiday. So much better on holiday", singen Franz Ferdinand in ihrem Song "Better on Holiday".

Das würden die meisten wahrscheinlich erstmal so unterschreiben. Das Wetter, die Cocktails, der Teint, die Stimmung – sogar der Sex ist im Urlaub ja oft irgendwie besser als zu Hause. Klar, wenn man den ganzen Tag tiefenentspannt mit Schatzi am Strand gelegen, fremde Kulturen erforscht und exotisches Essen genossen hat, bekommt man auch automatisch (wieder) Lust aufeinander. Gemeinsame Aktivitäten, egal, ob Trekking in den Anden, Bimmelbahnfahrten durch Bielefeld oder der Besuch einer mallorquinischen Schaumparty, schweißen halt zusammen. Das kann nur gut für die Liebe sein.

Außerdem kennt wohl jeder die sexy Schwingungen, die von einem unberührten King Size Bett ausgehen. Außerdem kann man in einer fremden Umgebung, fernab von Haushalt, Kindern und Co. auch prima neue, verruchte Seiten an sich entdecken.

Es bringt nichts, wenn immer Urlaubsfeeling herrscht 

Allerdings bringt es auch nichts, wenn dauerhaft Urlaubsfeeling herrscht. Das weiß ich aus erster Hand – von meiner Freundin Daria, die seit nunmehr drei Jahren eine Fernbeziehung mit einem wohlhabenden Kanadier führt. Die beiden haben zu Beginn ihrer Liaison einen interessanten Deal ausgehandelt, weil für beide feststand, dass sie ihren Heimatort aus beruflichen Gründen nicht verlassen würden. Er lautet: Wir treffen uns alle drei Monate an einem exotischen Traumstrand – auf den Bahamas, Bali oder Sansibar – und verbringen dort "quality time" miteinander.

 Das klingt erstmal ziemlich sexy, oder? War es anfangs auch.

Obwohl sich Daria immer erst ein paar Tage an ihren Freund gewöhnen musste, wenn sie sich nach so langer Zeit wieder sahen. Und nach drei Jahren ist natürlich auch nicht immer alles "tutti" in einer Beziehung. Anstrengende Beziehung- und Krisengespräche führen Daria und ihr Freund allerdings größtenteils auf Skype und niemals von Angesicht zu Angesicht - denn wenn sie sich dann schon in einem teuren Hotel sehen, soll bitteschön alles perfekt sein. Auch das ist Teil ihres Deals.

"Es wäre doch Geldverschwendung, wenn wir unseren Alltagsmist in einer 5-Sterne-Anlage in der Karibik wälzen würden", findet Daria.

Das klappt natürlich nicht immer. Dann brüllen sich Daria und ihr Freund auf der Veranda einer luxuriösen Strandvilla an, schmeißen mit Gegenständen, heulen und fluchen, während die glutrote Sonne langsam untergeht, der Duft von frisch gegrilltem Seafood in der Luft liegt und leise Salsamusik aus der nächsten Strandbar ertönt. Dann heißt es halt erstmal: Scheiß auf Romantik! Meistens geht ihr Freund dann beleidigt ins Fitnessstudio und Daria sitzt schmollend mit einem Glas Champagner unter Kokospalmen und ärgert sich, dass sie nicht einfach in die nächste S-Bahn springen und abhauen kann, in ihr kleines WG-Zimmer, ihre wahre Insel, auf der sie nach dem Urlaub mit ihrem Freund dann erstmal mit Tütensuppe und Netflix vom Urlaub erholen muss. Tja, Alltag kann eben auch manchmal echt schön sein. Vor allem als Liebespaar.

9. Mai: Tag des Orgasmus

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.