Merkur-Spielotheken Falsches Spiel des Daddelautomaten


Ermittlungen gegen Merkur-Manager: In 180 Läden der Spielhallenkette sollen laut eines Medienberichts Automaten systematisch manipuliert worden sein. Laut Staatsanwaltschaft sei das Personal in der Lage gewesen, die Daddelmaschinen fern zu steuern.

Wegen illegalen Glücksspiels mit manipulierten Geräten ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld laut einem Bericht des "Spiegels" gegen mehrere Manager des westfälischen Gauselmann-Konzerns, zu dem die Kette der Merkur-Spielotheken gehört.

Ein Sprecher des größten Spiel-Imperiums Deutschlands habe die Ermittlungen bestätigt, bestreite aber bewusste Manipulationen, heißt es in dem Bericht. Schon im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg laut des Blatts wegen des gleichen Vorwurfs gegen einen leitenden Mitarbeiter des Unternehmens Untersuchungen angestellt.

Manipulationen an 180 Spielotheken

Dabei sah es die Behörde als erwiesen an, dass in allen rund 180 Spielotheken manipulierte Automaten betrieben worden waren, wie es weiter hieß. Nach Feststellung der Ermittler seien Tausende Spielgeräte mit Zusatzplatinen und dubiosen Steuerprogrammen ausgestattet worden. Durch eine Vernetzung hätten sie vom Spielhallenpersonal oder via Internet beeinflusst werden können.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Augsburg gegen den Gauselmann-Manager seien damals nach Zahlung einer Geldbuße von insgesamt 6500 Euro eingestellt worden. Seit September vergangenen Jahres ermittele nun aber die Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen Manager des Unternehmens wegen des gleichen Vorwurfs.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker