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Privathaushalte: Der Winter wird teurer und teurer...

Den Verbrauchern steht ein teurer Winter bevor. Die Heizölpreise sind heute einem Zeitungsbericht zufolge schon 31 Prozent höher als im Vorjahr und sollen weiter steigen. Gleiches steht Haushalten bevor, die mit Gas heizen. Und auch die Strompreise explodieren.

Den Verbrauchern in Deutschland droht in diesem Winter ein kräftiger Preissprung bei der Heizkostenabrechnung. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage bei verschiedenen Verbänden.

Heizöl deutlich teurer als im Vorjahr

So gehe der Deutsche Mieterbund davon aus, dass die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung um mehr als 150 Euro in die Höhe schnellen könnten. Bereits jetzt kosteten 100 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 72,40 Euro und damit rund 31 Prozent mehr als im November 2006. Umgerechnet auf ein Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 3.000 Litern steige die Rechnung von 1.656 auf 2.172 Euro.

Nach Einschätzung der Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, ist damit das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht. "Die Preise könnten diesen Winter noch einmal um mindestens 10 Prozent steigen", sagte sie der "Bild".

Erdgas verteuert sich zu Jahresbeginn

Auch Gaskunden dürften beim Blick auf die Abrechnung Sorgenfalten bekommen, obwohl die Gaspreise im laufenden Jahr weitgehend stabil geblieben sind, wie das Blatt weiter berichtet. "Da der Erdgaspreis an den Ölpreis gekoppelt ist und dieser seit Monaten steigt, wird nun eine Preisanhebung für Erdgas zum 1. Januar notwendig", sagte Kemfert.

Von einer solchen Entwicklung geht auch der Bundesverband der Energieabnehmer aus. Die Jahresrechnung für einen Vier-Personen-Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden würde von 1.289 Euro auf 1.418 bis 1.547 Euro steigen.

Strompreise ebenfalls höher

Der Verband geht laut "Bild" auch von einer weiteren Verteuerung des Stroms aus, das Plus dürfte zwischen 6 und 10 Prozent liegen. Schon jetzt zahlt ein Musterhaushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 4.000 Kilowattstunden beim Grundversorger im Schnitt 830 Euro im Jahr, wie die "Bild" unter Berufung auf das Verbraucherportal verivox.de schreibt. Das seien 67 Euro oder 8,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch bei günstigen Anbietern liege das Plus bei durchschnittlich 7,5 Prozent.

AP / AP

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